Heimreise hat begonnen.

Falls es nicht klar rüberkommt, wir brechen ab und fahren langsam heim. Als die Entscheidung fiel lagen rund 2350 km vor uns. Da der Tank nicht ganz voll ist, heißt das zweimal Tanken. Einkaufen müssen wir nichts, der „Keller“ ist gut gefüllt. Da wir bisher in Kwarantäne gelebt haben, möchten wir unterwegs nix einfangen.
Wann wir Zuhause ankommen steht noch nicht fest, da unser Reise-Tempo recht nieder ist. Letztlich wollen wir auch die Heimreise genießen und die Augen links und rechts schweifen lassen. Es gibt unzählige Dinge entlang des Weges die wir nicht ignorien wollen, Storchennester, bunte Wiesen, knorrige Bäume.

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In der Nähe von Albufeira da Barragem do Caia, Portugal

So langsam überkommt uns eine komische Stimmung. Du fährst über leere Straßen, keiner begegnet dir. Dörfer sind wie ausgestorben. Unternehmen kann man nichts mehr. Aufgrund des Ausnahmezustand darf immer nur einer den Wagen verlassen. Nix mit gemeinsam einkaufen. Klar, draußen in der Natur kräht mal kein Hahn nach dir, aber alles was wir tun, tun wir mit schlechtem Gewissen.
Fühlen uns ein bisschen wie die „Smoker“ in „Waterworld“. Ein großes Schiff mit allem was die anderen wollen, Toilettenpapier, Schokokekse, Nudeln.
Daher führen jetzt die Wege nach Nordosten. Dann können wir immer behaupten: „Wir sind auf dem Heimweg.“
Auf keinen Fall möchte ich in irgendeiner Schlange vor irgendwas zu stehen kommen. Obwohl, um was mache ich mir Sorgen? Ich brauche meine Burg für nichts zu verlassen, egal wo wir stehen.
Gut geschlafen an dem neuen Platz. Frisch geduscht sitzen wir am Frühstückstisch und planen den Tag. Wir beschließen größere Schritte zu machen. Das Wetter erleichtert die Entscheidung, es regnet.
Nun sind wir am neuen Übernachtungsplatz angekommen, fast am See.
Aber der Weg ist ziemlich rau und so hat eine kleine Baumgruppe mich zum stehen eingeladen. Ein schöner Platz, schaut selbst.

Drohnenbild


Drohnenbild


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Wir müssen weg.

Ich glaube ich weiß jetzt warum wir nicht nach Marokko gefahren sind. Immerwieder habe ich darüber nachgedacht rüber zu fahren. Da wir eh den Großteil alleine gefahren wären, ist das fehlen des „Stammtisches“ kein Hinderungsgrund. Aber letztlich haben wir uns dagegen entschieden. Gut so.
Aber nicht nur in Nador sitzen Reisende aus Deutschland nach wie vor fest, sondern auch vor der spanischen Exklave Ceuta. So wie Hartmut aus München, der sich ebenfalls an das ARD-Studio Nordwestafrika gewendet hat.
„Hier bahnen sich katastrophale Verhältnisse an“
„Ich bin hier in der Schlange von Ceuta. Ich bin ungefähr die Nummer 270 von mittlerweile 400 Wohnmobilen, die vor Ceuta warten.“ Hartmut schickt Fotos. Sie zeigen kilometerlange Kolonnen von Wohnmobilen und PKW vor der Grenze zur spanischen Exklave in Nordmarokko. Viele Reisende hatten sich erhofft, von hier aus per Fähre noch nach Europa übersetzen zu können. Doch Spanien hat die Grenzen komplett geschlossen. Nun warten sie – Camper, alte Menschen, Familien mit kleinen Kindern. Und die Lage spitzt sich zu.
„Es ist kalt, es regnet, es ist windig, es gibt kein Wasser, es gibt keine Toiletten, es gibt nur wenig einzukaufen. Hier bahnen sich in nur wenigen Tagen – oder man muss sagen: in wenigen Stunden – katastrophale Verhältnisse an“, warnt Harmut. Die Menschen müssten tagelang in ihren Autos sitzen, teils ohne Verpflegung. „Wir können keinen Campingplatz suchen, wo wir die Lage abwarten. Wir dürfen nicht mehr reisen“, erläutert er.

