Cascades d‘ Ouzoud

Sonntag, 22. April 2012
Heute haben wir die Cascades d‘ Ouzoud besichtigt. Zu Fuß sind wir die rund 1,5km vom CP bis zu den Wasserfällen gelaufen. Der Tourismus ist hier voll im Gang. Der Weg zu den Fällen ist mit etlichen Shops gepflastert. An jeder Ecke wird gekocht und die Speisen feilgeboten. Hier hätte der Wirtschaftskontrolldienst seine helle Freude. Ich brachte es nicht übers Herz ein Handwaschbecken zu fotografieren. Hier gibt es die Becken, welche bei uns im Werbefernsehen mit einmal sprayen sauber werden (sollen). Ich empfehle Hammer und Meisel. Wenn einem nicht die Rauchschwaden der Kochstellen um die Nase ziehen, riecht es nach Urin. Aber die Wasserfälle sehen Klasse aus. Unten kann man sich mit rustikalen Flossen an die Wasserfälle rudern lassen, sieht erfrischend aus. Unbekümmert baden einige in den vom Fluss gebildeten Becken, ohne darüber nachzudenken wohin die Abwässer der im Hang für die Horde der Touristen integrierten Toiletten fließen. Schleppen und den Weg zum CP zurück und schmieden Pläne für die kommenden Tage und beginnen gemeinsam zu kochen. Ich tippe wieder mal ein paar Zeilen für Euch und versuche ein paar Bilder hoch zu laden.

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Ouzoud

Samstag, 21. April 2012
Haben uns nochmal zu Fuß in das Geschehen gestürzt. Dieses mal eine Punktlandung, die Saaditen-Gräber standen auf dem Plan. „Unmittelbar rechts neben der Moschee, d.h. an ihrer Südseite, liegt ein unscheinbares Tor, der Eingang zu den Saaditen-Gräbern.“, steht in unserem Reiseführer. Das Tor ist so unscheinbar das wir es fast nicht gefunden haben. Souvenirshops und Co. waren genügend da, aber….. Plötzlich kommt eine niederländische Reisegruppe und dann ist es ganz einfach, immer dem Führer nach. Haben aber trotzdem ein Ticket gekauft, obwohl wir in der Gruppe gar nicht aufgefallen wären. Nun muss man beim Fotografieren aufpassen, das kein Wasserverkäufer oder ähnliches mit auf dem Bild ist. Die kassieren nämlich kräftig ab, da ist das zigfache verdient. Wenn ich es genau überdenke habe ich keinen Wasserverkäufer gesehen, der Wasser verkauft hätte. Als Motiv macht er schon was her. Die königliche Nekropole ist schon ein prachtvoller Bau.
Schlendern dann zum Wagen zurück und haben unterwegs einen kleinen Laden m mit gutem Brot und Wasser entdeckt. Diesen steuern wir bei der Abfahrt aus Marrakech zuerst an. Dachte das ich eh da raus muss, erster Fehler. Wir müssen Marrakech im Norden verlassen, es gibt keine „Umgehungsstraße“. Zum Dank darf mein Transit auf der Start- und Zielgeraden des Grand-Prix-Kurs etwas Gummi liegen lassen. Wollte Marrakech nach Osten verlassen, zweiter Fehler, Sackgasse. Habe später versucht die Kamera auszulesen und so eine Fahrt durch Marrakech in mein Video-Archiv  zu übernehmen, die ist aber aus irgendeinem Grund ausgetiegen. Aber so zum Vergleich, wer sich eine Woche Fegefeuer ersparen möchte, einmal mit dem eigenen Auto durch Marrakech! Im dritten Anlauf mit viel hupen und drängeln haben wir es geschaft und fahren auf der N8 gen Osten. Nach einigen Kilometern geht es rechts auf die R210 nach Demnate. Von dort über die R304 Richtung Azilal. Rund 20 Kilometer vor Azilal links nach Ouzoud. Dort sind die Cascades d‘ Ouzoud unser Ziel. Aber zuerst auf den Campingplatz Zebra, wo Michael und Karin schon auf uns warten.

