Wir verlassen die Eurozone

Ein schöner Tag. Die Sonne scheint am Morgen und ich bin vor dem Wecker aufgewacht. Die Routinearbeiten sind gut von der Hand gelaufen und wir haben den Stellplatz pünktlich verlassen. Die Fahrt zum Fährhafen verlief sehr gut. Wenig Verkehr lies zügiges fahren zu. Ausschilderung zur Fähre ist sehr gut und das Online-Ticket wurde akzeptiert. Hatte da immer ein bisschen Bauchweh. Das Ticket, als PDF, machte nicht viel her. Buchungsnummer, Fahrzeugkennzeichen und Preis für das Womo, sowie zwei Passagiere für 0 € sind aufgeführt. Kein Strich- oder QR-Code, der das Einchecken erleichtern würde.
Über die Reisepässe wurde die Buchung gefunden und die Bordkarten ausgedruckt. Pass- und Zollkontrolle ging blitzschnell. Wohin, wie lange, gute Reise.

Die für Prinzessin bestellte ruhige See wurde pünklich geliefert und so stand einer entspannten Überfahrt nichts im Wege.

Das Anlegen in Dover verzögerte sich ein paar Minuten, andere Fähren waren am auslaufen. Der Gang zum Parkdeck und abwarten bis es los geht. Dann die endlos verschlungenen Wege im Hafengebiet bis zum ersten Kreisverkehr. Die fahren hier verkehrt herum!
Der Buchungstermin für das schöne Wetter ist abgelaufen und es begann der Regen.
An einem der ersten Autobahnparkplätze zum Frühstücken angehalten. Der Magen hat noch Kontinentzeit.
Danach lief es echt kacke. Plötzlich steht alles auf der A2. Vermutlich ist man sich bei der Einfahrt Bridge etwas näher gekommen. Stehen und warten. Rettungsgasse ist hier so wenig bekannt, wie in Deutschland. Oder haben alle außer mir gewußt, das von hinten kein Einsatzfahrzeug kommt.
Es läuft wieder an und der einsetzende Berufsverkehr machte die Sache für uns nicht besser. Es läuft, aber stellenweise zäh.
Wir kommen an der Woolwich Free Ferry an und müssen wegen des hohen Andrang etwas warten.

Dafür bekommen wir an der dritten Fähre die Poolposition.

Auf der anderen Seite der Themse geht der Ärger weiter. Mitten im Berufsverkehr bricht ein Schachtdeckel auf der Fahrbahn ein. Ein Streifenwagen sichert die Stelle ab und es bleibt nur ein Fahrstreifen frei. Der Rest geht wie in jeder Großstadt. Ein paar verückte Autofahrer nutzen jede Gelegenheit, Sperrflächen, durchgezogene Linien, Gegenfahrbahn, um etwas früher am Ziel zu sein. Ich wehre mich erfolgreich gegen so manchen Rüpel.
Erst gegen 17 Uhr erreichen wir die Parkhurst Rd, London N11 3EN.
Flicky hat mit Mülltonnen einen Parkplatz vor dem Haus reserviert. Flicky zur Begrüßung umarmen und den Wagen auf Keile stellen mischt sich etwas. Da der Wagen ein paar Tage steht, muss ich leider bergab stehen, damit die versprochene Sonne meine Solarzellen treffen kann. Die Keile und die neuen Mega-Duplo-Platten reichen alleine nicht aus, um in die Waage zu kommen. Der Wagenheber muß vorne rechts mithelfen.
Es gibt Tee bei Flicky. Nebenbei kämpfe ich mit OsmAnd. Der will die Offline-Karten nicht nutzen. Ohne zusätzliches Internet navigiert er zwas, aber die Karte gleicht einer 8-Bit-Bilddatei. Ich finde den Fehler einfach nicht. Zudem kommt man bei Android 13 nicht mehr an alle Ordner heran um tote Dateien zu löschen. Auch die im Netz gefundenen Einstelltipps kann ich wegen fehlender Menüpunkten nicht nutzen. OsmAnd ist schneller als Magic Earth auf die Abschussliste gekommen. Bloß was dann?
Wir ziehen uns zum Abendessen zurück und werden wohl früh zu Bett gehen.

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