Es geht in den Endspurt

Dienstag.
Das Reisemobil auf seinen zwischenzeitlich frei gewordenen Stammplatz gefahren. Um nicht im Fahrzeug zu ersticken oder den Hitzetod zu sterben, etliche Luken und Fenster aufgemacht. Den Inhalt rechte Sitzbank überprüft und die Exceltabelle auf den neuesten Stand gebracht. Einige Lücken können mit den Vorräten aus der Burg aufgefüllt werden. Einiges wurde schon früher in größeren Mengen auf Vorrat bestellt. Es hat sogar noch was für die Winterreise nach Marokko im Magazin.
Es wurde ein Lücke im Medikamentenschrank entdeckt und ein neuer Bestellmaraton eingeleutet. Die von den Versandapotheken zugesendeten Gutscheincode funktionieren nicht, wenn man die Produkte über ein Vergleichsportal in den Warenkorb gelegt hat. Egal, die Ersparnis über das Portal ist wesendlich höher als der Gutscheinrabatt. Stress ist es aber allemal.
So kurz vor Mitternacht die OsmAnd-Karten aktualisiert. Sind für die Skandinavienreise 13024 MB an Daten. Denke das die Nachbarin, in dessen WLAN ich surfe, um diese Zeit nicht mehr online ist.
Am Nachmittag diverse Buchungsportale für die Fähre Tallin nach Helsinki ausgetestet. Wenn man nicht aufpasst, kann des Ticket fast 100€ mehr kosten.

Mittwoch und ich habe soviel Elan wie ein einzelner, am Strand angespülter, von der Sonne ausgebleichter, Flip-Flop. Mein Blutdruck im Keller, der von Prinzessin auf Rekordhoch. Es ist mir nicht möglich, mich zu irgendwas aufzuraffen. Es steht zwar direkt nichts an, aber am Wochenende geben wir eine Gartenparty und nächste Woche um diese Zeit beginnt die Skandinavienreise. Es wäre schon noch etwas zu tun.
Dago’s Blutdruck haben wir mit einem Viertel einer Tablette aus meinem Medizintäschchen unter Kontrolle gebracht. Meiner Lethargie habe ich freien Lauf gelassen und habe das Sofa bewacht.

Am Donnerstag war wieder Gartenarbeit angesagt. Nachdem die Automatisierung der Bewässerung im Garten so gut angekommen ist, habe ich ein weiteres Beet angeschlossen. Ein Baumarktbesuch war für die weiteren Arbeiten im Garten von nöten. Wollte da noch ein weiteres T-Stück erwerben. Aber bei 5,29€ für so ein Platikteil ist mir zu teuer. Für nur 90 Cent mehr bekomme ich in China ein 34-teiliges Set. Da ist mit loakalem Kaufen bei mir die Luft raus. Habe das letzte lagermäßige T-Stück verbaut.
Das und ein Rosenstock einpflanzen beanspruchte den gesamten Vormittag.
Den Nachmittag verbrachte ich mit Übungen am Tablet. OsmAnd ist nichts für Ahnungslose. Da hilft nur fleißig üben. Das habe ich getan. Lücken sind immernoch vorhanden. Ist ein mächtiges Werkzeug. Der Rest des Tages habe ich mit vergeblichen Motivationsversuchen verbracht.

Der Freitag ist mit den Vorbereitungen für unser Gartenfest belastet. Ich gehe zu Aldi um ein paar Dinge einkaufen. Der in LB ist ein Saftladen und ich finde nur die Hälfte von der Einkaufsliste. Kann zum Glück mit Schnäppchen auffüllen. Auf dem Rückweg ins Kaufland für den Rest. War der Kassenzettel bei Aldi mit Kartenzahlung über einen ½ Meter lang, geht es im Kaufland ganz ohne Bon.
Bei hochtragen in die Burg bin ich fast an meine Leistungsgrenze gekommen. Bei 12 Liter Milch links und die große Einkaufstasche rechts, kein Wunder.
Viel Zeit vergeht ungenützt.

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Drei Zwischenstopps zur heimischen Burg

Es geht nach Hause. Gemütlich zusammen gepackt und versucht meinen Bruder zu erreichen. Wir haben vor, im Kaufland in Neckarsulm einzukaufen. Da sind es zum Osthafen nur zwei, drei Katzensprünge. Ein Rückruf während der Fahrt gab für den Besuch grünes Licht.
In Neckarsulm angekommen haben wir zuerst auf dem Parkplatz gefrühstückt. Gehe nie mit leerem Magen zum einkaufen! Die Reste im Wohnmobil reichten um satt zu werden. Weiterlesen

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Sindringen, Schöntal, Jagsthausen, Sindringen

Wunderbar geschlafen. Der Verkehr ist in der Nacht komplett eingeschlafen. Nach den rituellen Waschungen haben wir die Verdunkelung aufgehoben und den Nachbarn signalisiert das wir wach und angezogen sind.
Saßen dann gemütlich bei uns im Wagen und haben gemeinsam gefrühstückt. Für uns ein bisschen früher, aber die nette Gesellschaft gleicht den „Umstand“ aus. Weiterlesen

