Werkstattbesuch

Pünktlich um kurz nach 9:00 war ich wie gewünscht in der Werkstatt. Hat dann, nach dem Papierkrieg etwas gedauert bis der Mechaniker, ich vermute der Meister, mit dem Laptop ankam. Der Verbindungsaufbau gestaltete sich schwierig. Zwei verschiedene Module würden eingesteckt. Dann würde telefoniert und mit mehren Ausdrucken hantiert und auf den Tasten herumgetippt. War nicht sonderlich überzeugend. Nach einer Stunde hat mir die Dolmetscherin erklärt das eine Störung im Dieselsystem vorliegt. Man wechselt jetzt den Dieselfilter und gibt mir das Protokoll mit und ein Schreiben was sie gemacht haben. Bin gespannt wie das weiter geht. Der Tank ist ziemlich leer und nach dieser Aktion wird er neu befüllt.
So, 13:00 Uhr und der Wagen hat einen neuen Dieselfilter und das Autohaus 145€. Man hat mir den alten Filtereinsatz gezeigt. Der war deutlich gezeichnet. Hoffe das damit der Wagen wieder gut läuft.
Das mit dem Auslesen des Fehlerspeichers hat mich etwas verwundert. Hat länger gedauert wie den Filter zu wechseln. Ich glaube ich muss mir so ein Gerät oder App selber zulegen. Da kann mir sicher jemand der Leser einen guten Tipp geben. Drandenken, ich bin armer Rentner 😭.
Ohne geht das auf Dauer nicht, die Sensoren sprechen an, bevor man(n) den Fehler oder seine Auswirkungen spürt. Da geht die Karre aus irgendeinem Grund in das Notprogramm und du kannst nicht spüren/fühlen/erahnen woran das liegt.
Jetzt haben wir uns den Bauch vollgeschlagen und über unser weiters Vorgehen geredet. Wir bleiben auf Ostkurs und wechseln über nach Spanien. Bin neugierig wie die nächsten Kilometer werden. Sicher sehr anspruchsvoll, die Autobahn ist mautpflichtig und wir werden diese auf drittklassigen Straßen umfahren. Auf den Autobahnen siehst du halt nichts außer Leitplanken und andere Autofahrer. Noch haben wir Zeit und können die Gegend genießen. Werden hier noch etwas Wasser bunkern und dann die letzte Intermarché-Tankstelle in Portugal anfahren. Diese unterbietet sogar die billigeren spanischen Tankstellen. Hoffe das es klappt.
Das hat geklappt. Vollgetankt und 1,699€/L bezahlt. Muss jetzt sparen da die Reparatur drei Tagessätze meiner Reisekasse verbraucht hat😄.
Der Einkauf war jedoch nicht überzeugend. Einiges was wir wollten gab es nicht. Diese leckere Marmelade oder frische Milch. Dafür haben wir für Ostern einige Fertigkuchen in handlichen Teilen erstanden.
Dann ging es auf die Autobahn, einmal ein paar Kilometer machen. Der Wagen lief bis zum Ende störungsfrei, Hurra!
Sind kurz vor Salamanca rechts abgebogen und nach Huerta gefahren. Park4night hat einen lauschigen Stellplatz direkt am Fluss angepriesen, den wir nun mit zwei weiteren Campern teilen.

Hier gibt es kostenloses WLAN, welches ich nachher nütze um das Online-Album zu pflegen. Das hilft mir den Jetlag zu überwinden. So von jetzt auf nachher in eine andere Zeitzone zu kommen belastet ungemein.
40,9670212, -5,4700904
Heute 145km in 3:10h gemeistert.

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Viseu – Guarda

Haben in Viseu uns zwei Kirchen

Igreja da Misericordia


Igreja da Misericordia
von innen


Viseu Cathedral


Viseu Cathedral
von innen


und ein Museum, Museu Nacional Grão Vasco, zu Gemüte geführt. Im Museum hatte ich WLAN und habe zumindest meine Handy-Fotos ins Online-Album gestellt. Wegen meinem Mobil den Plan, weiter in den Norden zu fahren, geändert und Guarda, mit der nächstgelegenen Fiat-Werkstatt, im Osten eingegeben. In der Werkstatt lange auf einen mehrsprachigen Mitarbeiter gewartet. Nach fast einer Stunde könnte ich mein Problem vortragen und einen Termin für den nächsten Morgen ausmachen. Sind danach zum Franzosen gefahren um Brot, Milch und Co zu besorgen. Habe, damit die Heizung sicher Sprit bekommt gleich 20€ nachgeschüttet. Stehen jetzt unweit des AH auf einem Parkplatz. Der Fehler ist auf dieser Fahrt nochmals aufgetreten und der Wagen springt schlecht an. Klingt nicht gut für die Reisekasse. Morgen bin ich schlauer.
74km bei 2:20h Fahrzeit und einige Meter zu Fuß.

