Samstag und es gilt einiges vorzubereiten. Dago hat die halbe Nacht hindurch gebacken. Gestern als erstes die Apfelpita und dann ihre Nuss- und Mohnstrudel. Am Morgen die Buchteln und ein Experiment. Aus dem Quarkstrudel wurde aufgrund der reichlichen Füllung eine Quaktorte mit Mandarinen. Das alles und noch viel mehr galt es im Reisemobil zu verstauen.
Auf dem Weg nach Tamm noch schnell bei Rewe angehalten. Dago geht über die Straße zum DM um größe Teelichter und ich kaufe derweil Getränke und Eis zum kühl halten. Das wandert sofort in die auf maximum laufende Kühlbox (-18°). Die zweite Box ist voll mit Getränken zum vorkühlen.
In Tamm angekommen, waren die ersten Arbeiten durch unsere Gastgeber schon in vollem Gange. Carport leer und ausgefegt, Pavillon zum Leben erweckt und Platz gemacht für die weiteren Tische. Diese und die Stühle dazu wurden gemeinsam aufgestellt und das Bienenhaus hergerichtet.
Wie „immer“ habe ich einen großen Eimer (35 Liter) für die Kaltgetränke aufgestellt und mit drei Beutel Eis gefüllt. Den Eimer habe ich aus fünf (5) kleinen Bodenteppichen, die Weißen aus dem Wohnmobil, eine dicke Bauchbinde verpasst und oben mit einem laghaarigen Lammfell abgedeckt. Dadurch hielt das Eis die gesammte Zeit durch und am Ende waren noch walnnussgroße Brocken vorhanden. Ich versuche einen davon in den Dekolleté’s der Mädchen zu versenken, habe aber wegen massiver Gewaltandrohung darauf verzichtet.
Die Gäste trafen nach und nach ein und es gab Kaffee/Tee zu den Kuchen. Karin hat noch einen runden Rührkuchen, der bei uns unter dem Begriff „Fisch“ läuft, gebacken. Der Rührkuchen ist legendär und hat den Namen von einer fischförmigen Backform, in der er das erste mal in unser Leben trat und bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Niemand der anderen Frauen traut sich gegen das Rezept von Karin anzutreten.
Die Gästereihen verdichtenen sich, aber leider konnten nicht alle geladenen Gäste dabei sein, was alle sehr bedauerten.
Die Runde war sehr angenehm und harmonisch und ich hatte das Gefühl das alle sich wohl gefühlt haben. Leider war ich als Gastgeber bisschen im Stress und habe vergessen zu fotografieren. Ging bei meinen verschiedenen Pflichten einfach unter. Ich musste immer ein Auge auf den mit Getränken gefüllten Eiskübel haben, um auftretende Lücken aus dem mit Volldampf laufenden Kühlboxen aus dem Wohnmobil zu füllen.
Diese Aufgabe zwang mich zu einem Gang zu dem naheliegenden Edeka, da meine Vorräte drohten zu Neige zu gehen.
Später galt es dem Pizzabäcker, der ebenfalls unweit sein Gewerbe betreibt, den Auftrag für das Abendessen zu erteilen. Telefonisch habe ich drei verschieden belegte Party-Pizza’s und zwei Pizzabrote geordert.
Keine 25 Minuten später hab ich mit Leon’s Hilfe das Futter abgeholt und im Bienenhaus für die Gäste bereitgestellt. Die Pizza von Pizza-Glück ist allgemein sehrgut angekommen. Kann man immerwieder machen.
Letztlich ungewohnt früh hat sich die Gesellschaft begonnen aufzulösen. So nach dem Motto des Alters: „22 Uhr ist das neue Mitteracht“. Ein ganz harter Kern rettete sich in den Sonntag hinen.
Trotz fehlender Medikamente sind wir in Tamm geblieben. Die Tabletten liegen bereit zum mitnehmen auf dem Wohnzimmertisch, aber niemand hat sie mitgenommen. Da unser Sohn Michael auch mit seinem Wohnmobil angereist war, standen zwei Wohnmobile bei Otto im Garten.
Morgens haben wir dann gemeinsam Terrasse, Carport und Bienenhaus in den Urzustand zurück versetzt. Zum Abschluß haben wir zusammen im Pavillon gefrühstückt, bevor wir in die Burg zurück gefahren sind.
Jeder hat geschnappt was er tragen kann und wir haben es uns in der Burg gemütlich gemacht.