Pläne machen tut in dieser Zeit nicht wirklich. Wollte heute das Mobil umstellen und optimal ausrichten, da hupt es um 10:40 auf dem Platz. Dezent, aber so das man es hört. Ein Blick durchs Fenster, ein Streifenwagen steht neben uns. Ich, erst eine Socke an, stürze in die Hose und schlüpfe in meine Schuhe.
Mein Englisch und das des Polizisten passten gut zusammen. Man erklärt mir und allen anderen das hier das Campen verboten ist. Es sei ihnen mitgeteilt worden das viele hier stehen und so müsse er einschreiten. Sie kommen wieder und wer dann noch auf dem Platz ist muss Strafe bezahlen.
So ist für mich das entleeren der Tanks plötzlich kein Problem mehr und nach dem Frühstück werden wir zusammenpacken und uns ein neues Domizil suchen.
Sind am neuen Platz angekommen. Stehen jetzt Probe und sondieren die Lage. Beim wegfahren haben wir nochmal die Wassertanks gefüllt, damit wir unabhängig sind. Es ist schön gespenstisch über die menschenleeren Straßen zu fahren.
Hier Mal der Grund warum wir hierbleiben wollen.

Es bleibt spannend!
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Talsperre, Tag 11

Im Westen nichts neues, außer das der Platz „voll“ ist. Gestern Abend ist bei Dunkelheit der letzte angekommen. Sonne scheint und die Stimmung ist gut. Links wird Federball gespielt, Rechts sitzt man am Bordstein und unterhält sich. Alle bisschen auf Abstand mit dem Wissen: „Wir sitzen alle im gleichen Boot.“
Da es nicht viel zum schreiben gibt, haben wir heute einen kleinen Spaziergang gemacht und bisschen fotografiert. Immer dem See entlang, bis Hüfte, Knie und Fersensporn um Hilfe geschrien.

Unsere Badeinsel


Wanderweg


Auf dem Rückweg


Feuerstelle mit Zufahrt


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Talsperre, Tag 10

Was gibt es Neues? Hier Informationen die mich erreichten:

Spanische Campingplätze schließen wegen Corona-Krise — 26.03.2020
Spanien weist deutsche Camper aus

Tausende Camper sind auf dem Rückweg aus Spanien, darunter viele Deutsche. Grund: Wegen des Corona-Virus müssen die Campingplätze schließen. AUTO BILD hat alle Infos und Tipps für die Heimreise!

