Mittwoch in der Früh. Bisschen schlecht geschlafen, aber jammern gilt nicht. Nein, ich war nicht aufgeregt wegen der Reise. Sowas machen wir mit links.
Ein Großteil der benötigten Sachen sind schon am vergangenen Tag verladen worden. Heute waren es nur noch zwei große Einkaufstaschen mit Medikamenten, Elektronik und Co. Eine halbe Stunde später als angedacht los gekommen und noch schnell Brot gekauft.
Schon bei Ludwigsburg Süd ging der Ärger los. Schilderbrücke zeigt 60km/h und die Warnblinker vor mir leuchten auf. Okay, fahren wir B10. Ging noch gefahrlos. Beide Navis machten mir anschließend echt komische Vorschläge. OsmAnd stellte sich ins Abseits. Egal, hier kenne ich mich aus. Habe nur nicht mitbekommen, das die Anschlussstelle Pforzheim Mitte Richtung Karlsruhe gesperrt ist. Bitte nicht durch Pforzheim. Schnell boten mir beide Navis die Alternative durch Eutingen zur AS Pforzheim Nord an. In Eutingen standen dann Schilder das die AS PF Nord gesperrt sei! Habt ihr mich fluchen gehört?
Zum Glück standen die Schilder noch, oder für zukünftige Vorhaben, und wir sind in Nord wieder auf die Bahn. Das Ganze hat uns doch über eine ½ Stunde gekostet.
Dadurch haben wir das Frühstück in Luxemburg verspätet eingenommen. Hier wurden auch die Wassertanks gefüllt.
Das hat 1½ Stunden gedauert. Unweit vom Frühstücksplatz, rund 50 km weiter wurde die letzte Tanke vor der Belgischen Grenze angefahren und für 1,75³€/L vollgetankt. Das müsste reichen um keine Britische Tanke anzufahren. Ich liebe meinen großen Tank der mir bei ordentlicher Fahrweise einen großen Aktionsradius ermöglicht. So sieht das nach einhundert zurückgelegten Kilometern aus.
Gegen später eine Kaffeepause eingelegt. Upps, Milch ist gekippt. Kaffee dezent durchs Fenster entsorgt und neuen aufgebrüht. Kann ja mal passieren, wenn die Milch so durchgeschüttelt wird, dachten wir. Neuer Kaffee mit Kaffeeweißer zubereitet und……????
Auch kacke! Kann doch nicht sein. Doch, der Frühstückskaffee wurde mit Wasser direkt aus dem Hahn, vor der Tankfüllung, zubereitet. Das Wasser im Tank hat noch kräftigen Zitronengeschmack. Zweimal spülen reichte nicht. Egal, gibt es Tee aus der Thermoskanne.
Nebenbei nach neuem Wasser gesucht. OsmAnd hat mir in rund 50 Kilometern unweit der Ausfahrt einen Friedhof angeboten. Gleichzeitig habe ich 100 Liter in den Abwassertank gepumpt.
Der Friedhof war eine Niete. Wenn es einen Hahn gibt, weit im inneren des Hofes und reinfahren habe ich mich nicht getraut. Ein weiterer Wasserhahn entlang der Strecke wurde angefahren. Auch ein Friedhof, aber der Hahn direkt innen an der Mauer und außen davor ein Parkplatz. Restwasser abgelassen und mit 40 Litern die Anlage erneut gespült. Dann die Tanks gefüllt und das Wasser getestet. Nicht berühmt, aber weiteres spülen nicht erforderlich. Zur Sicherheit einen Supermarkt angefahren und zwei 5L-Gebinde mit Mineralwasser und dreimal Milch gekauft.
Das hat alles sehr viel Zeit gekostet. Im Supermarkt waren wir, kurz vor 20 Uhr, die letzten Kunden.
Mit dem Sonnenuntergang den Stellplatz in Watten (F) erreicht und schnell den Wagen platziert und aufgebaut. Kurzes Abendessen, Feierabend.