40,5492513, -7,2435623

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Leira – Viseu

In Leira hat das Wetter uns unser Tun vorschreiben wollen. Launische Regengüsse mit Sonne gemischt machten die Kleiderwahl für den Ausflug zum Castelo zur Qual. Regenjacke und bei Sonne ersticken, oder leichte Jacke mit Regenschirm, oder es regnet garnicht und man möchte im T-Shirt laufen. Habe mein Frühstück vorgezogen, den mit leerem Magen schafe ich den Aufstieg nicht. Ich schafe den Aufstieg schon, bekomme aber dermaßen schlechte Laune dabei. Da wir noch nicht einkaufen waren müsste eine Schale Cornflakes reichen. Frisch gestärkt wollte ich meine Schuhe anziehen, da fragte das Wetter:“Hast du auch Gummistiefel dabei?“
Da haben wir dem Wetter eine lange Nase gedreht und den Besuch des Castelo auf nächstes Mal verschoben. Sind dann Richtung Viseu losgefahren und wollten unterwegs einen Stellplatz mit Strom anfahren. Haben wir dann auch gemacht und den Platz gefunden. Mit meinem kleinen Phasenprüfer habe ich die Anlage mit den Steckdosen geprüft. Sehr suspekt! Habe dann den französischen Camper, der ein Kabel eingesteckt hat, gefragt. Da mein Französisch recht begrenzt ist und das Englisch des Franzosen ähnlich war, ein Gespräch mit einfachen Worten und Gesten. Elektrik? Jetons! Wo? Center, aber Elektrik so lala. Merci.
Haben dann nur gefrühstückt und sind dann weiter nach Viseu gefahren. Ganz andere Landschaft und Pflanzen. Unterwegs plötzlich ist wieder die Störungslampe angegangen und die Leistung fiel auf fast Null. Im ersten Gang mit eingeschaltet Warnblinkanlage den Berg hoch. Immer das Auge im Rückspiegel, ob die Situation auch von allen rechtzeitig erkannt wird. Da endlich eine Nothaltebucht. Motor aus, raus und Haube auf und zu, einsteigen und Motor anlassen. Lampe an, Motor abgestellt und neu gestartet. Diesen Vorgang 5x wiederholt und die Lampe ist aus. Problemlos in den Verkehr eingefädelt und nach Viseu gefahren. Hier hat uns Park4night einen Picknickplatz mit Sicht auf das Castelo empfohlen. Da stehen wir nun und relaxen etwas. Werde wohl doch einmal an einer Werkstatt vorbeifahren und den Fehlerspeicher auslesen lassen. Dann bin ich schlauer und ein paar Euro ärmer. Nein, ich jammere nicht, aber nehme Geldspenden gerne an. Kontonummer auf Anfrage.
Strecke 134km mit 3:15h Fahrzeit.

40,6612821, -7,9020486

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Knusper, knusper, kneuschen,

wer rüttelt an mein Häuschen? Der Wind, der Wind.
War doch klar, hier steht eine Windmühle. Gestern noch war es fast windstill und daher ein toller Platz. Aber heut in der früh kam der Wind und treibt mächtige Wolken vor sich her. Manche hell und freundlich anzusehen, ander finster und bedrohlich. Haben gleich morgens gemeinsam das Dach eingefahren. Das nennt man dann „Stoßlüfttung“. Der Wind pfeift durch die Ritzen und von denen hat mein Wohnmobil ja einige. Durch die Böen ist er Recht unangenehm und beim rasieren läuft man Gefahr sich ein Ohr abzuschneiden. Aber die Aussicht entschädigt für das Gewackel.
Die Windmühle vor unserem Haus ist anscheinend noch im Betrieb. Zumindest sind an den Armen die Segel angeschlagen und nur aufgerollt.

