🇸🇯 Tuv, 67.214926,14.590778
🧺 1x Buntwäsche
🇸🇯 Fykanfossen, 66.787920,14.037254
🚍 108km, ⏱️ 2:10h Fahrzeit
🌡 12°- 9°, 🌤 ☁️
Zwei Tage mit kurzer Fahrzeit sorgen für einen gewissen Mangel an Batteriekapazität. Bei den wenigen Kilometern und der schwachen Solarausbeute krieg ich die Batterien nicht voll. Schlimmer, es kommt nicht einmal der Tagesbedarf herein. Daher kann ich leider nicht auf die Reiseleitung warten. Wir müssen uns bewegen.
Die Reiseleitung steht keine 20 Minuten hinter uns, aber das Naturspektakel findet morgen erst um die Mittagszeit wieder statt. Warscheinlich werden sie unseren heutigen Nachtplatz aufsuchen. Da sind wir dann eine Etappe weiter, aber es kommt sicher eine Gelegenheit um stressfrei auf das gleiche Niveau zu kommen. Ich habe 168 Kilometer geplant und werde sehr gemütlich fahren. Ich möchte unbedingt die berechnete Fahrzeit von 2 h 26 min weit überbieten um den LiFePo4 genügend Ampere zuzufächern. Vielleicht komme ich als rollendes Hindernis im norwegischem Verkehrsfunk. Egal, ich höre hier kein Radio. Wir hören die Musik, welche uns Freunde geschenkt haben. Da sind teilweise schräge, aber geniale Songs dabei, die einen den Lautstärkeregler voll aufdrehen lassen.
Bei der geplanten Fahrzeit kann man sicher eine Ladung frisch gewaschener Wäsche trocknen. Daher werden wir in der Früh die Waschmaschine anwerfen.
Guten Morgen, alle Lichter brennen noch und die Sonne zeigt sich auch in der Früh. Wir waren lange auf und haben, da der Himmel teilweise sternenklar war, versucht Polarlichter zu sehen. Die Chancen standen bei 21%, waren in Oslo aber doppelt so hoch.
Dadurch etwas später aufgestenden und und schleppend in den Tag gestartet. Die Schritte und Handgriff sind immer die selben. Heute kommt Wäsche waschen dazu.
Unsere Straße ist die nächsten Tage die 17er der Küste entlang. Das heißt Fähren, Tunnels, Brücken und unzählige Kurven. Die Nordkaprennstrecke, E6, überlassen wir den Kurzurlaubern. Die 17er hat große Ähnlichkeit mit der alten E6 vor 45 Jahren und ich freu mich darauf, den alten Erinnerungen bisschen Futter zu geben. Immerwieder tauchen längst vergessene Bilder im Kopf auf.
Leider läuft nicht alles rund. Seit ein paar Tagen zwickt es mich in der linken Nierengegend. Man(n) ist ja einiges gewohnt und befindet sich in einem knackigen Alter. Mal knackt es hier, mal knackt es da. Es fing harmlos an und ist jetzt (sehr) nervig. Muss das dringend im Auge behalten, den es ist unklar was daraus wird.
Während die Wäsche schleudert klingelt mein Telefon. Michael ruft an, sie sind schon am Saltstraumen und haben alles andere schon erledigt. Sie können das Naturspektakel einen ½ Zyklus früher betrachten. Somit hat sich die errechnete Distanz schon halbiert.
Die Wäsche ist fertig und wird im Wäschetrockner aufgehängt und die Vorbereitungen gehen Richtung Abfahrt.
So, wir sind jetzt 1½ Stunden gefahren und der Magen möchte jetzt auch war tun. Der Tag bis jetzt, extrem geil. Tolles Wetter, geniale Strecke und super Musik.
Ein Teil der Wäsche kann schon in den Schrank und wir haben Platz im Wagen zum Frühstücken mit grandiosem Ausblick. Leider macht die Sonne für heute Feierabend, bin neugierig wer oder was zur Ablösung kommt.
Und da kommt per WhatsApp die Nachricht, das von uns unbemerkt, die Reiseleitung vorbeigefahren ist. Sie haben noch einen Waschstopp in Ørnes geplant. Da werde ich wieder die Führung übernehmen und unsere Strecke für einen gemeinsamen Nachtplatz einkürzen.
Haben in Ørnes im vorbeifahren den Wagen der Reiseleitung in der Marina entdeckt. Ich bin wieder vorne und suche einen neuen Nachtplatz. P4N hilft, den ich bleibe nicht am ersten Platz am Fykanvatnet stehen, sondern fahre ganz nach hinten. Schöner großer Parkplatz direkt am Fykanfossen (waterfall). Einziger Nachteil, kein/kaum Internet.

Mal sehen wie ich den Blog hoch kriege. Interessanterweise hat der Duc den besseren Netzzugang. Leider mit geringem Datenvolumen und der Blog frisst das.
So gegen ½5 hat die Reiseleitung ihr Pflichtprogramm abgespult und taucht bei uns auf. Wir sind wieder eine Reisegruppe. Einziger Wermutstropfen ist, der Platz ist für Ella suboptimal. Der Platz hat eine Naturdecke und bei Regen einfach dreckig. Nee, Ella ist das egal, aber Frauchen nicht. Da muss sie durch.
Michael kommt vorbei und wir basteln einen Plan für morgen. Zwei Fähren wollen geplant sein.
Der Plan steht, wir machen Feierabend.










