Wir haben gut geschlafen.

Hallo Freunde
Die erste Nacht im feststehenden Haus. In den Morgenstunden registrierte ich im Halbschlaf das Geräusch eines LKWs. Wo und wie stehen wir? Diese Frage ging mir blitzartig durch den Kopf. Die Augen mit schmalen Schlitzen geöffnet sah ich einen komischen Lichtkegel und dachte, welche Lampe im Womo brennt noch? Es war das „Kinderlicht“ welches für meine Prinzessin in der Nacht brennt, daß ich durch die angelehnte Schlafzimmertür erspähte. Alles so neu und fremd. Jetzt gut ausgeschlafen laufe ich durch die Wohnung und suche meine Prinzessin. So viele Türen und eine ist zu. Sie ist im Bad und wäscht ausser Wäsche ihre Haare. Das geht hier natürlich besser, mehr Raum und Wasser stehen zur Verfügung. Man muss sich umstellen und drandenken, nach dem Geschäft die Spülung zu betätigen. Beim Duschen den Wasserhahn ganz aufdrehen, damit der Durchlauferhitzer anspringt.
Aber wir werden das schaffen, da bin ich mir sicher.
Sowie man die Nase aus der Türe oder dem Fenster steckt wird man von den Nachbarn angesprochen. Euer Urlaub schon zu Ende? Ich erkläre dann immer, das ich keinen Urlaub mehr habe. Nie mehr im Leben habe ich Urlaub. Um das zu verarbeiten habe ich von meiner Psychiaterin gute Tabletten bekommen. Aber wir haben Zeit um zu Reisen, das wollten wir immer machen. Die letzte Reise begann Mitte Januar und fand ein Ende als unser Außenminister uns aufforderte nach Hause zu kommen. Wir haben uns Zeit gelassen und immer daran gezweifelt ob es richtig ist. Die Gefahr sich anzustecken ist hier um ein Vielfaches größer, als in Portugal. Klar, wenn man sich angesteckt hat gibt es laut Statistik kein besseres Land wie D. Es ist aber keine Pflicht sich anzustecken. Nicht alle müssen diese Krankheit bekommen.
Der Grund warum wir Heim gekommen sind ist, das alles geschlossen ist. Kein Kathedrale oder Museum ist offen. Camping- und Stellplätze wurden geschlossen. Kein Souvenirs Shop bietet seine Waren an. Die Leute haben Ausgangssperre und nur Leute mit autarken Wohnmobil könnten sich frei bewegen. Das macht keinen Spaß. Die Heimfahrt war stellenweise gespenstisch. Menschenleere Straßen und Städte. Das Leben normalisierte sich erst ab Saarbrücken. Für uns fast normaler Autoverkehr. Nur der Mann der Security vor und das leere Klopapierregal im Aldi machen nachdenklich.

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Daheim angekommen.

Wir rüsten für die letzte Fahrt. Statt Betten machen, Betten abziehen. Um mich zu ärgern streikte das Aggregat. Es wollte eine trockene Zündkerze. Habe es nebenbei gleich getankt. Heute geht dann alles igendwie anders. Machen eine, besser gesagt zwei, Einkaufslisten. Wir werden als getrennte Personen mit zwei Wagen einkaufen und diese Prozedur bis nach Hause wiederholen. Wir werden jetzt wie die Hamster einkaufen. Ich möchte Zuhause so wenig wie möglich vor die Tür. Haben hier so sicher in unserer selbst auferlegten Quarantäne das gut überstanden und möchte es mir nicht zu Hause einfangen.
Franz sagt 269 km. Es geht los.
Mein Wunschübergang ist zu. Franz weiß nichts genaueres. Internet schweigt sich aus. So haben wir den „Umweg“, gibt es mit dem Wohnmobil nicht, über Saarbrücken gewählt. Zwei nette Herren in blauer Uniform und Mundschutz geben uns ein Zeichen zu anhalten. Wo wir herkommen? Portugal. Urlaub abgebrochen? Nein, unser Außenminister hat uns zurückgerufen und Urlaub gibt es in meinem Alter nicht mehr. Gute Weiterfahrt und bleiben sie gesund. Ich bedanke mich und wünsche ebenfalls gute Gesundheit. Das war es, naja nicht ganz. Einen winzigen Zwischenfall hat es beim Tanken gegeben. Habe mich zuerst über mich geärgert. Den aktuellen Dieselpreise noch nicht am Schirm, fahre ich an einer Tanke mit 1,059€ vorbei. Doch kurze Zeit später ein Supermarkt mit 1,029€. Rein und voll die Karre. Regt sich tatsächlich jemand darüber auf, das wir mit dem Wohnmobil rumfahren. Ich hab’s zu spät registriert, sonst hätte ich mit der Dame eine Runde diskutiert.
Egal, dann noch einen Aldi überfallen und fast alles bekommen. Leider kein Toilettenpapier, das ist scheinbar die Schwarzmarktwährung.
Franz hat uns über schöne Landstraßen bis kurz vor Karlsruhe gebracht, dann ging auf die Autobahn. Ich bin erstaunt wie viele Autos hier fahren. Bin das fast nicht mehr gewohnt.
Jetzt Zuhause, Schmutzwäsche und Lebensmittel in die Wohnung geschafft, bin ich geschafft.
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In der Nähe von 57810 Languimberg, Frankreich

