Talsperre, Tag 4

Die Nacht haben wir gut verbracht. Dago hat in der Früh die Heizung angeworfen und ich habe ihr dafür das Duschwasser gewärmt. Heute viele Wolken, aber die Sonne scheint dazwischen durch und so waren heute um 9:30 schon wieder 13,1 Volt auf dem Display. Mit bisschen Sonne geht mein Energiekonzept voll auf. Ohne Sonne kann das Solarpanel so groß wie ein Fußballfeld sein und nichts kommt raus. Auch nicht mit einem Wunderregler mpp. Wenn nichts kommt, kann auch der keine Batterie laden.
Zwei meiner „Nachbarn“ haben uns verlassen um Gas zu organisieren. Das Problem haben wir nicht. Dafür knattert zweimal am Tag das Aggregat. Damit kommt ich gut zurecht.
Die viele Zeit nützen wie um unsere Vorräte zu überprüfen. Es ist alles reichlich vorhanden, da die Vorräte ja unseren Aufenthalt in Marokko mitabdecken sollte. Was ich nicht verstehe, warum sind in der einen Reispackung 16 Reiskörner und in der anderen sogar 23 Reiskörner mehr drin, als in der Ersten? Vielleicht habe ich mich nur verzählt, ich werde das morgen nachprüfen.

Trotz steigender Zahlen muss ich euch beruhigen. In Alentejo gibt es nur 2 nachgewiesene Fälle der Viruserkrankung. Ich hoffe das alle Vorsorgemaßnahmen greifen und in ein paar Tagen die Zahl der gut verlaufen Krankheit die Neuzugänge überholen.

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Talsperre, Tag 3

Heute ist es härter, das Wetter spielt nicht mit. Trübe hängen die Wolken über uns und leider sind sie nicht dicht und tröpfeln ab und zu. Die Nachbarn sind zum größten Teil abgereist. Nur noch ein deutscher Langzeit-Aussteiger steht am anderen Ende des Platzes. Werde mich hinter mein Buch klemmen und darin versinken.
Die neuen Zahlen, Stand 16:13, sind da. Leider sind sie jetzt auch hier vierstellig. Ratlosigkeit macht sich bei mir breit. Damit habe ich nicht gerechnet, da hier früh und sehr viel getan wurde. Ich habe begonnen die Zahlen zu beobachten da sprach man von 112 Fällen. Das war am 15 März. In fünf Tagen fast verzehnfacht, das ist viel.
Mangels Sonne wird 12 Volt knapp. Daher werden jetzt Nudel normal und nicht im Schnellkochtopf gegart. Dann hat das Ladegerät und das Aggregat bisschen Zeit die Batterie für die Nacht fit zu machen.
Zumindest das Buch ist fesselnd und so kriegen wir einen der seltenen Regentage auch rum.
Ich hoffe sehr das morgen alles ein bisschen besser ist. Gute Nacht.

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Talsperre, Tag 2

Leider sind die Zahlen wieder gestiegen. Portugal hat jetzt weit über 600 Fälle und deswegen den Notstand, im Übrigen ohne Gegenstimmen, ausgerufen.
Nun trifft uns das nur am Rande. Ich sehe durchaus die Möglichkeit mich frei zu bewegen, aber die Stimmung leidet darunter.
Heute Nacht hatte ich eine gute Idee. Meine kriminelle Kernenergie hat einen Geistesblitz ausgelöst. Hier bekommt man ohne Schwierigkeiten 4-lagiges Toilettenpapier. Ich werde das aufkaufen und 2 Lagen abspalten und gegen normales Zeitungspapier ersetzen. In der sorgfältig geöffneten und wieder verschlossenen Originalverpackung bringe ich das dann auf den Schwarzmarkt. Mit den 2 abgelösten Lagen decke ich den Eigenbedarf und versorge gute Freunde. Gute Freunde sind Leute die etwas dazu beisteuern können. Ich denke da an sorgfältig geöffnete Originalverpackungen oder leere Papprollen. Oder jemand der einen Farbdrucker hat und gute Etiketten von 4-lagigem Toilettenpapier drucken kann. Dann könnte man einfach 2-lagiges Toilettenpapier auf 4-lagig umetikettieren und die Gewinnspanne optimieren. Gut gefällt mir die Idee auf Ölsardienen zu setzen. Sind noch unberenzt zu bekommen und besser zu lagern wie Nudeln. Der wenig vorhanden Lagerraum kann viel besser genützt werden. Wenn die Kriese vorbei ist, gehe ich mit den leeren Dosen zum Schrotthändler und bin ein gemachter Mann.
Ihr seht, mir geht es gut und bald noch besser. Den Transport müsste man noch organisieren. Aber ich habe da einige Freunde mit geländegängigen Fahrzeugen die das Abenteuer in der Grenzregion Spanien/Frankreich suchen. Wobei ich hoffe das sie mit dem Abenteuer zufrieden wären und nichts von den Transportgut veruntreuen.
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Talsperre Santa Clara

