Tag 39, der letzte auf den Lofoten

🇸🇯 Fv810 Sund, 68.020598,13.192207
🇸🇯 Reine
🇸🇯 Å i Lofoten
🇸🇯 Fährhafen Moskenes,

🚍 32km, ⏱️ 0:45h Fahrzeit

🌡 12°- 9°, ☁️ 🌨 ☁️ 🌨


Es war ruhig. Ein Van hat sich am späten Abend zu uns gestellt. Die arme Sau hat in der Dunkelheit einen freien Platz gesucht. Das Wetter soll heute nicht so dolle sein. Aber morgens in Reine ist das Regenrisiko bei 20% und am Nachmittag um die 60%. In Å, dem Nachmittagsziel genau umgekehrt. Wenn man aber 10 Minuten später nochmals die App aufruft, ist es umgekehrt. Wir werden sehen.
Wir gehen es ganz sachte an, den das Tagesprogramm ist bis zum Fährhafen übersichtlich und die Entfernungen mit 32 Kilometern schnell zurückgelegt.
Zeit für ein paar Zahlen.
Wir haben fast 6.500Km bis jetzt zurückgelegt und 2.400€ ausgegeben. Der Tagessatz liegt bei 63€ und somit ist diese Reise eine der Teuesten seit wir so durch die Gegend tingeln. Das überrascht uns keineswegs, den die hohen Lebenskosten in Skandinavien und speziell Norwegen waren uns bekannt. Die Sache mit den aktuellen Kraftstoffpreisen macht den Kohl hier nicht fett. Das kommt erst zuhause. Macht aber auch nichts, den nach einer gewissen Vorbereitungszeit geht es für den Winter in ein günstiges Land. Marokko steht auf dem Plan. Aber jetzt arbeiten wir das Norwegen ab und dann kommen zwei, drei Kurztrips und erst dann beginnt die Umrüstung für „Afrika“.

Unser erster Halt heute war Reine, eine 320 Seelengemeinde. Denke das da täglich ein vielfaches an Touristen unterwegs ist. Hier gibt es eine gut besuchte VE-Station und gebührenpflichtige Parkmöglichkeiten. Wir nehmen Wasser auf und fahren den als „teures Parken in Reine“ im Reiseplan markierten Tagesparkplatz an. Mit der Ankunft hört der leichte Regen auf und wir machen uns auf den Weg, das Dorf zu erkunden. Der Stadtbummel dauerte 13NOK und konnte trocken durchgeführt werden.

Ich bezahle am Automaten die Parkgebühr und folge der Reiseleitung nach Å. Ist wohl der Ort mit dem kürzesten Namen. Obwohl, mit vollem Namen heißt er Å i Lofoten
Å an der E10, dem Endpunkt der Königsstraße, ist das am besten erhaltene und vollständigste älteste Fischerdorf Nordnorwegens.
Auch der kurze Rufname ist wohl der Grund für den Touristenrummel. Ja, das Dorf ist schön, schön gelegen, aber das sind viele Andere auch.

Der Blitz schlägt wohl gerne in so eine Laterne, den nicht ohne Grund gibt es einen solchen Blitzableiter.

Alle (fast) Wege abgelaufen, der Bäcker ausverkauft, Fish&Chips geschlossen, Souveniers entweder Ramsch oder vergoldet, treten wir den Rückweg an. Wer parkt neben mir? Der 4×4-Hymer aus Aalen von vorgestern. Es ist halt fast unmöglich sich auf dem Touristentrampelpfad aus dem Weg zu gehen. Man sieht alle mehrmals. Je nach Freistellungsmerkmal erkennt man sich, oder nicht.
Wir ziehen das Meeting etwas vor und erwarten in kürze unsere Nachbarn zum Kaffee.
Das war lustig. Über die Internetseite der Fährgesellschaft haben wir das Verladen der 15:30 Fähre mit der Webcam verfolgt und wirre Gedankengänge ausgetauscht. Wir werden nacher sehen, ob unser Plan aufgeht.

Schwierig, die letzte Fähre heute hat abgelegt und zwei Fahrspuren sind schon/noch mit wartenden Fahrzeugen belegt. Ich stehe auf Spur 2 und Michael nicht ganz. Man kommt ins Gespräch und hier ist einer, der schon auf zwei Fähren nicht geschafft hat.
Anscheinend haben nur Fahrzeuge auf Spur 1 und 2 eine Chance auf die Fähre zu kommen. Reservieren geht auch nicht mehr, den 60% sind schon vergeben.

Michael versucht einen Plan C zu entwickeln. Der wäre auf dwn Lofoten hoch bis Narvik zu fahren und auf dem Festland nach Bodø zu gelangen. Geht, sind aber einfach mal 650 Kilometer und laut Maps fast 11 Stunden Fahrzeit. Wobei Maps einen hohen Schnitt ansetzt.
Für Michael sieht diese Version besser aus, da er mir gegenüber den doppelten Fährpreis bezahlt. Kurz wird das besprochen und eine Entscheidung gefällt. Ich stehe an und hoffe das ich morgen um 8 Uhr auf die Fähre komme, und Michael und Andrea wählen den Landweg. Ist jetzt echt Kacke, so ist es nun mal.
Kurzes Winken und sie sind weg. Kein Grund zum weinen, am Ende wird alles gut.
Wir richten uns am Ende von Spur zwei für die Nacht ein und hoffen das die Zwei gut voran kommen.

Lustig, es trudeln laufen Fahrzeuge, hauptsächlich Wohnmobile, an und stellen sich an. Bin echt gespannt wie das ausgeht.

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