Vom neuen Coronavirus und den mit ihm einhergehenden Vorsichtsmaßnahmen sind jetzt auch Camper in Spanien betroffen. Allein 50.000 Deutsche verbringen normalerweise den Winter in der Sonne der iberischen Halbinsel. Dazu kommen Tausende Niederländer, Franzosen und Briten sowie Schweizer, die überwiegende Mehrheit im Rentenalter. Doch mit dem sonnigen Idyll ist es nun vorbei: Am 26. März 2020 müssen in Spanien sämtliche Unterbringungsmöglichkeiten für Touristen zumachen. Grund ist der Ausnahmezustand, in dem sich das Land wegen des Coronavirus befindet. Das staatliche Dekret schließt alles vom Hotel über die Ferienwohnung bis zum Campingplatz ein. Eine Handvoll Plätze mit Ausnahmegenehmigungen für Dauercamper soll es im Land geben. Dort gelten strengste Auflagen, gemeinschaftliche Einrichtungen wie die Sanitäranlagen dürfen nicht genutzt werden. Die Mehrheit der Platzbetreiber schickt ihre Gäste aber nach Hause. Neue Gäste werden seit dem 18. März nicht mehr angenommen.
Komplette Hausstände, betagte Menschen
Das mit der Abreise ist für viele der betroffenen Camper leichter gesagt als getan. Schließlich kommen sie meist für mehrere Monate nach Spanien und parken nicht einfach nur irgendwo ihr Reisemobil oder ihren Wohnanhänger. Da geht es um ganze Hausstände, Gartenmöbel, Zelte, Boote und Fahrräder. Manchmal muss sogar ein mitgebrachter Pkw auf den Hänger und mitgenommen werden. Außerdem sind die meisten dieser Wintercamper 65 und älter. Da fährt man nicht mehr einfach so 2500 Kilometer am Stück.
Gut: Die Heimreise sollte möglich sein
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Nach AUTO BILD-Informationen wurden heimkehrende Camper bisher an den Grenzen zwischen Spanien und Frankreich sowie von Frankreich nach Deutschland durchgelassen. Es kann dort zwar zu Wartezeiten kommen, doch mit Reisemobil oder Wohnwagen sollte das weniger dramatisch sein als ohne. Die Polizei in Spanien und Frankreich kontrolliert umfassend. Sie lässt Reisende aber weiterfahren, wenn klar ersichtlich ist, dass sie auf dem Weg nach Hause sind. Tankstellen und Supermärkte haben geöffnet, normalerweise kann ab einem Betrag von sechs Euro mit Karte bezahlt werden. Ruhepausen auf Parkplätzen (speziell auch über Nacht) werden geduldet. Spanien hat darüber hinaus eine Liste mit Unterkünften herausgegeben, in denen Menschen unterkommen können, die jetzt reisen müssen. Sie ist hier bei unseren Kollegen von AUTO BILD Spanien einzusehen. Spanisch-Kenntnisse sind dank einer leicht verständlichen Karte und einer Namensliste nicht zwingend.
Wichtig: Corona-Verhaltensregeln beachten!
Die national ausgegebenen Corona-Verhaltensregeln sollten unbedingt beachtet werden. In Spanien bedeutet das vor allem, dass man sein Fahrzeug nur alleine verlassen darf. Das Gleiche gilt fürs Betreten eines Supermarktes oder einer Tankstelle. Wer die Filiale einer großen Kette anfährt, hat gute Chancen, dass das gesuchte Produkt vorrätig ist – egal ob es um Diesel oder um eine Rolle Kekse geht. An der Zapfsäule wird erwartet, randvoll zu tanken, um möglichst selten anhalten zu müssen. Ein Mindestabstand von zwei Metern zur nächsten Person ist unbedingt einzuhalten. An manchen spanischen Raststätten können die Toiletten verschlossen sein. So versuchen die Betreiber die Trucker, die das Land aktuell am Laufen halten, vor Ansteckung zu schützen. Diskussion hilft in so einem Fall nicht. Dann muss auf die Bordtoilette ausgewichen werden.
Autor: Lars Hänsch-Petersen

Spanien hat mit fast 58t Fällen Rang 4 in der Welt, dicht gefolgt von Deutschland mit 46t.
Da ist Portugal mit 4t Fällen auf Platz 16 eine andere Hausnummer.
Was in all den Zahlen fehlt sind die zuverlässige Anzahl der Menschen welche die Krankheit überstanden haben. Bayern hat angeblich gerademal 99 Leute welche die Krankheit überstanden haben. NRW bietet da schon 837, bei etwas mehr an Fällen.
Ohne die Zahlen der Gesunden gibt das ins tiefschwarze verzerrte Prognosen von denen ich mich nicht verrückt machen lasse.
Der Platz füllt sich. Viele Stellpätze in Portugal werden jetzt tatsächlich geschlossen. Hier am See stehen nun mehrere Gleichgesinnte mit der Absicht so lange wie möglich hier zu bleiben. Anscheinend werden die Heimreisenden aufgefordert die Autobahn zu benützten und diese nicht mehr zu verlassen. In diesen Schwung möchte ich auf keinen Fall geraten. Die Stimmung ist jedenfalls gut!