Eine portugiesische Motorradgruppe hat die Windmühle auch als Ziel gewählt und hat die Maschinen zum Fotoshooting aufgestellt. Die Fahrer nehmen an den Tischen eine Stärkung zu sich.

Noch einige Besucher kamen und gingen wieder. Jetzt steht ein weiter Camper vor uns. Wir bauen ab und bewegen uns Richtung Leiria. Dort ist die nächste Werkstatt für unser Mobil. Starte den Motor um von den Keilen zu fahren und das Display fordert mich auf den Motor zu kontrollieren. Eine Nacht schlafen hat nichts gebracht. So rollen wir den Berg hinunter durch das Dorf. Dago meint, wir sollten einen großen Mülleimer suchen und unsere Toilette leeren. Gute Idee, da kommt ein 1000L Container mit Haltebucht davor. Da das bisschen länger dauert wie der Küchenmüll stelle ich den Motor ab. Man ist ja Umweltbewusst und geizig. Arbeit getan und den Boliden gestartet. Ach schau Mal an….
Das Lichtlein ist aus und das Display bringt keinen Kommentar mehr. Nun geht es hier nur bergab und wir fahren weiter und freuen uns schon ein bisschen. Einige Kilometer später muss ich links auf eine Hauptstraße einbiegen. Die geht leicht bergauf und verlangt Leistung, welche ich entgegen meiner Art komplett abrufe. Erster Gang, Nenndrehzahl, zweiter Gang, Nenndrehzahl. Mein Rechtsab ist in Sichtweite. Dritter Gang und dann abgebogen. Auch hier leicht bergauf. Ich rufe das Drehmoment auf. Knapp 1000R/min im dritten Gang. Der Motor schnauft, ruft, nachdem die Drehzahl etwas steigt, den Turbo zur Hilfe. Der steigt voll ein und bringt den Motor auf volle Leistung. Ich grinse und bin wieder versöhnt mit dem Wagen. Das Ziel Leira bleibt zur Sicherheit. Mit dem sehen des Autohauses ändern wir die Richtung. Wollten erst zum Franzosen fahren um einen sichern Platz zu haben, sind dann aber auf einen großen Parkplatz zwischen Fluss und Stadion gefahren. Es stehen noch zwei Wohnmobile auf dem Platz. Wir sind keine Kuschelparker und suchen die freie Fläche. Dagmar hat das Aggregat angeworfen und bereitet zur Feier ein Zweigänge-Menü zu.
Fahrt 19km Google meint 17h ich denke höchstens 1h

39,7507014, -8,8103478

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Mosteiro de Alcobaça

Haben in Alcobaça das Zisterzienser Kloster besucht. Beeindruckend ist das Ganze. Es gibt sogar ein Prospekt in deutsch, leider falsch nummeriert. Das merkt man aber bald wenn man die angebrachten Schilder ließt, auch wenn man kein Portugiesisch kann. Habe versucht die Eindrücke mit der/den Kamera(s) festzuhalten, ist aber schwer. Hoffe das ich bald wiedereinmal WiFi habe, um das Online-Album zu füllen. Mein Datenvolumen reicht gerade um den Blog am Leben zu halten und unterwegs ein paar Informationen abzurufen. Wenn du nur das Handy hast, muss man sich das einteilen.


Davor haben wir noch eine Kirche besichtigt.

Santuário do Senhor Jesus da Pedra


Erschöpft von den Eindrücken haben wir einen „Stellplatz“ für uns gesucht. Der CP im Ort war mir zu voll und Park4night hat zwei Luschen ausgegeben. Aber der dritte führte uns den Berg hinauf zu einer Windmühle und wenn es nicht zu stürmisch wird, bleiben wir hier. Wahrscheinlich auch morgen, den unser Wohnmobil spinnt. Unter Volllast am Berg ging er einmal ins Notprogramm und als ich ihn neu gestartet habe und ihn nochmals an die Drehzahlgrenze brachte, ging er aus. Das Display sagt:“Motor kontrollieren“
Bis zur nächsten Werkstatt, 15km, wird er uns sicher noch bringen. Dann darf ein drittklassiger Monteur einen Laptop anschließen und den Fehlerspeicher auslesen.
Leider geht die tolle Aussicht gerade in den Wolken unter. Mal sehen wie es morgen aussieht.
Heute 45km in 3h zurück gelegt.

