Der Wecker klingelt sehr früh, daher kommt keine Hektik auf. In aller Ruhe geduscht und das Reisemobil auf die Abfahrt vorbereitet. Vorhänge entfernt, Navi montiert, Türen und Schubladen gesichert, Wagenheber abgelassen und aufgeräumt. Den Alkoven eingeklappt und von den Keilen gefahren.
Flicky kommt dazu. Noch schnell umarmen und küssen, dann rollen wir langsam die Parkhurst Road hinunter. Links fahren, sage ich zu mir. Nach dem Abbiegen wiederholt sich das. Erst auf der breiten Straße entspannt sich das. Es ist in schmalen Straßen gefährlich. Man fährt in der Mitte und weicht automatisch nach rechts aus. Ist hier ein großer Fehler.
Der Verkehr läuft so vor sich hin. Wir kommen trotz Berufsverkehr gut durch.
Unmittelbar vor der kleinen Woolwich Fähre leuchtet ein Schild auf, geschlossen. Ist blöd von hieraus die Route zu ändern. Ich wähle die mautpflichtige Queen Elisabeth Bridge, um nicht in den stadteinwärts fließenden Verkehr zu geraten.
Noch ein kleiner Stopp an einem Parkplatz um unseren Müll zu entsorgen. Dann ging es weiter zur Fähre nach Dover. Die übliche Passkontrolle und dann freie Fahrt zum Check-in. Auch hier „schon“ Kennzeichenerfassung, den bevor die Dame den Pass öffnet, fragt sie ob ich Peter Trunner bin.
Bordkarte wurde ausgedruckt und wir fahren zur Spur 212. Nutzte die Wartezeit um die Mautgebühr mit der Visakarte zu bezahlen. Die Buchung ist problemlos online möglich, es werden 3,50£ aufgerufen.
Unsere Fähre legt an und das aus- und einladen ging zügig voran. Stellen den Duc auf Deck 5 ab und nehmen den Fahrstuhl zum Deck 7. Prinzessin ist sich unschlüssig in Sache Sitzplatz und so pendeln wir hin und her um am ersten Platz zu scheitern, da zwischenzeitlich besetzt. Da die Fähre nicht ausgebucht ist, sind genügend Sitzplätze vorhanden. Überfahrt ging so glatt wie das Meer.
In Calais von der Fähre gerollt und ohne Stopp zur Ausfahrt des Hafengeländes gekommen.
Aber dann. Schlagartig steht alles und ich muss voll in die Eisen. Es rumpelt hinten etwas, aber es gibt keine Verluste.
Die halbe A216 inklusive des Autobahnkreuz zur A16, ist wegen Belagsarbeiten gesperrt. Alle können nur rechts abbiegen um an der nächsten Ausfahrt zu drehen. Als Profi alle Nebenfahrbahnen genutzt. Der erste Parkplatz war unser. Der Magen ist wegen der Zeitumstellung echt beleidigt. Es geht halt stetig dem Sonnenaufgang entgegen.
Die Kilometer zum Nachtplatz brachten keine Überraschungen und so stehen wir jetzt in Sint-Amands, Belgien.



