🇸🇯 Russenes, 70.628324,25.333534
🌡 12°- 9°, 🌬🌨
Uff, das war brutal. Gemeine, starke Windböen haben die ganze Nacht einen Härtetest an meiner Kabine durchgeführt. Es begann zu spät in der Nacht um Hilfsmaßnahmen einzuleiten, da wir schon im Bettchen waren. Etwas zu unternehmen hätte bedeutet, aufstehen und anziehen. Eine lang genuge Pause zwischen zwei Böen abzupassen und das Dach einfahren. Von dem Moment an, in dem die Seitenteile eingeklappt werden, bis das Dach unten ist, cirka 1 Minute, stehst du mit runtergelassenen Hosen und erhobenen Händen da. Alternativ könnte ich raus gehen und den Wagen mit den zwei Wagenhebern und dem Böckchen zu stabilisieren. Nass, kalt und der Wind kommt waagerecht. Vielleicht hört es ja bald auf.
Prinzessin hat ihr Gemach verlassen und sich in den unteren Räumen eingerichtet. Ich bin tapfer oben liegen geblieben und war stolz auf meine stabile Bauweise.
Wir haben den fehlenden Schlaf in den Morgenstunden, mit nachlassen der Böen, nachgeholt und erst so gegen 10 haben wir, zum Zeichen das wir leben, die Jalousien geöffnet.
Da es laut meiner Wetterapp am Nordkap zu 100% regnet und die Windgeschwindigkeit über 40km/h liegt, war die Entscheidung, hier zu bleiben, richtig.
In dieser Situation starten wir ein kleines Energiesparprogramm. Das benötigte heiße Wasser für Tee und Co wird mit dem kleinen Gaskartuschenkocher erhitzt. Der Batteriestand in der Früh lag bei 65%. Die Nacht hat mit Heizen und dem Kühlboxenbetrieb 10% verbraucht. Der Solarertrag liegt bei null.
Die stärke der Böen hat deutlich nachgelassen. Trotzdem nutze ich eine Regenpause um Wagenheber und Böckchen in Position zu bringen. Das verbessert das Ganze um 100%.
Beim Meeting gibt es nichts wichtiges zum bereden. Wir fahren morgen zum Nordkap und erwischen mit etwas Glück ein gutes Zeitfenster für unseren Besuch.
Bei den Schutzhütten haben Radfahrer Zuflucht gefunden.
Mal sehen wenn die Rentier wie gestern kommen, was das für Reaktionen ausgelöst.
Wir hoffen auf weniger Wind in der Nacht.
Bis morgen, gute Nacht.