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Talsperre, Tag 9

Wir stehen jetzt vorne an der Mauer. Da habe ich Abends länger Sonne und ich kann vom Wohnzimmer aus in den See schauen.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster


Blick aus der Haustüre


Es gibt nicht neues und so muss das Alte herhalten.
Corona ist weltweit verbreitet, aber hier im Alentejo hat es nur 6 Fälle. Das Alentejo ist etwa so groß wie Baden-Württemberg mit etwa 11.000.000 Einwohner, hat aber nur 760.000 Einwohner.
Gestern waren wir in Odemira beim Wasser bunkern. Neben dem Brunnen stehen Tische und Bänke sowie eine Feuerstelle. Unter den Bäumen kann man im Schatten sitzen. Das tut ein junger Mann auch und hat sein Handy in der Hand. Alles kein Problem, der Platz ist größer als er auf dem gestrigen Bild wirkt.
Ein Streifenwagen hält an und winkt den jungen Mann näher. Mit etwas Abstand zum Streifenwagen bekommt er einen Wink das er stehen bleiben soll. Nach dem Ausweis wird gefragt und dann bekommt es die Anweisung sofort nach Hause zu gehen. Ich darf unbehelligt weiter machen. Ja, die Straßen sind leer. Auf dem Weg hierher bin ich keinen Fahrzeug begegnet, nur hier in der Stadt fahren einige Autos.
Zurück zum See. Wetter toll. Haben den Nachmittagskaffee auf der Terrasse zu uns genommen.

Blick von der Terrasse


Blick von der Terrasse


Jetzt ist es bisschen windig und so gehen wir eine Etage tiefer.

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Talsperre, Tag 8

Einfacher wie gedacht. Ja, so geht es manchmal wenn man groß Pläne macht.
Es hat hier auf dem Platz einen funktionierenden Wasserhahn. Der Sanitärcontainer ist zwar verschlossen, aber an der Rückseite gibt es einen Wasserhahn.
Wir haben trotzdem an unserem Plan, nach Odemira zu fahren, festgehalten. Unterwegs trotzdem die Augen offen gehalten. Ein Brunnen war schon lange trocken. Ein Zweiter war kein Brunnen und am Ortseingang von Odemira war das Wasser abgestellt. Aber der Hahn oberhalb des Platzes, wo wir schonmal genächtigt haben, der ging. Rein in die Bucht, Schlauch raus und gleich eine Waschmaschine voll im Kurzprogramm durchlaufen lassen.

Dann ab zu Aldi. Dort auf dem Parkplatz gleich sie Zweite hinterher. Vom Einkauf zurückwar die Wäsche gewaschen. Die reichlichen Vorräte eingeräumt und zurück zum Intermarche. Unterwegs wieder am Hahn angehalten und sicherheitshalber die Wassertanks gefüllt. Intermarche getankt und neben Toastbrot noch paar Kleinigkeiten gekauft. Sind komplett ausgerüstet und mit allem versorgt.
Als Nachtplatz haben wir den alten Stellplatz an der Talsperre angefahren.
Dann brauche ich keine neue Überschrift.
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Talsperre, Tag 7

Ein schöner Tag! Früh schon sind die Batterien voll und an Frühstückstisch fehlt nichts. Blog war einige Zeit nicht erreichbar, die hohen Zugriffszahlen haben der Server abstürzen lassen. (Kleiner Scherz)
Dann Kontakt in die Heimat aufgenommen. Im Haus geht scheinbar einiges daneben. Könnte aber mit zwei Anrufen und einem Mail bisschen helfen.
Dago’s Schmerzen verlagern sich jetzt. Das Schienbein tut nicht mehr ganz so weh, dafür meldet sich die Schulter und der Ellbogen. Die Sache ist aber glimpflich verlaufen und wir machen schon Scherze darüber.
Sitzen auf der Dachterrasse und lesen oder schreiben für den Blog.
Nebenbei versucht ein paar anständige Zahlen zu Corona zu finden. Ich komme zu dem Entschluss das die Zahlen getürkt sind. Die Zahl der Leute die diese Grippe bei uns überstanden haben, hinkt hinter allen Ländern zurück. Egal ob links oder rechts von D, alle haben bessere Zahlen bei den Leuten die gesund geworden sind. Ich vermute das bei passender Gelegenheit diese Zahlen nachgereicht und als „Erfolg“ für irgendeine Aktion gewertet werden.
Zurück nach Portugal. Wir schmieden einen Plan. Berichten zufolge sind alle Wohnmobilversorgungsstationen geschlossen worden. Nur wer auf einer Anlage schon länger sesshaft ist, kann wenn der Betreiber zustimmt, bleiben. Wir fahren morgen nach „Odemira“ und versuchen dort, oder schon auf dem Wege dorthin unsere Tanks zu füllen. Wenn das klappt, werden vor Ort zwei Waschladungen gewaschen und der Verbrauch gleich wieder aufgefüllt. Beim Einkaufen wird zusätzlich Mineralwasser gebunkert. Dann sind wir sicher für weitere 3 Wochen freies stehen gewappnet. Solten alle mir bekannten Wasserhähne „geschlossen“ sein, kenne ich noch eine Quelle, die müsste zugänglich sein. Nicht der kürzeste Weg, aber eine Option. Morgen um diese Zeit bin ich schlauer.
Einige werden über unser Handeln den Kopf schütteln, aber hier ist alles besser wie Zuhause, ausser dem Krankenhaus vielleicht. Aber es ist ja keine Pflicht den Virus zu bekommen. Zuhause angekommen würde ich dann die nächste Zeit keine Reise starten können!
Ansonsten nichts Neues im Westen.