Heute auch nur 145 Kilometer geschafft. In Nancy habe ich einen schlafenden Polizisten übersehen. Das hat ein Glas unseres kostbaren Senfkristalles das Leben gekostet. Dago hat den Schrank geöffnet und das Glas hat sich in selbstmörderischer Absicht auf den Tisch gestürzt. Diese Aktion hat eine Reinigung der Polster und des Bodens nach sich gezogen.

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In der Nähe von 52200 Saint-Ciergues, Frankreich

Rund 155 km sind wir heute gekommen. Dann hat mich die Müdigkeit gezwungen einen Schlafplatz zu suchen. Kleinste Straßen und Wege müssten dazu unter die Räder gekommen werden. Das Bild aus dem Wohnzimmerfenster sagt mir daß es eine gute Wahl war.

Jetzt gibt es erstmal Kaffee, dann sehen wir weiter.
Update 16:30
Ein Streifenwagen fährt auf den Parkplatz. Beide Beamte steigen aus. Machen Selfies und steigen wieder ein.

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Einsam durch Frankreich

Es ist gespenstisch hier zu fahren. Die Straßen sind leer. Ab und zu sieht man jemand im Garten. So gut wie keine Autos. Da hat mich so bedrückt, das wir nach 47 Kilometer schon anhalten müssten. Ein Lkw-Parkplatz hat meine Aufmerksamkeit erregt.

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Nicht viel weiter. ;-)

Früh durch den einsetzenden Verkehr aufgewacht. Nach dem Frühstück die Karte genommen und mal das Auge drüber schweifen lassen. Zwei kleine Seen entdeckt, die sich aber als Nieten heraus gestellt haben. Leicht frustriert „Franz“ den Befehl gegen: Nach Hause, dann ihn aber gezwungen umzurechnen. Sind einfach bisschen nördlich gefahren und irgendwas ließ mich umdrehen. Rein in die Einfahrt und gleich auf das Gelände der Fischer eingebogen.

Hier stehen wir Mal und warten ab was passiert.
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Uns geht es gut!

Heute früh hat ein Auto neben uns gehalten und dann, Sackgasse, gewendet und ist wieder weg gefahren. Ich vermute es waren die Ordnungshüter, man kann uns von der Straße aus sehen. Das und die Erfahrung mit der Polizeisperre vor Bordeaux bringen uns dazu die Idee, die mein Sohn Michael gestern angesprochen hat, umzusetzen. Wir gehen nun die Politik der kleinen Schritte, mit dem Wissen das Ziel mit einem großen Schritt zu erreichen. Das Wetter ist gut und die Gegend toll. Was wollen wir mehr?

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Wieder eine Nacht in Frankreich