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Raus ins Grüne

Es ist Samstag und ich bin dran mit der Kehrwoche, da ich mit Lisa getauscht habe. Leider hat es in der früh geregnet und ich wollte das deswegen auf den Montag verschieben. Wir wollten einkaufen und dann frühstücken. Kurz nach 11 abermals umgeplant. Dago backt Brötchen auf und ich mache die Kehrwoche. Eine halbe Mülltonne nur mit Blüten der Manna-Esche habe ich zusammen gekratzt. Die Allee zur Burg sieht gut aus, macht aber auch viel Dreck. Die Manna-Eschen sind wegen der Trockenheit in eine Notblüte gegangen und das bescherte jede Menge zum kehren. Bin da gleich zu Anfang auf eine Schaufel umgestiegen, da die kleine, handbetriebene Kehrmaschine damit überfordert war.
Anschließend, nach einer kurzen Erholungspause und einer Dusche, gab es Frühstück. Die letzten Vorräte wurden dafür zusammen getragen. Butter war alle, kleine Zwiebeln gab’s auch nicht mehr, die Wurst kam aus der Dose. Zum satt werden hat es gereicht.
Habe dann das Notdürftigste ins Wohnmobil geschleppt und die Karre fahrfertig gemacht. Die Kühlboxen liefen schon und haben die Reste aufgenommen. Prinzessin duscht noch schnell und kommt mit den letzten Klamotten überm Arm herunter. Weiterlesen

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Die Vorbereitungen für Skandinavien laufen an.

Montag, 0 Uhr 30
Organic darf Teile der ersten Strecke berechnen. Mhmmm….
Bin mit den Ergebnissen nicht zufrieden.
OsmAnd bekommt die selben Abschnitte zum ausrechnen. Besser.
Organic wird deinstalliert um Platz zu schaffen. Fehlende Karten für OsmAnd runtergeladen. Dabei ein kleines Ah-Erlebnis, das ich mir und auch hier nicht erklären kann, gehabt.
War vor dem Frühstück etwas man Wagen richten, aber Prinzessin hat mich zur Gartenarbeit eingeteilt. Ich hasse den Garten. So verging der Morgen mit Dreck schippen und Unkraut zupfen. Zumindest das Funkgerät konnte ich davor noch umklemmen. Das war auf Dauerstrom angeklemmt und hat sich nicht mit dem Wechselrichter vertragen. Unterwegs beim Kaffee kochen hat das mega genervt. Jetzt mit Zündung ist das Gerät während der Fahrt immer aktiv.
Wini, die ältere Dame unter uns, hat mich vor dem Haus angesprochen. Ihr Fernseher spinnt und fernsehen ist ihr ein und alles. Habe einen Besuch nach dem Mittagschlaf angekündigt.
Wini zu helfen war einfach. Auf die ersten drei Plätze hatten sich, wahrscheinlich durch Fehlbedienung, drei Radiosender eingeschlichen. Diese auf die hinteren Plätze verwiesen und das Mädchen hat gestrahlt.
Durch Mittagschlaf und Fernseher einrichten war der Nachmittag verbraucht.
Es macht Ding-Dong an der Tür und Lisa steht davor. Ganz aufgekratzt stand sie da und hat voller Stolz ihren neuen Führerschein präsentiert. Auf’s erste Mal bestanden! Herzlichen Glückwunsch.
Der Dienstag beginnt träge. Ich kümmere mich um die freien Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Es ist, wie schon einmal beschrieben, sehr schwierig im Internet. Ein und das selbe Produkt im gleichen Shop zu zwei sehr unterschiedlichen Preisen. Man mag da beinahe von Betrug reden, ich wähle den Begriff Bauernfängerei.
Manchmal sind die Versandkosten oder Rabattangebote das Zünglein an der Waage.
Ich habe da immer am Tablet und Handy fünf bis fünfzehn Fenster offen und klicke hin und her. Man hat ja nichts zum verschenken.
Der Mittwoch beschert der Burg einen zusätzlichen Handlauf an der ersten Treppe. Soll den Senioren vom Hochparterre das Leben erleichtern. Während die Handwerker ihrer Arbeit nachgingen, habe ich Servicearbeiten am Womo und der Feierwehr durchgeführt. Scheibenwaschwasser auffüllen und weitere Flüssigkeitsstände prüfen. Habe der Feierwehr eine Dose Hohlraumwachs spendiert.
Die Hitze hat mich zurück in die Burg getrieben. Am Nachmittag kam Karin zu Dago und sie haben sich um die eBook Reader gekümmert. Das brachte 110 neue Bücher in Dago’s Bibliothek. Viel mehr ist nicht passiert.
Donnerstag und Freitag haben wir ausgesessen. Nur Kleinigkeiten in und an der Burg gemacht. Dazu die kühleren Morgenstunden genutzt und anschließend die Rollos herunter gelassen und nichts tun auf dem Sofa.

