Alle sind weg.

Dachte ich und es kam wie immer anders.
Es kehrt Ruhe in unser Leben. Adrian ist mit den Kindern nach Ebensee gefahren. Die Kids machen dort einen Segelkurs. Adrian hat seinen Laptop mitgenommen und arbeitet irgendwo im Schatten. Die Mutter und die Oma wollen unbedingt die Kinder besuchen. Wir wissen nicht warum, aber sie fahren mit der Bahn nach Gmunden. Das wird lustig.
Die Damen sind aber immernoch hier. Ist wohl zu kompliziert? Pläne sind dafür da, um geändert zu werden. Oder vielleicht erst zum Abendessen?
Kai und Heike sind, theoretisch, in den Süden gefahren. Wir genießen den Schlosspark.

Was machen Trunner’s wenn es Wasser, Strom und Sonne gibt? Klar, sie waschen Wäsche. Ich weiß nicht wie andere Langzeitreisende das ohne eigene Waschmaschine machen.
Neuer Plan. Wir kochen uns etwas zum Abendessen. Tanya und ich gehen einkaufen. Dazu habe ich die E-Bike abgeladen. Tanya bekommt Dagmar’s Rad zum Test. Die einfache Runde zum Spar und am Rückweg den Kirchenberg. Tanya ist begeistert. Der Speiseplan sieht Spagetti Bolognese vor. Man wollte für die Kinder (15, 13, 11) einfachere Nudeln auswählen. Ich habe vehement widersprochen und unter Protest drei Packung Spagetti gekauft. Ich denke die kriegen das hin. Ich möchte hier nicht von Fluggeräteeltern sprechen, der Feind ließt mit, aber normal ist das nicht! Um den Stress für die Kinder gering zu halten, überlege ich als erster das Tischtuch zu verkleckern. Werden sehen ob ich den Mut dazu habe.
Im Dorf Norbert F. getroffen. Er hat mich sofort erkannt und wir haben uns ganz kurz unterhalten. Tanya hätte er nicht erkannt. Der Wandel von der kleinen Tochter von Flicky zur hübschen Frau ging doch so schnell. Und nun hat die Tochter auch schon Kinder die „fast“ erwachsen sind. Wir werden alt!
Es gab ein gemeinsames Abendessen im großen Speisesaal. Dreierlei Nudel und eine sehr gute Hackfleischsoße. Dazu haben wir Wasser gereicht. Der Ältestenrat tagt über die Erneuerung der Türgriffe.
Es geht hier vorwärts, wenn auch mit kleinen Schritten. Ich werde mich nun zurückziehen und ein bisschen in Jutta’s Schätzen graben.

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Schafberg

Ein Ausflug zum Schafberg. Trotz der hohen Preise beschließen wir das durch zu ziehen. Es dauert morgens bis wir aus den Federn auf die Straße kommen. Erst gegen 10 rollen wir, Kai und Heike im Sprinter und Dago und ich mit dem Ducato, vom Hof. Es geht nicht weit. Gegenüber auf den Kirchenparkplatz. Dago zeigt den beiden die Dorfkirche und ich spiele Parkwächter. Dann geht es durch den Markt über Vorchdorf nach Gmunden. Am Funk frage ich ob sie durch Gmunden fahren, oder ein kitschiges Foto vom Traunsee machen wollen.

Dann geht es vorbei an Ebensee, Bad Ischl nach Sankt Wolfgang. Nicht ohne einen Zwischenstopp in Traunkirchen um die Kirche mit der berühmten Fischerkanzel und den Standort zu bewundern.


Die Schafbergbahn ist unser Ziel. Der erste Versuch mit parken ist gescheitert. Wenden und zurück zum Ortseingang. Dort für günstige 10€/Fahrzeug die Wohnmobile auf dem Busparkplatz abgestellt. Kleiner Fußmarsch durchs Dorf und schon stehen wir vor dem Ticketschalter. Eine verwirrende Anzeige stößt uns ab. Wir bezahlen nicht 43,30€ um nur 25 Minuten auf dem Schafsberg zu sein. Dann erklärt eine andere Touristin das es noch weitere Talfahren wie angezeigt gibt. Wir buchen für 18:05 die „erst mögliche“ Talfahrt und begeben uns zum Zug. Die Dampfmaschine bringt uns in 35 Minuten die 5,85 Kilometer lange Strecke hinauf und macht dabei 1190 Höhenmeter.