Wir haben uns bewegt. Erst Mal zu Aldi. Hamsterkäufe getätigt. Wir haben jetzt auch für anstehende Schwarzmarktgeschäfte die passende Währung, ein Jumbopack Toilettenpapier! Aber auch Luxusartikel wie frisches Brot, deutsche Essiggurken, bayrischen Leberkäs und Schokoladekekse. Bei Aldi nur einzeln eintreten, jeder Kunde bekommt am Eingang Einweghandschuhe. Im Laden dadurch viel Freiraum und an der Kassen kein Gedränge. Beim Intermarché könnte jeder rein wie er wollte. Dort habe ich an der Tanke nochmal den Kanister fürdaa Aggregat gefüllt. Dann ging es esrt bisschen nach Osten und dann südlich an die „Talsperre Santa Clara“, 37.515753,-8.444178
Hier wollen wir ein paar Tage verbringen. Leider ist die Internetanbindung sehr schlecht. Klar hier im Nirvana braucht das außer uns keiner.
Unsere Nachbarn von gestern haben sich per SMS gemeldet und teilen mit das die Grenzen nach Spanien geschlossen sind. (Was immer das bedeutet)
Ab Mitternacht darf man nicht mehr mit dem Auto/Womo fahren.
Ausnahmen sind Einkaufsfahrten für die Dinge des täglichen Bedarfs, Womo Ver- und Entsorgung, Arzt und Apotheke. Das Womo darf ansonsten nicht verlassen werden. Das gilt vorerst bis Ende März.
Das sind sinnvolle Anordnungen die hoffendlich helfen die Sache in den Griff zu bekommen.
37.515753,-8.444178

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Update Dienstag 18:00

Die Gerüchteküche brodelt. Angeblich so ein Fahrverbot für Wohnmobile bestehen, kommen, was auch immer. Ein Anruf bei der Polizei und man gibt für heute Entwarnung. Was Morgen ist, weiß niemand.

Die Zahlen sind im Augenblick stabil. Keine Verschlechterung in den letzten 12 Stunden.
Hier ist es so, das man Läden nur noch einzeln betritt. In den Supermarkt werden bei Öffnung eine bestimmte Anzahl an Personen eingelassen und dann geht es: einer raus, dann einer rein. Restaurant wird nur jeder zweite Platz besetzt und bei verlassen sofort gereinigt.
Wir haben Mal unsere Vorräte überprüft und festgestellt das wir ohne Schwierigkeiten 14 Tage frei stehen können. Es gilt einen klaren Kopf zu behalten und gelassen der Sache entgegen schauen.
Seit versichert, wir passen auf uns auf. Ich hoffe nur, das sie uns nicht in ein Ghetto (Campingplatz) sperren. Da stehen wir dann dicht mit Leuten die man sich nicht als Nachbarn ausgesucht hat.
Heute etwas Datenvolumen für den Blog verballert. Habe den Ausbau von Ducato Mal auf eine Seite geschoben. Wie ich Überblick habe, kommen unsere Reisen dran. Ordnung ist das halbe Leben.
Die neuen Zahlen sind da und sie erschüttert mich einwenig. 448 Fälle würden gegen 15:33 gemeldet. Der Anstieg ist enorm.
Sind ein bisschen am Ufer spazieren gegangen und haben die Nasen in den Wind gehalten.

Wir bleiben erstmal hier in Odemira bei guter Netzversorgung. Gute Informationen sind schwer zu bekommen. Zumal das alles morgen schon anders ist. Da springen ein paar Zahlen in die Höhe und es sollte reagiert werden, oder auch nicht. Die Meinungen gehen weit auseinander.

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Ausbau-Blog geordnet, alles auf einer Seite.

wird nun wahr. Baubericht.

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Update Montag 17:30

(Portugal hat offiziell jetzt 169 Fälle. Gestern waren es „nur“ 112 Fälle.)
Das war gestern muss man leider sagen. Ich warte noch auf die offiziellen Zahlen, aber ich wäre ein Träumer wenn ich glaubte der Gipfel sei erreicht.
Die neuen Zahlen sind da. Portugal 245 Fälle, keine Toten, 2 Patienten geheilt.
Soeben, 11:50, erreicht mich die Nachricht von Klaus und Renate. Die fahren im Schnee! Und wenn die Bildunterschrift stimmt in Spanien.

Ich habe kurzerhand die Fahrertür geöffnet und ein Foto gemacht und den Zwei geschickt.