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Marrakech

Freitag, 20. April 2012
Marrakech ist schnell erreicht. Hier trennen sich unsere Wege für eine kurze Zeit. Wir fahren mitten hinein nach Marrakech und Michael und Karin fahren weiter und wollen bei den Cascades d‘ Quzoud auf einem Campingplatz etwas relaxen. Wir finden auf anhieb den bewachten Parkplatz neben der Koutoubia Moschee und stürzen uns sofort ins Getümmel. Das gestaltet sich recht einfach, da der Parkplatz mitten im Zentrum liegt. Zwei Straßen weiter ist man auf dem Place Jemaa el Fna, der jedoch trotz strahlender Sonne schläft. Wir streifen durch die Souks und lassen uns treiben. Hier ein Späßchen, dort ein bisschen feilschen, ein paar all gegenwärtige Bettler abweisen, aufdringliche Aufreißer in die Schranken weißen,  immer wieder sein Hab und Gut gegen Taschendiebe sichern. Es duftet um dich herum und 5 Meter weiter stinkt es. Haben die Souks dann verlassen und sind eine große Runde im nördlichen Teil gelaufen. Die Orientierung in den schlecht bis gar nicht beschrifteten Gassen und Plätzen ist nicht leicht und kurz beneide ich Michael und Karin. Aber wirklich nur ganz kurz. Marrakech ist tief beeindruckend und in Bilder nicht zu fassen. Hier muss man gewesen sein, es sehen, riechen und schmecken. Müde erreichen wir unseren Parkplatz. Wollte kurz vorher noch Wasser und Brot kaufen, aber im Nahbereich nichts gefunden. So sind wir über unsere Vorräte hergefallen und haben einen ausgiebigen Mittagsschlaf gehalten und uns am Spätnachmittag nochmal ins Getümmel gestürzt. Der Place Jemaa el Fna ist nun voll und der Jahrmarkt voll im Gang. Fakire, Schlangenbeschwörer, Affenbändiger, Jongleure, Wunderheiler, Tänzerinnen kreuz und quer.  Unzählige Saft-, Imbiss- und Souvenirstände. Es raucht und zischt in allen Ecken. Alt und Jung, Arm und Reich, hier trifft sich alles. Wir haben genug und schlendern Richtung Bett, aber die anderen werden noch lange weiter machen. Bus um Bus werden Touristen herangekarrt. Überall wirst du angesprochen, Taxi, Kutsche, Geschenk……

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Tizi-n-Test

Donnerstag, 19. April 2012
Sind von Taroudannt über den Tizi-n-Test (2092m) bis kurz vor Marrakech gefahren. Die R203 hat zwar durchgängig eine Teerdecke, ist aber sehr wellig. Mehr wie der zweite Gang war da nicht drin. Die kleinste Unachtsamkeit und das Womo springt im Schweinsgalopp über die Straße. Auch das langsame Tempo hilft da nicht immer. Die Landschaft gleicht das jedoch locker aus. Die Passstraße schlängelt sich ohne nennenswerte Steilstücke stetig bergan. Wenn man(n) denkt, selbst der Größte zu sein, dann entdeckt man im Rückspiegel den Reisebus. Gut, ganz so langsam sind wir nicht den Berg hinauf gefahren, aber es gibt schon die ganz Harten hier am Berg. In Tin Mal besichtigen wir die Reste einer alten Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Leider sind die Stellplätze in unserem Reiseführer  nicht mehr aktuell und auch einen in der Karte eingetragenen Campingplatz finden wir nicht. Leider lassen wir im Vorfeld mehrere schöne Plätze in Erwartung des CP ungenutzt. Als wir den CP nicht finden, bleibt noch ein Notplatz im Reiseführer übrig. Eine größere Brachfläche in Tahanaoute soll für Womos geeignet sein. Leider ist das nicht einmal annähernd ein Schlafplatz für uns und so fahren wir nach einigen Runden weiter Richtung Marrakech um dann vor dem Leichtathletik-Stadion Schluss zu machen. Liegt zwar an der Hauptstraße, ist aber sauber, eben und gehört uns alleine.