Oben gibt es einen fantastischen Blick nach allen Richtungen.


Der Himmel zieht zu und es wird frisch da oben. Essen und Trinken eine Kleinigkeit und es ist noch lange bis 18:05 Uhr. Erfahren durch lauschen das man umbuchen kann und 17:25 noch 4 Plätze frei sind. Gesagt, getan. Nochmal den Berg hoch und versuchen ein Panoramafoto zu machen. Blöd, das kann nur meine Canon, nicht das Händy. Dachte das die große, sperrige und schwere Spiegelreflexkamera nicht mehr gebraucht wird. So kann man irren.
Mit der Fahrt ins Tal, steigt die Temperatur und unten angekommen ziehen wir schnell die Jacken aus. Zurück zu den Wohnmobilen, aber im Vorbeigehen noch eine Kirche angeschaut und den berühmten Pracher-Altar bewundert.
Auf dem Parkplatz haben wir uns schweren Herzens von Kai und Heike verabschiedet. Die übernachten in Bad Ischl auf dem Wohnmobilstellplatz und fahren morgen in den Süden. Wir kehren ins Schloss Wimsbach zurück um vor dem Schlafengehen noch eine Kleinigkeit zu essen.
Google meint 129km fahren, bisschen Zahnradbahn, etwas laufen,

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Full house

Ging es den Tag über ruhig von dannen, wurde es am Abend etwas mehr. Den Tag habe ich verbracht mit kleinsten Wartungsarbeiten in und ums Mobil. Staub aus den Scharnieren und Auszügen spülen. Es knirscht alles was man bewegt.
Habe dann den Nachmittagskaffee gekocht und Flicky und Dagmar dazu eingeladen. Kaum war der getrunken ist Kai und Heike aufgetaucht. Kurzes Hallo und dann musste schon die Fütterung der Raubtiere organisiert werden. Nicht so einfach, denn wir sind 10 Personen und zwei der drei Fahrzeuge sind Zweisitzer. Einer bleibt über. Den illegalen Sitzplatz bei mir würde abgelehnt. Adrian fährt zweimal. Das dauert einfach seine Zeit mit so viel Leuten. Zudem sind die umliegenden Lokale heute geschlossen. In Gunzkirchen haben wir einen Tisch bekommen. Sind nur 15 Minuten und das Lokal ist erprobt. Die Amtssprache ist Englisch und ich ziehe mich etwas zurück und halte euch nebenbei auf dem laufenden. Die drei Generationen spielen Karten und die Stimmung ist sehr gut.
Das Essen war sehr gut und alle waren zufrieden. Noch ein Nachtisch und die Welt ist in Ordnung.
Die Heimfahrt genauso wie sie Hinfahrt. Adrian ist zweimal gefahren. Dann im Schloss ein kleiner Rundgang im unteren Stockwerk. Oben kannte Kai und Heike das schon von Dago’s 60er. Es kommt was kommen muss, Adrian, der früh raus muss, kommt ins erzählen. Es sind tolle Geschichten und gleichzeitig Geschichte. Flicky war in die obere Sommerküche gegangen um Telewasser aufzusetzen und kommt herunter und schaut wo ihre Teegäste bleiben. Kai und ich biegen Richtung Wohnmobil ab und lassen die drei Mädels alleine zurück. Ich habe noch in Windeseile das Wohnmobil für die Nacht gerichtet und genehmige mir noch einen Tee aus der Thermoskanne. Es ist 00:35 und morgen wollen wir auf den Schafsberg.
Google ist doof, schaut selbst:
21km 50min.

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Wie die Zeit vergeht.

Es war ruhig und wir haben hervorragend geschlafen. Natürlich viel zu lange. Nach dem aufstehen kleinen Spaziergang um die Gedenkstätte Sachsenburg gemacht.