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🎼Immer wieder Sonntags

Es war warm in der Nacht. Wir lassen die Betten nach dem aufstehen noch in der Nachtposition, damit die Matratzen ablüften können. Draußen geht schon der normale Campingwahn. Tisch, Stuhl, Frühstückszeit. Eine fünfköpfige Familie hat mit einem VW-Bus hier übernachtet. Nasszelle? Toilette? Na ja.
So gegen ½11 kommt Aufbruchstimmung auf. Die anderen Nachbarn, neues Wohnmobil auf Jungfernfahrt, versuchen alle Dinge wieder im Fahrzeug zu verstauen. Etliches war beim ausladen noch originalverpackt. Kleine Diskusion über die Reihenfolge des Verstauens und der Abfahrt steht nichts mehr im Wege.
Es ist ruhig auf dem Platz, welchen wir nur noch unter drei Fahrzeugen aufteilen. Auch Christopher und Angelika machen Ordnung im Fahrzeug für die Heimfahrt.
Es ist ½12 und wir sind (fast) alleine auf dem Platz. Weiterlesen

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Ein Samstag am Rhein

Der Platz ist zwar direkt an einer Straße, aber in der Nacht doch sehr ruhig. Man hört wie die verrückten Angler Nachts leise über den Schotterplatz fahren und mal ein Auto im Hintergrund, aber einen Städter stört das nicht wirklich.
Als wir endlich unser Morgenritual zelebriert hatten, waren unsere Nachbarn schon ausgeflogen.
Den Tag über ist ein kommen und gehen zu verzeichnen. Neugierige Autofahrer, Spaziergänger und Radfahrer zählen dazu. Schiffe nur selten und wenn dann fast leer. Wenig Fracht wegen dem Niedrigwasser und hohe Kosten wegen der explodierten Kraftstoffpreisen machen es dem Gewerbe schwer. Weiterlesen

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Raus aus der Burg

Nichts großartiges, einfach nur raus. Das bedarf kleiner Vorbereitung, wie frisches Wasser aufnehmen und ein paar Dinge einpacken.
Bin dann in der Früh nach Bietigheim auf den Stellplatz gefahren. Altes Wasser raus, Leitungen mit Frischwasser spülen und die Tanks auffüllen. Nächster Halt Baumann. Nicht ganz so einfach, da Bietigheim eine große Baustelle ist und die Enzbrücke für den Verkehr gesperrt ist. Vier Brezeln und eine Hefekapsel gekauft und weiter zur Rewe nach Eglosheim gefahren. Leere Flaschen abgeben und ein paar Dinge einkaufen.
Pünktlich zum Frühstück zuhause eingetrudelt.
Es gibt tolle Zufälle. Ich habe noch darüber nachgedacht Christopher und Angelika anzufunken und fragen ob man sich trifft. Da zeigt mir Dago ihr Handy mit dem übermittelten Standort von den Zwei. Die stehen schon am Rhein. Weiterlesen

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Sprach man gestern von kühl

Sprach man gestern von kühl, fragte ich mich heut in der früh ob ich einheizen soll. Es ist sehr ungewohnt kühl im Wagen. Man spricht von 19° 🥶.
Der Trip geht zu Ende und die Route für den Heimweg wird geplant. Möchte noch in Österreich tanken. Da an der preisgünstigen Tankstelle meine Karten nicht akzeptiert wurden und die Preise zum Wochenende angezogen haben, eine echte Sisyphusaufgabe.
Der eigentliche Weg führt über Braunau und ich möchte keine sinnlosen Umwege fahren. Jedoch bei 100 Litern sind 5 Cent schon 5 Euro. Das Angebot entlang der Strecke geht von 1,78⁹€ bis 1,98⁹€. Da sind dann schon 20€ Unterschied.
Die Tee’s sind gekocht und in diversen Kannen griffbereit untergebracht. Der neue Franz kennt den Weg, Rolf hat den Stift in der Hand, es geht los. Weiterlesen

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Es ist kühl geworden.

Es ist kühl geworden und leichter Nieselregen gesellt sich dazu. Sehr gerne zieht man da ein Jäckchen über. Als wir am Jung-Haus ankommen, sind die Abbauarbeiten am Zelt im vollen Gange. Bei einer handvoll Schrauben kann ich mit meinem Leatherman hilfreich im Wege stehen. Zack, alles zerlegt und nur noch sortieren und einpacken. Die Zeltplane kommt lose in die Garage zum vollständigen trocknen.
Diese Arbeiten überlasse ich der Jugend und gehe in den ersten Stock zu Karin. Sitzen zum Kaffee beieinander und kümmern uns um die leckeren Reste des Buffets. Irgendwann sind alle Arbeiten erledigt und die „Kinder“ verabschieden sich. Auch wir beenden unseren Besuch und ziehen uns zurück.
Es gilt den verpassten Schlaf auszugleichen und die vielen Geschichten und Eindrücke zu verarbeiten.

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