39,6117229, -8,7889676

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Obidos

Haben uns von CP Penische verabschiedet. Der Platz ist sehr groß und gut besucht. Wir haben die Wäsche auf unseren Ausflügen

gewaschen und teilweise sogar trocken bekommen. Penische ist ein Ort den wir sicher noch einmal besuchen. Nette Leute kennengelernt. Heike, Peter, Mattes und Antonia. Waren nette Gespräche. Heike und Peter haben einen Reiseblog
Es ging die paar Kilometer nach Obidos auf einer großen Straße. Den im Reiseführer angegeben Platz habe ich mich nicht getraut zum anfahren, da der Weg unter dem Aquädukt durchführte und genau davor ein Womo Parkplatz ausgeschildert ist. Sind dann aber nochmal weggefahren um einzukaufen und vor dem langen Marsch zu frühstücken. Im wegfahren Antonia nochmal gesehen, sie besucht auch Obidos. Irgendwie hat sie mich im vorbeifahren nicht erkannt. Nach dem Einkaufen haben wir neben ihrem Auto geparkt und Antonia hat sich per WhatsApp nochmal verabschiedet.
Obidos, eine tolle Stadt mit kompletter Stadtmauer. Die Häuser und Straßen wie vor zig Jahren. Selbst in dieser frühen Jahreszeit sind unzählige Touristen unterwegs. Ein Stimmengewirr wie damals in Babylon. Natürlich ein Souvenirshop nach dem anderen mit allem was der Tourist mag. Von Ramsch und Co bis zu guten handwerklichen Sachen. Taschen, Tücher und Teppiche. Und tatsächlich haben wir zwei Teppiche für das Wohnmobil gekauft. Für je 7€ eine tolle Erinnerung an Obidos.


Sind dann aber den anderen Campern aus dem Weg, an die Lagune von Obidos gefahren. Hier Mal ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster.


39,3869207, -9,2268708
Rund 34km bei 1:40h Fahrzeit.

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Campingplatz in Penische

Wir sind nochmal an die Küste gefahren. Der See hat uns den Abschied mit 7° und Nieselregen leicht gemacht. Ein paar geplante Besichtigungen sind auf nächstes Jahr verschoben. Sind die rund 185km mit zwei kleinen Stopps, Einkaufen und Frühstück, gefahren und nach 5:10h bei 3:10h Fahrzeit hier angekommen. Der Campingplatz ist groß und echt günstig. Die drei Übernachtungen schlagen mit 17,10€ kaum zu Buche. Leider hat der Platz nur echte 4A auf der Steckdose. Wollte über den Wechselrichter arbeiten, aber als die Waschmaschine zum Aufheizen begann, ging die Batterie kurz in die Knie und dann hat der Wechselrichter die 230Volt Netzstrom durchgeschaltet und natürlich ist die Sicherung geflogen. Blöd, da wir ja zum Wäschewaschen hier sind. Es gibt auf dem Platz keine größeren Sicherungen, sagt man mir. Werden da wohl mit einem Ersatzplan arbeiten müssen. Werden die Wäsche extern waschen und dann hier zum trocken aufhängen. Statt mit dem Fahrrad geht es zum Einkaufen mit dem Womo. Auf dem Parkplatz kann dann das Aggregat die Maschine bedienen. Einkauf fertig und eine Waschmaschine auch. Ist dumm gelaufen, aber jetzt Mal nicht zu ändern.
Haben auf dem Platz einige nette Leute kennengelernt und sind im Gespräch über CP, Wohnmobile, Reisen und was dazugehört.