Dagmar hat mit dem wegfahren den Wunsch nach einem Kaufland geäußert. Dem bin ich sofort nachgekommen. In Frankenberg, da sind wir von der Autobahn runter, gibt es so etwas. Die Leute haben bei uns Kopfschütteln ausgelöst. Der Desinfektionsspender am Eingang wird ignoriert und drin im Laden wühlen diese Leute in den Brötchen im SB-Regal. Haben auf sie Brötchen verzichtet. Denken die das Corona im Urlaub ist? Haben den Einkaufswagen trotzdem voll bekommen. Abgepacktes Zeug!! Im Ausgang ist ein Bäcker, der hat uns mit frischen Brötchen und lecker Kuchen versorgt. Gleich auf dem Parkplatz würde das Aggregat angeworfen und Kaffee gekocht. Hmmm… Die Brötchen waren echt lecker. Kann man empfehlen.
Dann stellte sich die Frage: „SB-Waschplatz und den Gaul bisschen striegeln“. Wetterbericht sagt es regnet und wir sparen die Münzen. Irgendwann müssen wir tanken. Aus mehreren Gründen zögere ich das hinaus. Verfolge mit einer App den Spritpreis. Der steigt auf 2,21€ in der Gegend. Weiter im Süden gibt es Zapfsäulen unter 2€. Da will ich hin. Die zwei kleinen Kanister helfen dabei. Auch die angestrebte Säule steigt über 2€. Weiter im Windschatten polnischer LKWS. Bei Weiden werde ich fündig und wir tanken 125 Liter. Davon gingen 10 wieder in die Kanister. Noch 5 Liter waren im Tank. Die Warnleuchte brannte schon ein paar Kilometer und die Reichweitenberechnung zeigte 59km. Das stimmt perfekt, wenn die Karre die letzten fünf Liter aus dem Tank bekommt. Der Tankwart hat 250€ für die Füllung bekommen. Gegenüber der einen Tankstelle haben wir mit der Taktik und der App 21€ an einer Tankfüllung gespart. Dafür gab es dann für jeden ein Eis.
Zwischenzeitlich Kontakt zu Kai und Heike aufgenommen. Die kommen am Dienstag, somit kein Druck und wir können es uns einteilen. Irgendwie entschließen ich durchzufahren und deutlich nach 20 Uhr in Wimsbach anzukommen. Hänge mich hinter einen Doppeldeckerbus und lasse mich mitziehen. Einen schönen 100er fahren wir. Vorne brauche ich fast 20%mehr Sprit. Ich bin armer Rentner! Kurz vor der österreichischen Grenze trenne ich mich und gehe auf die Bundesstraße 137. Die ist unterwegs wegen einem schweren Unfall gesperrt und wir fahren eine nicht ausgeschilderte Umleitung. Die zwei Navis buhlen um unsere Gunst und bieten allerlei Alternativen an. Landen natürlich weit vor dem Unfall wieder auf der Bundesstraße. Einige wenden, ich biege einfach nach links in eine kleine Straße (7,5to) ab und Kurt und Franz finden die regionale Umleitung. Kostet halt alles Zeit.
Aber wir werden mit einer wahnsinnigen Abendstimmung belohnt. Orangerot ins violett übergehend ist der Himmel. Grandios!! Sicht aufs Gebirge, unglaublich. Ich Versuche erst gar nicht das zu fotografieren, da es sich wahnsinnig schnell verändert und ich jeden Augenblick beim fahren genieße. Dann ist es auch schon vorbei und kurz darauf rollen wir durchs offene Tor in den Schlosspark. Langsam am Schloss vorbei, auch hier steht das Tor offen und Licht brennt, auf unseren Stammplatz. Während ich Keile lege und das Kabel verlege, kommt Adrian mit Flicky und ihrem Enkel angefahren. Die sind schon da und waren auch den Sonnenuntergang bewundern.
Großes Hallo und Freude bei den Mädels. Ich bin müde und hungrig. Habe meine Tabletten noch nicht genommen. Ich ziehe mich ins Auto zurück und richte mir ein Abendbrot. Tippe schnell diese Zeilen für euch und komme langsam zur Ruhe.
Laut Google 445km bei 6:45h Fahrzeit

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GORM-24H RENNEN ist vorbei.

