Tag 38, Lofoten, fast unten angekommen

Nachtplatz bei Sund


🇸🇯 bei Sandveien 167, 68,3294519,13,8915970
📷 Torvdalshalsen Rastplatz, 68.263149,13.826745
🏛 Wikingermuseum, 68.246249,13.758553
🇸🇯 Fv810 Sund, 68.020598,13.192207

🚍 64km, ⏱️ 1:45h Fahrzeit

🌡 12°- 9°, ⛅️ 🌤 ☁️ 🌨


Gestern ganz vergessen von unserem Meeting zu berichten. Waren vollzählig und bei bester Laune. Michael hat den Tagesplan zusammengebastelt. Dagmar’s awunsch, das Wikingermuseum zu besuchen wurde eingebaut. Problem, öffnet erst um 11 und ist nicht sehr weit entfernt. Wir dürfen morgen trödeln. Der gesteige Tag brachte eine Batterieladung von 100%. Somit ist alles im grünen Bereich.
Am Abend, nach dem Redaktionsschluss, war ein Farbenspiel am Himmel, unglaublich. Hat auch lange angehalten. Weit über eine ½ Stunde nach Sonnenuntergang ging das so. Da war ein Moment schöner wie der Andere. Und selbst als es „dunkel“ war, gab es Farben von Tiefblau bis Violett. Machte dann aber auf dem Bildschirm nix mehr her.

Da kaum Wolken waren, konnte man über Polarlichter nachdenken. Die App sagt wenn (16%) dann schwach. Waren lange auf und haben in unregelmäßigen Abständen den Horizont erfolglos abgesucht. Nicht schlimm, wir hatten das Erlebnis vor 6 Jahren. Kenne Leute die schon 6 mal hier „oben“ waren und nie Polarlichter gesehen haben.
In der Nacht haben die Wolken wieder den Himmel für sich entdeckt und in der Früh erfolgreich gegen die Sonne verteidigt. Aber zum Besuch des Wikingermuseum mit seinen Außenanlagen soll sie Zutritt bekommen.
Der gestern geschmiedete Plan ist heute früh geplatzt. Die komische App zeigte nicht die Fährzeiten am Wochenende, sondern Wochentags, an. Daher muß der Plan für Tag heute und morgen geändert werden.
Geplant war, das wir heute nach 20 Uhr, wenn die letzte Fähre abgelegt hat, in den Fährhafen von Moskenes fahren und uns, über Nacht, für die erste Fähre um 8 Uhr anstellen.
Nun fährt die letzte Fähre nicht um 20 Uhr und die erste am Sonntag erst um 15:30.
Grübel, grübel und studier, warum fahrn ma net zu dir?
Wir arbeiten mal den Anfang der Liste ab und sehen dann.
Erster Halt ein Stopp zum Bilder machen. Wenig Sonne, aber kostet ja nichts.

Dann ein echtes Highlight, das Wikingermuseum kurz vor Borg.
Ein paar Minuten vor der Öffnung treffen wir auf dem Parkplatz ein. Genug Zeit um in Ruhe die dicken Schuhe anzuziehen. Wir laufen den Weg hoch und lösen zwei Tickets. Das Personal hier ist mehrsprachig und man begrüßt die Gäste in ihrer Sprache. Das Seniorenticket kostet 200NOK, etwa 18,50€ und beinhaltet Museum, Langhaus und den Hafen mit dem Wikingerschiff. Das könnte man auch ohne Ticket erreichen, dann ist man aber ein böser Bub.
Für die Austellung im Museum bekommt man kostenlos einen Audioguide. Die Beschriftung ist in Norge, Englisch und oft als dritte Sprache in Deutsch.
Im Museum erfährt man viel über den einmaligen Fund des größten Langhauses mit 83 Metern Länge und die Geschichte der Wikinger. In Schaukästen wunderschöne Exponate toll präsentiert.
Es geht weiter, den Hügel hoch zum Langhaus wo eine Führung in Deutschvauf uns wartet.
Das Langhaus ist ein „genauer“ Nachbau des größten, jemals gefundenen Langhaus mit 83m länge und alle Ausstellungsstücke sind Replikationen. Hat den Vorteil, man darf alles anfassen, darf auf dem Thron sitzen und die Gewänder anprobieren.

Im Vordergrund die originalen Fundamente und im Hintergrund der Nachbau.

Nach der Führung machen wir uns auf in den Hafen, der rund 1,5km entfernt liegt. Unterwegs allerlei Stationen zum Anschauen, zum Lesen und zum spielen.

Im Hafen das „große“ Wikingerschiff, genau genommen eine Nußschale mit der ich nicht in See stechen möchte und das Bootshaus.

Kurz verschnaufen und dann den Rückweg angetreten.

Die Reiseleitung war/ist uns weit voraus und zu dem Zeitpunkt schon auf der Straße. Dort ist ein Tunnel gesperrt und macht unseren Plan B zunichte.
Wir sind, oben angekommen, nochmals in die Ausstellung und haben auch den Souvenirladen besucht.
Am Wagen angekommen haben wir erstmal gefrühstückt. Dabei den Wildwechsel auf dem Parkplatz beobachtet.

Zwischenzeitlich hat die Reiseleitung einen Plan C erstellt. Wir machen für heute Schluss mit Besichtigungen und verschieben die Fähre auf Montag in der Früh. Das verlängert die Reise um 24h, war uns nicht juckt. Wenn wir gefahrlaufen unsere Arzttermine zu verpassen, können wir abbrechen und den Rücksturz zur Erde einleiten.
Wir müssen jetzt nach dem Frühstück noch 51 Kilometer zu unserem Nachtplatz. Der ist mit dem vom Plan B identisch.
So, die letzten Kilometer für heute liegen hinter uns. Trotz des „schlechten“ Wetters hat mich die letzte Ecke total überrascht. Wenn da die Sonne gescheint hätte, wäre es mir wahrscheinlich schwindelig geworden.
Unser nachtplatz liegt rund 300 Meter weg von der Hauptstraße und dürfte eine angenehme Nachtruhe geben.

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