39,3559335, -9,3584821

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Kein Plan ohne Änderung

Waren ja an der Talsperre im Wassersparmodus. Eigentlich kein Problem, da wir eh nicht so lange hier bleiben wollten. So wurde mit dem zur Neige gehendem Wasser ein neuer Platz mit Wasser gesucht. Park4night und Magic-Earth haben nichts in der Nähe ergeben. Auch zwei altmodische Reiseführer in Papierform gaben nichts her. So wurde die Fahrt in den Norden geplant, rund 60km. Dort sind in einer Ortschaft gleich zwei Wasserstellen. Später dann oberhalb von Lissabon an den Strand fahren. Wir haben die Rechnung ohne den Intermarché gemacht. In Alcácer so Sal, etwa 12km entfernt, hat uns der Franzose kostenlos Wasser zur Verfügung gestellt. Wir sind dann gleich zum Einkaufen gegangen und haben die Vorräte ergänzt. Um für Prinzessin den Lieblingsnachtisch, belgische Schokolade Zartbitter, zu bekommen, sind wir gegenüber noch zu Lidl gegangen. Leider ohne die Belgischen Meeresfrüchte, aber mit einer großen Tüte voll anderer Dinge. Da saßen wir nun auf dem Parkplatz und haben überlegt wo wir jetzt hinfahren. Zurück zum See, der war so toll. Gesagt, getan! Die „alten“Nachbarn sind alle weg und so haben wir den Teil hinter der Staumauer für uns alleine. Vorne stehen sechs Mobile auf dem großen Platz.
Hier hinten ist es wunderschön und vielleicht gibt es heute auch ein so amüsantes Unterhaltungsprogramm wie gestern!!!!
Da ist ein großer SUV an uns vorbei auf den hintersten Teil des Platzes gefahren. Warum ich den Wagen beobachtet habe ist mir unklar, aber als die Beifahrerin aussteigt, noch vom Auto verdeckt schießt mir das Wort „nuttig“ in den Kopf. Ob es an den Ohrringen lag, daraus könnte man Reifen für einen Ochsenkarren machen, oder das tief ausgeschnittene Oberteil, ist mir unklar. Als sie mit ihrem viel zu kurzem Rock, wirklich viel zu kurz (das geht!), hinterm Auto hervortritt würde meine Ahnung bestätigt. Sie posierte in den unmöglichsten Stellungen und der ältere Begleiter machte mit dem Handy fleißig Fotos. Wobei er weniger auf das Licht achtete, als auf die Rundungen. Das Röckchen noch ein bisschen höher gezogen und neue Pose eingenommen. Ich vermute sie machen sich selbstständig und brauchen Werbefotos für die Homepage. Dann kurz hinterm Auto verschwunden und das schwarze Röckchen gegen ein feuerrotes Höschen getauscht. Ach und diese Schuhe, sieht man normalerweise nur in billigen Schmuddelfilmen. Nochmal von links, von rechts und von hinten. Vor dem Baum, neben dem Baum und hinter dem Baum. Quatsch, natürlich nicht, sie blieb im Vordergrund.
Mal sehen was der Sonntag bringt.
38,4170688, -8,3917180

24km 1¼h

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Talsperre Pego do Altar

Die vergangene Nacht wieder beim Franzosen gestanden. Später kam noch ein Wohnmobil dazu. Der ließ dann am Abende den Motor laufen. Ob zum Heizen oder Batterien aufladen ist mir unklar. Um Mitternacht war dann Ruhe, nein der Motor aus. Man stand rauchend vor dem Wohnmobil. Da uns nur ein leerer Parkplatz mit 3m trennte, Stande die auch vor/hinter meinem Wohnmobil. Die gedämpfte Unterhaltung und ab und zu ein Lacher veranlasste mich gegen 1:30 um Ruhe zu bitten. Der Parkplatz ist riesig und die Deppen stellen sich 3m neben uns.
Wollte mich in der Früh mit dem Stromaggregat revanchieren, aber da war ich zu spät dran. Waren Dagmar den Tagesbedarf Einkäufe, wollte ich Wasser auffüllen. Der Wasserhahn ist mit einem Vorhängeschloss gesichert. Müsste in den Markt um den Schlüssel zu bekommen. Dachte das ich in zwei Stunden an einem Wasserhahn vorbeikomme und bin auf den SB-Waschplatz gefahren. Mit zwei Euro der groben Dreck von den Scheiben gespült. Dann sind wir losgefahren. Die letzten Meter an die Talsperre Pego do Altar sind wunderschön. Der See liegt toll. Hier gibt es einen aufgegebenen Campingplatz mit noch funktionierender Ver- und Endsorgung. Leider steht in drei Sprachen das das Wasser nicht zum Verzehr geeignet ist. Ich verzichte in diesem Fall auf das auffüllen der Tanks und beschließen zu bleiben bis uns das Wasser ausgeht. Das dauert sicher nicht allzulange, da läuft Anzeige nur noch 30 Liter an Bord sind. Zehn sind noch mit anderen Tank, mehr haben manche Wohnmobile auch nicht.