Das polnische Team Polaris hat den Gesamtsieg errungen. Die genauen Ergebnisse stehen im Netz. Möchte meine Leser nicht damit langweilen.
Haben heute so gut es ging ausgeschlafen. Es regnet und ich bin froh gestern Abend fast alles aufgeräumt zu haben. Dagmar duscht ausgiebig und wäscht sich die Haare. Nach so langer Standzeit ist vieles nicht auf dem richtigen Platz. Wollte am Samstag mit der Drohne fliegen und habe extra die Akkus geladen. Wollte weit aufsteigen um das entstehen kleiner Staubwolken und den Zusammenschluss zur Mega-Smog-Glocke fotografieren. Das Wetter hat mich dann bekehrt. Bei dem Regen kein Staub. So ist es halt wenn man Dinge vor sich herschiebt. Die Realität holt einen ein.
Also alles wieder in den Schrank. Kabel einrollen, Müll entsorgen und das zur Verfügung gestellte Zubehör zurückgeben. Einige Hände schütteln, manche umarmen, da ein Schulterklopfen und vielen Leuten zuwinken.
Es geht nicht direkt zum neuen Ziel. Meine wahnsinnig nette Dolmetscherin hat mich zu ihr nach Hause eingeladen. Das sind 31km und 40 Minuten ins Landesinnere. Fahren wir doch gerne. Sie und ihr Mann haben sich ein nettes Häuschen gekauft in wunderschöner Lage.
Wie das so ist, wenn man lange schläft und noch ein paar Meter fahren muss, wir kommen genau zur Mittagszeit und stören beim Essen. Wie peinlich. Da stehen auch schon Teller auf dem Tisch und ich wollte doch nur einen Kaffee. Ist normalerweise unsere Frühstückszeit und wollte erst die Einladung zum Essen ablehnen, aber die Frau kocht Klasse. Das weiß ich aus Erfahrung.
Vorzüglich gegessen, vielen Dank, wer erste Sahne!!!
Aber alles nützt nichts, es gibt einen Reiseplan und den gilt es einigermaßen einzuhalten. Das Zeitfenster für diesen Besuch ist auch nur aufgegangen, weil Kai und Heike etwas später kommen. Letztlich bin ich für eine Gewaltfahrt nach Österreich zu faul, zu alt, zu müde….
Abfahrt in den gelobten Westen. Stelle fest wie dicht wir letzt Woche an den Zwei vorbeigefahren sind. Die Steinbogenbrücke mit dem Freibad dahinter habe ich von der Seite gleich wiedererkannt. Mit überqueren der Grenze kurz angehalten. Meine Clogs sind trocken und ich muss die Flaggen am Fahrzeug wechseln.
Weiter gab es nicht besonderes, außer Stau Höhe Bautzen und Dresden. Ihr glaubt es sicher nicht, aber das mit der Rettungsgasse hat hier vorbildlich geklappt. Blöd, hat mich in meinem Zeitplan zurück geworfen. Nochmals in einen Parkplatz um einen Nachtplatz zu suchen. Da biete sich doch ein lauschiges Plätzchen unterhalb von Schloss Sachsenburg an.
50,9322660, 13,0280156
Hier der Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Blick aus dem Wohnzimmerfenster


Das Ganze von außen.


Staubfrei, toll. Morgen muss ich unbedingt auf einen SB-Waschplatz fahren und dem Betreiber ein paar Münzen spenden.
Heute waren das laut Google 240km bei 5½ h Bewegung.