Die neuen Zahlen sind da, stand 15:30
Portugal 331 Fälle, 3 geheilt.
Dieser Satz gilt unverändert:
Macht euch keine Sorgen wenn wir uns Mal nicht gleich melden oder Antwort geben.

37.595372,-8.816297
Haben kurzfristig wegen starken Wind den Platz gewechselt und stehen in Odemira
37.597119,-8.645735

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Sonntag, nix Neues!

Portugal hat offiziell jetzt 169 Fälle. Gestern waren es „nur“ 112 Fälle.
Wir stehen hier gut, leider ist das Internetsignal sehr schlecht bis garnicht.
Haben eben mit einer deutschen Frau die hier lebt gesprochen. In dieser Gegend keine Fälle bekannt. Alle Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen. In der Apotheke nur einzeln Einlass und innen eine Absperrung das niemand direkt an den Tresen gelangt. Im Restaurant wir nur jeder zweite Stuhl besetzt und wenn du aufstehst kommt sofort jemand und reinigt den Platz. Es scheint mir im Augenblick der beste Platz in Europa zu sein.
Macht euch keine Sorgen wenn wir uns Mal nicht gleich melden oder Antwort geben.
Klaus und Renate haben beschlossen nach Hause zu fahren. Sie versorgen uns aus erster Hand mit Infos von unterwegs.
37.595372,-8.816297

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Ein paar Tage am Meer

Es ist Samstag und wir beschließen Hamsterkäufe zu tätigen. Odemira ist das Ziel. Die Liste liegt parat und sowie das späte Frühstück beendet und das Fahrzeug aufgeräumt ist, geht es los.
So, Hamsterkäufe beendet. Hamster waren ausverkauft, es gab nur noch Meerschweinchen. Habe das Gefühl irgendwas vergessen zu haben.2 Pakete Nudeln, 2 Stück Butter, 5 Packungen Kekse, 1 Liter Milch, 2 Packungen Käse, 2 Toastbrot. Kein Klopapier, keine Seife, das haben wir standartgemäß an Bord.
Wollte von dem leeren Regal beim Aldi in Odemira ein Foto machen. Bis ich meine Kamera geholt habe, haben die Mitarbeiter das Regal schon wieder aufgefüllt. Einen Reservekanister habe ich im Intermarché auch nicht bekommen. Waren nicht ausverkauft, sondern haben sie nicht im Programm.
Ich kann also zu dieser Panikmache leider nichts beitragen.
Scherz beiseite. Hier arbeiten alle im Verkauf mit Mundschutz und Handschuhen. Hygiene wird hier ganz groß geschrieben.
Jetzt steht Mal das Wochenende vor dem Wohnmobil und wir haben festgestellt das es hier Mega schön ist. Unser erstbester Platz ist leider von einen Franzosen besetzt worden, wir haben jetzt den zweitbesten.
Wenn andere ihren Urlaub auf einem Campingplatz verbringen, dann können wir Mal ne Woche an der Küste verweilen.
Internet ist jetzt noch weiter weg….
37.595372,-8.816297

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Der Virus

Wir haben gestern Nachmittag neue Nachbarn bekommen. Ein Belgier stellte sich neben mich. Ansonsten ist es hier ruhig. Man hört wie die Wellen gegen die Steilküste plätschern, ab und zu gehen Wanderer, oder ein einheimisches Fahrzeug fährt auf dem Weg, vorbei.
Der Belgier ist abgefahren und wir haben uns entschlossen noch eine Nacht an diesem schönen Platz zu bleiben.


Leider erreichen uns von Zuhause nur „Horror-Nachrichten“ die ich von hieraus nicht prüfen kann. Wir sind hier gut aufgehoben und haben alle wichtigen Medikamente für über 100 Tage an Bord. Den einzigen Hamsterkäufe den ich machen werde, ist ein zweiter Benzinkanister. Zuhause im Keller stehen 4 Stück rum, aber ich möchte hier meine Autark-Zeit vergrößern. Das Aggregat brauch deutlich unter 1 Liter in der Stunde. Die 7 Liter Tankinhalt und der 5 Literkanister sind im Extremfall etwas zu wenig. Zudem werden 4x 6 Liter Mineralwasser zusätzlich gebunkert. Mehr kann und will ich nicht tun, zumal Portugal z.Z. „nur“ 112 Fälle und keine Tote hat. Bei all unseren Besichtigungen waren wir oftmals alleine in der Kirche oder dem Museum. Hat den Vorteil das man sich viel mehr um den Einzelnen kümmert.
Leider ist an den schönen einsamen Plätzen das Internet nicht stabil. Texten kann ich, aber mit Bildern ist das sehr mühsam.
Ich werde weiter berichten, haltet aus daheim.
Immer noch 37.596673,-8.816505

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