Uff, das war gestern ein langer Tag. War nicht so gewollt, hat sich so ergeben. Ich werde Zuhause noch ein paar Fotos nach schieben, aber im Augenblick ist das mir zu stressig. Bin neugierig ob das Frankreich genauso ruhig und verlassen wirkt wir Portugal und Spanien. Gestern Abend hat das nicht so gewirkt. Klar das war ein Ballungsgebiet. Werden sehen was der Tag bringt.
Mitten auf der Autobahn kurz vor Bordeaux, linke Spur gesperrt. Großes Aufgebot an Polizei und alles was nicht nach Warenverkehr, oder wie wir nach Transit aussieht wird rechts raus auf den Parkplatz gewunken. Alle ohne Ausnahme! Ich nehme an sie müssen erklären warum sie hier fahren. Ansonsten läuft es gut. Kaum Verkehr, nur LKWS und wir. Wie der Tag sich langsam neigt, sehe ich auf dem Navi eine Abkürzung. Die haben wir auch schon auf der Herfahrt benutzt und bei der gesperrten Brücke übernachtet.
Siehe: https://peter.trunner.de/2020/01/frankreich-2te-uebernachtung/
Das machen wir wieder. Franz wehrt sich zwar verzweifelt, aber ich setze mich durch. Dago glaubt schon nicht mehr an den Platz, da taucht er auf.

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Spanien nach Frankreich

Guten Morgen Zuhause. Ein blöder Satz, da ich ja erst am Abend hochlade.
Aber ich möchte mich bei allen bedanken die uns so toll mit Informationen versorgen. Egal ob das die „Alten Freunde“ von daheim, oder die neu dazugekommen Reisebekanntschaften. Die einen betreiben Recherche am Computer, die anderen berichten von ihren aktuellen Erfahrungen. Das lässt uns einigermaßen entspannt reisen.

Heute bisschen spät, aber ich habe einiges an Kilometern runter gemacht. Jetzt haben wir noch 1252km vor uns. Meine Zweistoppstrategie ist leider nicht aufgegangen, der letzte Spanische Tankwart hat mich zum Tanken gezwungen. Da steht auf der Leuchtreklame Diesel 0.979€, ein Schwabe kommt da dran nicht vorbei.
Die Grenze war von vielen Streifenwagen und Militär gesichert, aber wir bekamen kein Signal zum anhalten und ich werde den Teufel tun um mit denen zu diskutieren.
Also haben wir rüber gemacht und waren dann in dem dicht besiedelten Gebiet. Habe immer auf die französische Parkplatzkultur gehofft und einen schönen Picknickplatz erwartet. Nix war’s und so ist die Zeit vergangen. Jetzt stehen wir am Waldrand auf der Zufahrt zu einem weit zurück gesetzten Haus. Rechts auf Keile gefahren, Sitz gedreht und Feierabend.
Internet gibt es leider fast nicht.
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Portugal nach Spanien

Bimm, bimm, bimm ….
Die Kühe haben uns geweckt. Es war kalt in der Nacht und die Heizung lief auf kleiner Stufe durch. Wenige Kilometer vor der Grenze müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehört auch das der Müll entsorgt und einiges umgeräumt wird.
So, Frühstück fertig, Aggregat getankt, 4 Liter in Reserve, Müll vorsortiert, es kann losgehen.
Hat bis zum Müll entsorgen alles geklappt, aber dann wollten wir eine kleine Straße zur Grenze hin fahren. Beim Starten bekommt „Franz“ einen Schluckauf!!!! Bislange hat er wieder brav gearbeitet. Nachdem zweimaligen Neustarten nichts brachte und Franz einfach dunkel blieb, müsste „Kurt“ ran. Der aber noch kleinere Straßen, mir zu klein, entdeckt hat. Hilft nix, Karte raus und Straßenschilder lesen, die Älteren werden das noch kennen.
Die Schlange an der Grenze ist überschaubar, ein Sattelzug, ein Lieferwagen und dann wir. Wir werden angehalten und registriert. Bekommen die Verhaltensregeln in Englisch schriftlich ausgehändigt und müssen den Erhalt quittieren.
Zurück in unserer Burg erstmal Hände waschen. Dann erwacht auch Franz aus seinem Tiefschlaf und es geht weiter quer durch Spanien. Rund 2385km liegen vor uns. Eine gut ausgebaute mautfreie Schnellstraße lässt zügiges fahren zu. Ich wähle ein Tempo um die 90km/h, damit ich den LKWS nicht im Wege bin. Aber was mache ich mir Gedanken, hier ist auch nichts los. Fast niemand kommt einem entgegen, vor und hinter mir nichts.
So langsam wird es Zeit einen Nachtplatz zu finden. Diesen möchte ich aber mit vollem Tank anfahren. Bis jetzt scheint meine Rechnung aufzugehen. Tankstopp etwas vorgezogen, noch fast 200km Radius möglich, einen See angefahren.
Seht selbst, trotz Bewölkung ein top Platz.

Drohnenbild


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