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Guten Morgen liebe Sorgen

Es ist 06:00 und ich bin wach. Bin gestern Abend etwas früher in die Falle gekrochen. Dago hatte ja ein Mittagschläfchen, aber ich schaute nur für Sekunden meine Augenlieder von innen an. Dafür ist Dago noch etwas Wache gestanden (gesessen).
Alles, wirklich alles, ist mit einer dicken Staubschicht überzogen. Habe beim Anziehen meine Schuhe gesucht. Habe dann unterm Tisch eine Unregelmäßigkeit entdeckt. Diese Erhebung müssen Schuhe sein. Beim Versuch sie anzuziehen gescheitert, es sind Dagmar’s Schuhe. Wo sind meine schwarzen Clogs? Ah, da hebt sich noch etwas ab. Gefunden!
Draußen brüllen die Motoren. Das Feld der 24-H-Autos hat sich sortiert. Muss nachher in den Zeitplan schauen, wann da weitere dazukommen. Es sind ja mehrere Gruppen/Klassen die hier ein unterschiedliches Programm zum absolvieren haben. Bestimmte Abschnitte werden von allen befahren und die Spezialisten haben extra Abschnitte in denen sie mit der Seilwinde arbeiten müssen. Ich habe es leider noch nie geschafft das von nahem anzuschauen. Wenn an meinem Arbeitsplatz nichts los ist, esse ich etwas, pflege meinen Blog oder hänge einfach durch. Es schlaucht schon brutal.
Gestern Abend ist ein Streifenwagen gekommen. Meine Dolmetscherin hilft, obwohl ich mir sicher bin das die Beamten deutsch können. Vorsicht mit den Gesprächen in der zweiten Reihe! Der Parkbetreiber und Jörg als Veranstalter müssen Rede und Antwort stehen. Der sehr schwache Wind lässt den Staub überm Dorf stehen. Ein Dorfbewohner hat sich beschwert daß er wegen des Staubes nicht fernsehen kann. Der Fernsehempfang über Satellit ist gestört, aber die Antwort des Parkbetreibers lasst uns alle schmunzeln. Wenn er wegen des Staubes nicht fernsehen kann, soll er die Fenster schließen.
Die Beamten haben Jorg’s Daten notiert und haben signalisiert das der Fall damit erledigt ist. Sie müssen der Sache nachgehen, was sie hiermit getan haben.
Die Ausfälle mehren sich. Den Spuren nach wurden mindestens zwei Fahrzeuge mit nur drei Rädern von Feld, bei uns vorbei, ins Fahrerlager geschleppt. Zum aufladen haben wir leider keine Möglichkeit. Ich habe das Gefühl, daß das Tempo etwas zurück gegangen ist. Die routinierten Fahrer fahren auf ankommen und die Heißsporne haben ihre Rennmobile schon aufgeladen.
Zwischenzeitlich entleeren ich meine Grauwassertanks mit einem langen Schlauch im Bereich der Einfahrt. Das soll den Staub etwas binden.
Der Wetterbericht hat 90% Regen vorhergesagt. Ich interpretiere das so, wir sind diese restlichen 10%. Die Leute sagen das es 3km weiter geregnet hat. Hier sehen wir im Augenblick nichteinmal eine Chance auf Regen.
11:00
Der Defektteufel hat bei vielen zugeschlagen. Auch die Favoriten leiden darunter. Vielleicht gewinnt ein Ironman das 24-H-Rennen. Das war noch nie da. Ironman? Das sind ganz verrückte!! Die fahren das 24 Stundenrennen alleine ohne Fahrerwechsel. Wenn das so kommt, dann bekomme ich bei der Siegerehrung knallrote Hände vom applaudieren. Bis dahin muss der noch 8 Stunden auf dem augenblicklichen Niveau durchhalten.
13:25
Es regnet!! Es hat anscheinend vorher überall nur nicht hier geregnet. Werden sehen ob es zum Schluss noch eine Schlammschlacht gibt.
Ich stell das Mal online und erweitere es unter Umständen.
15:00
Der Chef war da und hat gesagt wir können Feierabend machen.
17:15
Ich höre den Funkverkehr mit. Immer mehr Ausfälle. Ich glaube der letzte der sich bewegt gewinnt. Viele sind schon abgereist und das Wetter und die wenigen Fahrzeuge locken keine Zuschauer an. Schade, denn die gezeigte Leistung ist große Klasse. Ist halt im Moment betrachtet nicht zu erkennen.
Ich hänge das Mal hinten an. Pünktlich um 19 Uhr würde das Rennen beendet. Bei einer Streckenlänge von 20km quer durchs Gelände dauert es bis der letzte im Ziel ist. Zumal auch in der letzten Runde die Bergungsteams einige zu tun hatte. Man bot einem Team an, wenn der Teamkollege ihn über das Ziel schleppt, er die Runde noch gewertet bekommt. Aber die Nerven waren aufgebraucht.
Ich habe in einer Regenpause mit Dago den Pavillon abgebaut und Tisch und Stuhl auf dem Dach verstaut. Das müsste ich aber zuerst mit dem Schlauch abspritzen. Während Dagmar unser Abendfresschen gekocht hat, habe ich die E-Bike verladen. Stehen einigermaßen aufgeräumt und gesättigt noch am Eingang. Das müsste morgen zügig gehen. Wir legen aber keine Eile an den Tag. Morgen früh erstmal ausgiebig duschen und Dagmar will Haare waschen.
Die restliche Mannschaft ist im Stress. Die gesamte Strecke muß abgebaut werden. Ein paar auf dem Feld draußen denken das die anderen schon beim Feierabendbier sitzen, aber auch das Innenfeld will abgeräumt werden. Da halte ich mich aber zurück und lassen den jüngeren den Vortritt.
Es ist jetzt 20:35 und das letzte Fahrzeug ist geborgen worden. Die Strecke ist frei von „Schrott“.
Werde nachher zur Siegerehrung hoch laufen und mir den/die Irren anschauen.
Ergebnislisten gibt’s später bei FB.