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Talsperre, Tag 6

Heute ist es teilweise sonnig. Dadurch guten Ertrag aus der Solaranlage. Dago ist heute gestürzt und hat sich ordentlich weh getan. Gestolpert beim Eingang lag sie plötzlich vor der Küche. Nichts ernstes passiert, glücklicher Weise! Schienbein zwei ordentliche Abschürfungen von der Türschwelle.
Wir sitzen und lesen. Trinken Tee und essen Kekse. Ich habe eine bessere Karte in Sache Corona-Virus entdeckt.
https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/
Da kann man auf einen Blick auch erkennen wo es „besser“ wird und verbreitet somit keine Endzeitstimmung.
Wieder sind in der früh einige „Nachbarn“ abgereist, autark stehen ist nicht so einfach wie es sich anhört. Auch ich entdecke in dieser Ausnahmezeit schwächen an meinem System und erarbeite im Kopf schon Lösungen. Es ist immer das Wasser, welches zuerst zu Ende geht. Klar ist hier ein riesiger See mit Süßwasser, aber soweit sind wir noch nicht. Wichtig ist eine vernünftige Einkaufsliste damit wir unsere Auszeit nicht wegen eines schnöden Artikels vorzeitig unterbrechen müssen. Ich möchte den Kontakt zu vermeintlichen Überträgern so gering wie irgendmöglich halten. Wir sind uns schon im klaren darüber, das im Falle einer Infektion wir fern der Heimat sind. Die Chance einer Infektion ist aber Daheim viel größer.
Es wird wieder Abend und ich stelle abermals fest, es ist schön hier. Speziell am Abend gibt es wunderbares Licht. Die Bäume und ihre Schatten, die Wolken und dahinter der blaue Himmel. Das macht die „Kwarantäne“ zum aushalten.
Wasser reicht morgen noch locker und so werden wir sicher noch hier bleiben.

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Talsperre, Tag 5

Heute Mal sicherheitshalber den Urintank geprüft. Kapazität noch lange nicht ausgeschöpft. Gut, ich gestehe, ab und zu am Ende des Weges, wir stehen in einer kurzen Sackgasse, eine Stange Wasser wild zu entsorgen. Beim öffnen der Staubox habe ich einen Verschluss zerstört. Die Teile sind eh suboptimal und auf lange Sicht muss ich nacharbeiten. Habe mit einer Schraube und einem Bohrloch eine feste Verriegelung gebastelt.
Ansonsten lassen wir es uns gut gehen. Halten uns fern von anderen Leuten. Lesen viel und Stöbern im Internet nach vernünftigen Zahlen. Aber anscheinend gibt es die nicht. Alles ist auf Endzeit ausgerichtet und großteils Müll. Echte Zahlen muss man leider selbst errechnen!
Glücklicherweise erreichen uns auch gute Nachrichten und Zuhause in der Familie scheint alles ruhig zu sein.
Ansonsten im Westen nichts neues.

Drohnenbild


Ganz links stehen wir.

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