Mehr vielleicht später

Nachtrag



Laut Google 66km für die wir 3h gebraucht haben. Ich glaube wir waren schneller, aber was soll’s.
Noch ein Nachtrag:
16:15 und draußen hat es 18°

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Abgestützt

Nun hat das mit auf dem Dach sitzen nicht geklappt. Das zusammenklappen des Aufbaus auch nicht. Habe ich die falsche Reihenfolge gewählt und ein Kabel abgezogen? Der Alkoven war herunten, aber die Dachschublade ging nicht rein, die Dichtlippe klemmt wenn der Alkoven herunten ist. Alkoven wieder ein bisschen hoch fahren, ging nicht….. Leiter raus und die hinteren Endschalter überprüft. Nichts entdeckt und dann versucht den linken Schalter zu überbrücken. Nun ist meine Leiter für den Aufstieg ins Bett und innen auf die Terrasse gedacht. Außen hoch ist sie etwas zu kurz. Ist aber die einzige Leiter die ich dabei habe. Jedenfalls stehe ich ganz oben als die Leiter meint sie müsse seitlich wegrutschen. Ich halte mich krampfhaft an der nicht ganz eingefahrenen Dachschublade fest, bis das Klappern der Leiter mir signalisiert das sie am Boden liegt. Dann war es auch mit festhalten zu Ende. Der Verschlussriegel wollt mir noch helfen und hat sich in meinem Handballen vergraben und wollte mich nicht loslassen. Der Klügere gibt nach, dachten der Verschlussriegel und meine Haut der Handfläche. Gleichzeitig geschah das und ich folgte der Leiter. Alles Recht unsanft. Der Verschlussriegel, jetzt verbogen, hat dann einen ordentlichen Hautstreifen des Handballen vor dem Sturz bewahrt. Da lag ich nun und versuchte alle Glieder langsam zu bewegen. Alles dran, außer dem Hautfetzen, und alles lässt sich kontrolliert bewegen. Dago kommt aus dem Wohnmobil und fragt ob ich verletzt bin. Ich erwiderte nur die Hand ein bisschen und das Ego. Die Hand verbunden und dann die Schublade einigermaßen gesichert. Die Fahrt ging zum nächstgelegenen Franzosen auf den Parkplatz. Intermarché, der französische Supermarkt, bietet in vielen Städten Portugals, den Campern Ver- und Endsorgung an, und lässt ein Übernachten auf dem Parkplatz zu.
Dort ist es Windstill und ruhig. Dachten erst das wir unten schlafen und morgen bei Tag den Alkoven inspizieren, aber das Dach muss so und anders aufgestellt werden, wenn ich an die Kabel ran will. Habe, mit der kleinen Leiter, von aussen den Motor abgekuppelt. Sind nur zwei M6er Schrauben. Dann hat Dagmar den Alkoven bedient und ich mit dem Holzstock den fehlenden Motor ersetzt. Alkoven aufgestellt und das Bett gerichtet. Nachtruhe!
Habe noch lange über die Störung nachgedacht. Alle Kabel sind drauf, es müsste alles funktionieren. Tut es aber nicht. Schaltplan studiert und keine logische Erklärung gefunden.
In der früh den Alkoven geöffnet und dadurch bequemen Zugang zum Dach erreicht. Dann den funktionierenden Motor abgeklemmt und den anderen versucht zu reanimieren. Der untere Endschalter, angeblich wasserdicht, ist lose und ……
Das Gehäuse ist plötzlich offen und die nie dagewesene Dichtheit hat u.U. die Kontakte oxidieren lassen. Den Schalter ersetzt und den Motor an die richtige Position gefahren. Das ankuppeln ging einfacher wie gedacht und nun geht alles wieder. Der Vormittag ist verbummelt und nun gehen wir einkaufen. Brot und Milch fehlt, aber irgendwie haben wir für 15€ Sachen im Einkaufswagen.
Nach dem Frühstück sind wir wieder an den windigen Parkplatz am Meer gefahren. Für mehr reicht meine Energie nicht. Stelle im Laufe des Morgens immer mehr fest, das ich mir gestern einiges gezerrt habe. Schulter und Brustmuskeln machen sich bei jeder Bewegung bemerkbar.
Ach Freunde, lässt es sein, die stichelnden Bemerkungen über mein ungeschicktes Verhalten.🥴

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