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Tag des Reifen

Mittwoch, 18. April 2012
Haben gestern noch beschlossen, das wir von nun an in den Norden fahren. Genug von Sand und Staub. Fahren die gute Straße bis Guelmin, mit nur einem Motoraussetzer, und suchen die N1. Kurz vor Guelmin winken zwei Jungs mit einem Motorroller am Straßenrand. Sie haben einen Platten und nicht genügend Werkzeug. Unter Reisenden hilft man sich natürlich. Die Zwei wollen zum Strand schwimmen gehen. Ersatzschlauch haben sie dabei und gemeinsam basteln wir den Roller zusammen. Die N1 ist gut ausgebaut und es geht zügig voran.  Plötzlich verabschiedet sich mit einem lauten Knall mein drittbester Reifen. Rollen so halb auf den nicht vorhandenen Standstreifen. Da hilft auch das extra gekaufte Flickzeug nicht weiter. Montiere zügig den Ersatzreifen und schaue das ich mehr das Hindernis bin. An der nächsten Tanke prüfen wir den Reifendruck und mit vollem Tank geht es weiter Richtung Agadir. Halte bei zahlreichen Reifendiensten (??) an und frage nach einem Ersatzreifen. Finden zwar die passende Größe, aber es fehlt an der Traglast. Habe nur einen normalen mit 650Kg gesehen, brauche aber 900kg. Später denke ich, dass  der mit den 650kg für Ersatz gut genug wäre, aber hinterher ist man immer schlauer. Rein statistisch ist die Anzahl an Reifenpannen erreicht, aber wenn ich an die Statistik der Regentage denke, komme ich ins grübeln. Fahren in Taroudannt, ja hier waren wir schon mal, nicht zum Hotelparkplatz, sondern um die Ecke zu den vielen Wohnmobilen auf den freien Platz. Kleiner Stadtbummel zu Fuß und bisschen Einkaufen, 1 Zitrone und 2 Orangen für den Obstsalat.

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Plage Blanche

Dienstag, 17. April 2012
Nach dem Frühstück besichtigen Micha und ich das weitere Steilstück. Für den Syncro machbar, mit meiner Asphalt-Schlampe sehe ich da außer hohen Reparaturkosten keine Chance. So beschließen wir uns zu trennen. Micha und Karin über die Piste weiter, und Dago und ich zurück und einen anderen Weg suchen. Dann tauchen die 4×4-Fahrer, eine geführte, gut mit Geld ausgerüstete, Kolonne mit ca. 8-10 Fahrzeugen, die wir schon an den Steinbögen gesehen habe, auf. Die Teilnehmer erhalten eine theoretische Einweisung auf das nächste Streckenstück und dann geht es im Gänsemarsch ab. Nach einigen Minuten ist Michael dran. Soweit ich die Piste einsehen kann, hat er keine Probleme mit ihr. Eine Anfrage am Funk bleibt unbeantwortet. Wir fahren zurück Richtung Sidi Ifni und suchen einen Weg zur N1. Einmal sehe ich eine Piste, zu einem CP ausgeschildert, die Anfangs einen recht guten Eindruck macht, möchte aber kein Experiment machen und bleibe auf der Straße. In Sidi Ifni finden wir keinen ausgeschilderten Weg und fragen beim Polizeiposten nach dem Weg. Ampel links, wird uns gesagt. Ja, das sieht gut aus. An der nächsten Kreuzung steht dann ein Schild, da wo keiner eines braucht, weil man eh nur gerade aus fährt. Dann geht es wie in einem unserer Bücher beschrieben. Kurz vor unserem abgesprochenen Treffpunkt, Plage Blanche, ein einsamer Sandstrand, sehe ich rechts ein Fahrzeug auf der Piste. Die Anfrage am Funk bleibt wieder unbeantwortet, aber es ist Michael. Gutes Timing, besser geht es nicht. Plage Blanche und einsamer Strand? Auf keinem standen bis jetzt mehr Autos wie hier. Es verteilt sich recht gut auf der großen Fläche. Oben steht die Weißware und unten am Strand die Aussteiger. Wir haben unseren Platz dazwischen gewählt und lassen es für heute gut sein.