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Ein neuer Tag, 6:30

Ein paar Leute glaubten das wir wegen ein paar Nachzüglern bis 02:00 oder länger, eher länger, aufbleiben. Das Tor würde um 0:30 geschlossen. Heute früh stand es sperrangelweit offen.
Ich warte jetzt noch auf sechs oder sieben angemeldete Teilnehmer und viele zusätzliche Begleitpersonen. Die zusätzlichen Eintrittsgelder werden dringend gebraucht, da wir knapp an einem finanziellen Desaster vorbei schrammen. Wir müssen aus Kostengründen ohne den großen Berge-KAT auskommen. Das heißt für die Teilnehmer das nicht rollfähige Fahrzeuge nicht aus dem Gelände geborgen werden können und für die an der Stelle das Rennen zu Ende ist. Die normalen Bergefahrzeuge können nur die Strecke freihalten.
Der angekündigte Regen blieb bis jetzt aus. Es wird ein staubiges Rennen. Ruhig und friedlich ist es im und um das Fahrerlager. Es dauert nicht mehr lange und das große Spektakel beginnt.
Ach ja, noch eine kleine Geschichte am Rande. Gestern Abend kam der erste Rettungswagen an, gefolgt von einem Pkw mit zwei Helfern. Ich würde informiert das noch ein Rettungswagen mit einem weiteren Pkw kommt. So weit, so gut. Kurz vor Mitternacht kommt ein PKW und hält vor dem Tor mit laufendem Motor. Ich drehe mehrmals den Kopf in die Richtung, kann aber die Situation nicht einschätzen. Ist das ein Einheimischer oder was? Wohlgemerkt ist die Einfahrt mit zwei Scheinwerfern hell erleuchtet und mein Wohnmobil steht direkt dahinter. Plötzlich größeres Fahrzeug mit Anhänger. Ich bin überzeugt der will zu uns und bin schon am aufstehen. Da setzte der Pkw seine seine Fahrt, an Tor vorbei, fort und das Gespann folgt ihm ins Gelände. Wie der Konvoi hinter meinem Wohnmobil außen vorbei ist, erkenne ich den Rettungswagen mit dem Quad auf dem Trailer. Ich springe auf und brülle, aber sie setzen die Fahrt ins Ungewisse fort. Ich ans Funkgerät und versuche jemand im Fahrerlager, das liegt dort innerhalb des Zauns, zu erreichen der die aufhält. Hat nicht geklappt. Dann kommt Richard mit seinem Pickup und macht sich auf die Suche nach den Fahrzeugen. Es dauert eine ganze Weile bis am die zwei Fahrzeuge auf den rechten Weg zurück bringt. Warum Fahrt man an einem beleuchteten Tor, welches links und rechts sogar mit großen Schildern von Veranstalter versehen ist, vorbei in einen zugewachsen Weg??
Der Goldrausch ist in Polen ausgebrochen. Man sieht an den unmöglichsten Stellen Leute graben.
Die Induktionsschleife für die Zeitnahme muss verlegt werden. An ein Leerrohr hat hier noch niemand gedacht.
Der Wind hat gedreht und kommt schlagartig von Westen. Er bringt dunkle Wolken mit. Jetzt kommt zu dem Staub der schon überall eingedrungen ist, auch noch der Schlamm? Das muss nicht sein. Bitte nur ein bisschen Regen um den Staub zu binden.
Streckenlänge ist heuer 20km.
14:00
Die Installationsrunde läuft und die Dinge überschlagen sich. Der Start- Zielbogen ist am umfallen und ein Teilnehmer hat sich überschlagen, in der Installationsrunde! Man entdeckt die Schwierigkeiten den Unfallort genau anzugeben um die Rettungskräfte schnellstmöglich zum Verletzten zu bringen. Verfahren auf dem Weg dorthin gehört auch noch dazu. Da muss für die Zukunft ein vernünftiges System installiert werden. Auch letztes Jahr war die Verwirrung bei einem ähnlichen Fall groß.
14:40
Der Krankenwagen verlässt mit Blaulicht, aber in kleiner Gangart, das Camp. Einer der Insassen muss ins Krankenhaus gebracht werden. Zum Glück haben wir zwei Rettungswagen und achtmal medizinisches Personal. Wenn ich richtig informiert bin sind zwei Ärzte darunter. Somit kann die Veranstaltung weiter gehen.
Der Start- und Zielbogen würde auch stabilisiert. Ob das bei echten Windböen hält wird sich zeigen. Dago schwächelt etwas und ich habe ihr das Bett gemacht. Es ist ruhig und vielleicht kann sie ein paar Minuten schlafen.
Verrückte Dinge passieren. Das Bergungsteam schleppt einen liegengebliebenen Teilnehmer Richtung Fahrerlager, mehr oder weniger quer durchs „Gelände“. Rechts herum um einen liegenden Baum und dann um einem Schlammloch auszuweichen scharf links. Das war für den Geschleppten zu schnell oder eng und er würde auf den Baumstumpf gezogen. Natürlich mit Macht. Einiges hat nachgegeben und das Rennen ist für ihn zu Ende.
15:00
Das Zeittraining hat begonnen. Erst eine lange Runde durchs Gelände und dann ab den Startbogen läuft die Uhr. Eine lange Strecke, durch die Änderung der Fahrtrichtung hat sich das so ergeben. Nicht jede tolle Idee ist fehlerfrei.
Auf dem Weg zum Startbogen, noch bevor die Uhr läuft, noch ein Unfall. Fahrzeug liegt auf der Seite und die Strecke ist teilweise blockiert. Bergungsteam geht raus und kann das Fahrzeug aufstellen. Nach einem kurzen Check kann der Teilnehmer den Weg zum Startbogen fortsetzen um eine gezeite Runde zu starten.
16:15
Geisterfahrer auf der Rennstrecke!! Ein Teilnehmer ist von der Boxengasse aus, falsch abgebogen. Unvorstellbar!!! Ein Streckenposten hat ihn auf den richtigen Weg gebracht.
17:00
Trainingsende. Die Teilnehmer fahren ihre Runde zu Ende und es kehrt Ruhe ein. Die Ruhe vor dem Sturm.
Der Start erfolgte pünktlich um 19:00. Alle sind auf der Strecke. Die X-Treme-Class Spiel im Wald mit der Seilwinde und die anderen fahren über das Feld.

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Wenn die Katze außer Haus ist,

dann tanzen die Mäuse 🐭 auf dem Tisch.
Sowie der Chef das Lager verlassen hat um in sein Hotelbettchen zu kommen, haben wir das Tor geschlossen und sind auch ins Bett gegangen. Es war eh schon weit nach Mitternacht.
Zwei Orga-Fahrzeuge sind in der Nacht angereist und haben sich das Tor selbst geöffnet und sogar hinter sich wieder geschlossen. Gut erzogen die Jungs. Trotz meiner Bemühungen als „Erster“ im Lager fit zu sein, hat mir ein Team schon das Tor geöffnet und waren in der Stadt zum Einkaufen. Ist aber alles im grünen Bereich. Es ist 7:30 und ich bin auf meinem Posten. Ein Wohnmobil, das in der Nacht angereist ist, steht noch vor dem Gelände. Kann sein, daß wird mein erster Kunde.
Gestern Abend hat es schöne Bilder gegeben. Erst der Sonnenuntergang und einiges später der Mondaufgang! Den könnten wir leider nicht mit der Handykamera festhalten. Ist schon mit einer echten Kamera, die Älteren kennen das noch, sehr schwierig. Für das Auge erscheint der Mond riesig und glutrot, für das Objektiv ist das nur ein winziger heller Punkt am Nachthimmel.
Den Mond habe ich so auch nur bemerkt, weil ein paar verrückte Einheimische die Rennstrecke draußen auf dem Feld getestet haben. Dem Klang nach nur ein kurzer Teil, dann ein metallenes Geräusch und wahrscheinlich die Erkenntnis das es für Serienfahrzeuge nicht geeignet ist. Wollte die Fahrzeuge (versuchen zu) fotografieren um zu signalisieren: „Ich habe euch gesehen“, sie haben das Gelände aber auf der anderen Seite verlassen.
Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe, dieses Jahr ist auf der GORM-24H etwas anders. Die nächste Fahrt geht rückwärts. Der Streckenbetreiber hat zwar einige Bedenken angemeldet, da einige „Sprunghügel“ für diese Richtung nicht gedacht/geeignet sind, aber mit leichten Korrekturen gab er nach. Was fehlt ist das okay des Rennleiters. Der muss das ganze absegnen und mit seiner Unterschrift versehen. Der kommt aber erst später. Mal sehen wie das wird. Unterschrift oder Umbau?
Rennleiter ist angekommen. Er ist das Innenfeld bei einer anderen Veranstaltung auch schon einmal entgegen gefahren. Den Acker außen allerdings noch nicht. Er sieht da kein Problem.
Der Platz wird voller und der Funkverkehr steigt auch. Jetzt kommt die Zeit in der Disziplin von allen gefordert ist. Meine Kundschaft ist in aller Regel gut bis sehr gut gelaunt und es macht richtig Spaß den Job hier zu machen. Ich hoffe das bleibt so.
Es ist bald Mittag und es gibt noch kein offizielles Streckenlayout. Nicht das die Strecke geändert wurde, sie ist nur noch nicht mit dem GPS-TACKER abgefahren und erstellt worden. Was nicht ist, das wird noch.