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Sidi Ifni

Montag, 16. April 2012
Wollte erst schreiben: „Der Wind ist eingeschlafen.“, das wäre aber falsch. Der Sturm hat aufgehört! Wind gibt es immer noch genug. Haben am CP ausgecheckt und sind nach Tiznit gefahren. Dort neben Wasser und Dieselaufnahme auch noch kurz in die Werkstatt von den Mechanikern gefahren, den Fehlerspeicher bei Michael löschen. Mussten kurz warten bis der Spezialist mit dem Laptop kam. Das Rücksetzen hat gut geklappt und war recht preisgünstig. Dann sind wir weiter gen Süden gefahren, durch Sidi Ifni an der Küste entlang. Heute war mein Auto dran mit spinnen. Während des Fahrens ging der Motor erst ins Notprogramm und dann aus, beziehungsweise direkt aus. Anfangs habe ich das ignoriert, nachdem ich mitbekommen habe das nach dem Neustart der Fehler weg war. Wenn die Störung kam, auskuppeln, weiterrollen lassen, Zündung aus/an, frisch starten, einkuppeln und weiter geht es mit Motorkraft. Irgendwann sprang er aber nicht mehr an. Also Fehlersuche ist angesagt. Haben dann einen Stecker abgezogen und die Kontakte gereinigt. Der erste Versuch ging nur ein paar hundert Meter weit. Nächster Stecker war auch nicht besser, nächster, nächster….Treffer. Nun fährt er wieder, aber wohin. Irgendwie haben wir die Orientierung verloren. Lag daran das Michael das Navi laufen hatte und mir von hinten per Funk die Kommandos übermittelte. Als Navi und Natur nicht passte, habe ich nach Bauch entschieden, ohne zu wissen wohin es überhaupt geht. Unterwegs einige schöne Strandabschnitte besucht. Vom Meer aus dem Gestein(?) gespülte Bögen sind hier neben einem seit geraumer Zeit gestrandetem Schiff die „Sehenswürdigkeiten“. Nun ist die Straße zu Ende und eine steile Piste führt weiter. Micha testet den Stich und meint, na ja vielleicht eventuell……
Beim ersten Versuch hatte ich einen Traktionsabriss (2 Strafpunkte) und musste nochmal zurück ins Tal. Mit mehr Wissen und mehr Schwung ging die Stelle. Plötzlich im Funk: „Da hättest du rechts müssen“. Da geht es nicht rechts, erst nach der nächsten Biegung. So, nun haben wir einen schönen Platz mitten im Nirwana. Stützen runter und Herd an.

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Aglou Plage

Sonntag, 15. April 2012
Wir stehen auf dem Campingplatz in Aglou Plage, rund 80 Kilometer südlich von Agadir und bleiben hier sicher bis Dienstagfrüh, da Michaels Wagen eine Reparatur der Lichtmaschine braucht. Heute beginnen wir mit dem Ausbau und versuchen eine gute Adresse raus zu kriegen. Ich bin schon früh auf und versuche die Zeit so zu nutzen. Die kleine Türe zum Strand ist leider (noch?) verschlossen und so konnte ich nicht an den Strand für ein paar Fotos. Das ist es doch was ihr wollt. So werde ich die Tasten quellen und mal schauen ob ich mit Hilfe von Freund Google  eine Karte basteln kann.
Sind nun zwei Karten geworden. Auf der Ersten haben wir rund 640 Kilometer unserer Strecke und auf der Zweiten ohne Fehlfahrten etwa 1750 Kilometer eingezeichnet. Die Punkte sind einige Städte, welche wir gestreift haben. Sind rund 2390 Kilometer Strecke in Marokko. Halbzeit, da kommt einiges wieder zusammen.