Pünktlich um 19:00 startete die „Rocky Horror Show“, das Qualifying der X-Treme-Class.

Natürlich über die Steine, und ist auch schon vorbei. Es ist jetzt ruhig und wir können kurz zu Abend essen.
Auch diese Nacht werden wir für ein paar Stunden das Tor schließen.
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Schichtbeginn

Haben das heiße Camp verlassen. Dort ist es irgendwie viel wärmer als auf dem restlichen Platz. Die ersten Teilnehmer sind schon eingetrudelt und wir haben die Feuerprobe einigermaßen überstanden.
Heute in der früh wurde der Startbogen aufgestellt und gesichert. Ich schüttle den Kopf über sechs der acht Verankerungen. Wie kann man eine Eisenstange senkrecht halb in den Boden rammen und ganz oben das Seil befestigen. Die zwei auf meiner Seite würden schräg eingeschlagen und die Seile in Bodennähe befestigt. Bin neugierig auf welche Seite der Bogen während des Rennens umfällt. Wäre nicht das erste Mal.
Nebenbei meine neuen Batterien in China bestellt. Heute gab es über 155€ Rabatt, da könnte der Schwabe nicht widerstehen. Jetzt steht die „Alte“ 200Ah Lipo4 zum Verkauf. Wenn jemand Interesse hat, einfach melden.
Jetzt noch den defekten Wechselrichter ersetzen, dann ist die (Camper-) Welt wieder in Ordnung.
Die Jungs sind fleißig am Strecke machen. Sowie das Layout steht werde ich es nachreichen.
Hier Mal das Satellitenbild mit den Innenfeld. Die Felder nördlich von meinem Standpunkt sind auch eingebaut.

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Küchenzelt aufgebaut.

Damit die Grundversorgung klappt, würde das Küchenzelt als erstes aufgebaut.

Die Vorbereitung laufen auf kleiner Flamme. Die Stromsäule im vorderen Bereich führt Strom. Habe das als erstes geprüft. Nicht ohne Grund, den im Kasten sieht das (immernoch) so aus:

Man beachte das gelb/grüne Kabel. Ja, es kommt aus dem einen Schicherungsautomaten oben raus und geht in den anderen unten rein.
Das erste Team ist schon da und macht sich im Fahrerlager breit.

Wir stehen mitten im Fahrerlager in der prallen Sonne. Das ist der Preis den man bezahlen muss, wenn man dabei sein möchte. Unser Eingangsbereich liegt im Schatten, den Platz beziehen wir aber erst am Donnerstag. Vielleicht früher, wenn der Chef auf seinen Platz besteht. So nach und nach trudeln die Helfer ein und richten sich häuslich ein.
Endlich werden die Wolken etwas Dichter und kommt ein Windchen auf. Upps…..

Der Bus hat Eindrücke von der Gorm 2022 gesammelt und inzwischen füllt sich das Camp mit weiteren Helfern. Die Gruppe ist jetzt schon gut angewachsen. Sowie das Streckenmaterial kommt wird mit dem Aufbau der Strecke begonnen. Heute wird das vielleicht nichts mehr.

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