Haben die Lima ausgebaut. Bin am CP in die Rezeption gegangen um nach einer Adresse zu fragen. Der nette Mann dort hat mir erklärt das in Tiznit jemand sei der sich auskennt. Er würde kurz telefonieren und gleich wieder kommen. Danach erklärte er mir das der Mechaniker kommt. Kurze Zeit später stehen zwei Leute da. Kurzerhand werden die zwei Regler rustikal geprüft. Prüflampe, Kabel, Batterie und gut. Der alte Regler wird klar als defekt deklariert, der neue, welcher 16Volt bringt, wird skeptisch begutachtet. Das ist auch die seltenere Version an Ausfall. Wir versuchen das Sprachproblem mit Händen und Füßen zu lösen. Zeigen auf das raue Lima-Lager, welches die Mechaniker als gar nicht so schlecht einstufen. Auch der leichte Höhenschlag der Schleifringe wird zur Kenntnis genommen. Die Jungs nehmen die Lima mit. Die Mädels backen in der Zwischenzeit ein, nein zwei Brote. Eines mit und eines ohne Geschmack/Körner. Die Mechaniker tauchen wieder auf. Lima ist mit neuem Regler versorgt und wird eingebaut. Mit dem Messgerät stellen wir fest, 16,5 Volt. Die Mechaniker glauben das nicht. Messen nach eigenem System und einen Batteriedeckel. Erst als sie die Batteriezelle gasen sehen, glauben sie die 16,5 Volt. Lima ausgebaut, zerlegt und weiter geprüft. Masseschluss der Erregerwicklung wird ermittelt. Der Dichtring des kaputten Lagers hat den Kurzschluss verursacht. Wir ziehen das Lager mit primitiven Mitteln ab und Micha sucht im Internet die Ersatzteilnummer raus. Die Mechaniker sind über unsere Ausrüstung genau so erstaunt, wie wir über ihre pragmatischen Messtechniken. Obwohl das Wort Technik da fast nicht passt. So mancher deutscher KFZ-Elektriker könnte da noch etwas lernen. Zupacken und machen.
Wir waschen unsere Hände und die Mechaniker lesen die Limateile auf. Wir wickeln das alles in ein Tuch und geben es den Leuten mit. Werden sehen ob sie ein Lager auftreiben. Ja, am Sonntag ist das in Marokko anscheinend kein Problem, was in Deutschland Samstags nicht geht.
Siehe da, plötzlich stehen die Mechaniker wieder da. Voller stolz das sie beide Lager bekommen und auch schon teilweise eingebaut haben. Gemeinsam bauen wir den Rest zusammen und bauen die Lima ein. Gründlich wird alles durchgemessen. Voltzahl steigt auf 14,3 und der Elektriker zieht blitzschnell den Massepol , bei laufender Maschine, ab und schleift ein Billigamperemeter ein um den Ladestrom zu messen. Michael zuckt dabei etwas. Da alles tut, sind wir zufrieden und fragen nach der Rechnung. Sie berechnen sage und schreibe 900DH. Sichtlich sind alle zufrieden.
Micha und ich bauen den T4 wieder zusammen, da für den Ausbau vieles demontiert werden musste, U-Schutz, Stoßstange und Co. . Der Wind ist recht unangenehm geworden. Er kommt zwar vom Meer, aber die Luft ist staubgeschwängert. Wir bauen außen alles ab und verziehen uns in den Wagen. Es gibt heute Naturschnitzel, Knödel, Erbsen und Karottengemüse aus der Dose und eine Pilz-Soße . Sitzen und beratschlagen was wir morgen anstellen.

 

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Tiznit

Samstag, 14. April 2012
In der Nach weckt mich eine SMS von Michael: >>Fahren auch erst nach Agadir zum Einkaufen…. <<. Taste mich durch das Menü des Handys um festzustellen das diese SMS alt ist und einige spätere Nachrichten viel früher übermittelt wurden. Alles noch beim Alten. Die Sonne weckt uns und wir haben vom Bett aus einen klasse Blick ins Tal. Gemächlich werden die allmorgendlichen Routinehandgriffe erledigt. Möcht bisschen bummeln bis ich weiß was mit Michaels Bus los ist. Laufe den Berg hoch und mache ein paar Fotos. Setzen uns dann doch in Bewegung und genießen die atemberaubend schöne Gegend. Diese Ecke zu fahren war ein Haupttreffer. Irgendwann kommt die SMS >> Bus läuft, fahren Agadir<< war uns beruhigt weiter tingeln lässt. Ein paar mal verwirren uns die Straßenschilder. Wenden und nehmen die andere Straße. Glaube das war beides mal umsonst. Viele Wege führen nach Rom und viele Wege führen nach Tiznit. So für mich meinen Weg mit dem vom Michael im Geiste verglichen und rund 60 Kilometer vor Tiznit auf dem Col du Kerdous eine SMS abgesetzt und Michael informiert das wir noch zirka eine Stunde brauchen. Michael meldet zurück das er noch 6 Kilometer hat. Dann kommt die Anfrage: >>Wo steht ihr? Koordinaten<<. Habe dann bemerkt, dass nicht jede SMS zeitnah übermittelt wird. Habe noch schnell übermittelt:  >>Wir fahren noch<<. Plötzlich kommt mir ein blauer Bur mit Aludach entgegen. Die Wiedersehensfreude ist groß. Michael dreht und auf einer Kreuzung haben wir dann angehalten und den Rest des Tages abgesprochen. Meer mit Campingplatz ist angesagt. Fahren im Konvoi durch Tiznit nach Aglou Plage. Rundfahrt durch Dorf und dann auf den CP. Saubere Anlage, so gut wie leer. Fahren ganz runter, letzter Platz, so dicht wie möglich ans Meer. Sitzen vor dem Auto und Michael berichtet das der neue Lima-Regler spinnt. 16,x Volt liegen an. Während wir sinnen wie wir das lösen, zischt mein linkes Vorderrad. Ventil ist undicht. Montieren das Ersatzrad und pressen mit meiner elektrischen Abstützung den Reifen ab und ziehen ein neues Ventil ein. Dank Michaels Kompressor ist das aufpumpen kein Problem. Beschließen die Lima morgen auszubauen und am Montag in Agadir zu reparieren oder erneuern. Michael macht Kartoffelpuffer, trinken Wein und genießen den Abend.

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Agadir

Freitag, 13. April 2012
Haben uns nach dem späten Aufstehen und einem guten Frühstück den Luxus einer Kutschfahrt durch Taroundannt geleistet. Einmal der Stadtmauer entlang und dann mitten durch. So konnten wir bequem die gesamte Stadt in Augenschein nehmen. Taroundannt gilt als ursprüngliche Stadt, noch nicht vom Tourismus verbogen und so sieht sie auch aus. In die Ecken darf man nicht schauen. Danach ging es rund 80 Kilometer nach Agadir zum einkaufen. Agadir bietet nämlich einen modernen Supermarkt, die Metro. Auf dem Wege dorthin melden sich Michael und Karin per SMS, das sie vor Quarzazate sind. In der Metro können wir Luxusgüter wie Butter, Gemüsekonserven, Saft & Co. wieder auffüllen. Auch haben wir Frischgemüse mitgenommen, welches heute Abend in den Topf kommt. Die Einfallstraße nach Agadir hat einen unglaublich schönen Blumenschmuck. Leider lässt der chaotische Verkehr nicht mehr wie einen kurzen Augenblick zu. Beschließen die Stadt wieder zu verlassen. Teilen auch Michael und Karin per SMS unsere Route >> A R105 Richtung Tafraoute, Tafraoute R104 nach Tiznit, dort eventuell CP, Ankunft Tiznit morgen << mit. Stehen nun zirka 30 Kilometer vor Tafraoute auf einem Platz mit Blick ins Tal und genießen den wunderschönen Tag. Wollen ihn mit gemütlichem Kochen ausklingen lassen. Eine SMS von Michael stört das schöne Bild. Er steht in Taroundannt und hat Probleme mit dem Lichtmaschinenregler. Soweit ich weiß, hat er Ersatz an Bord. Kann ihm nur mitteilen, dass ich bei der Stadtrundfahrt einen Zubehörladen gesehen habe. Was ich gestern mit den Olivenbäumen geschrieben habe ist Quatsch. Bäume ja, aber keine Oliven. Das sind andere Früchte, bei näherem betrachten. Habe mal ein Bild gemacht und werde da bei Gelegenheit Konstanze löchern. Die weiß das, sie kannte auch den Monkey-Puzzle.

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