Polarkreis verlassen.

Heute nicht gerade Sonntagswetter, aber es ist trocken. Nachdem es gestern Abend klar war, hat Dago vergeblich die halbe Nacht nach Polarlichtern Ausschau gehalten.
Die E6 begleitet uns. Mit ihr haben wir das höchste und niedrigste Erlebnis, 692 Meter hoch und 6° Aussentemperatur.

Hier haben sie für die zum Nordkap wirkenden Touristen genau auf den Polarkreis einen Konsumtempel gebaut. Allerlei Souvenirs, kleine Speisen und Kaffee kann man(n und frau) sich gönnen. Wir stürzen aber die E6 nach Süden hinunter und mit dem fallen der Höhenmeter steigt das Thermometer. Die Sonne scheint und an den Bergen reiben sich die Wolken. Einige Meter mit offenem Mund die Landschaft angestarrt, ein paar Tunnels durchfahren und schon sind wir in „Mo i Rana“.
Der uns angepriesene Stellplatz ist zwischenzeitlich mit einem Womo-Verboten-Schild versehen. Da all die Parkplätze, welche wir abgeklappert haben, ähnlich aussehen, sind wir einem Geheimtipp gefolgt und haben ausserhalb oben am Berg eine echten Traumplatz gefunden. Mehrere an und für sich, aber die ersten haben mir nicht gefallen und mein Traumplatz war Dago zusehr an der Kante, aber mit unschlagbarer Aussicht. Eine Kurve weiter waren beide zufrieden.

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Endlich eine Fähre

Sonntag, 15.09.2019
Gestern war beim Wetter fast alles dabei. Gefehlt hat Wärme und Schnee.
Trotz der niederen Temperatur haben wir das Gefühl zur schönsten Zeit hier zu sein. Die Färbungen sind zum niederbrechen. Bei fotografieren mit einer Frau aus WN gesprochen.

Sie seien schon lange, 2.5 Wochen, unterwegs und hätten nochmal 2.5 Wochen Zeit. Ich hab dann nur gesagt das wir schon über 7 Wochen unterwegs sind, und das Ende der Reise noch lange nicht in Sicht ist. Gespräch war dann zuende. Dann endlich hatten wir etwas was vor 39 Jahren täglich mehrmals gegeben hat, eine Fähre.
Die ging von Skateberg nach Bognes. Sie kostete 184Kr.. Ich weiß jetzt nicht mehr ob wir in Sagelva oder in Strinda einkaufen waren und ich Gelegenheit hatte ein paar Bilder in den Blog einzupflegen. Nebenbei bräuchten wir Vorräte für den Sonntag, da haben die Norweger zu. Dann gab es eine Fahrt bei der zwei wählerische Reisende einen Übernachtungsplatz suchen. Dago will es Ruhig, ich will was sehen, der Platz sollte nicht zu schräg sein, morgens sollte ich Sonne auf die Solarzellen bekommen. So haben wir machen Plätzchen abgelehnt und ich mir fast Gedanken gemacht, weil ich so wählerisch bin. Aber es hat sich ausgezahlt. Fast am Ende des Leirfjorden habe ich nach
Sommarset vor dem Tunnel die alte Straße entdeckt.
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Nicht Neues auf der E6

Freitag, 13.09.2019
Grandiose Landschaften! Traumhafte Färbungen! Leider nicht möglich diese Eindrücke mit der Kamera einzufangen.
Heute früh, 8° und Regen, losgefahren und unterwegs das normale Ritual, Einkaufen und Tanken, durchgezogen. Ab und zu reißt die Wolkendecke auf und die Sonne küßt uns, drei Kurven später brauch man den Scheibenwischer. So ist der Herbst, man darf sich von seinen Launen nicht unterkriegen lassen. Leider kann man an den schönsten Stellen nicht anhalten und die Stelle bei der Parkbucht ist nicht fotogehen. Aber ich hab’s gesehen und das zählt für mich. Vorhin Kaffeepause gemacht und unmittelbar danach den Traumplatz mit Sonne gesehen. Sind aber weiter gefahren, sonst kommen wir nie irgendwo an, und nun an einem Platz mit nur 2 Sternen die Fahrt für heute beendet.

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Backtag.

Donnerstag, 12. September 2019
Heute lange geschlafen. In der Nacht hat es ein paarmal leicht geregnet. Zuletzt um 10 bis gegen 11, halb 12. Kein echtes Wetter für einen Zoobesuch und Museum hab ich keinen Bock. Also igeln wir uns ein. Kurzer Blick auf die Vorräte, wir werden nicht verhungern, aber wir/Dago könnten Brot backen. Die ewige toasterei um das Supermarkt-Zeug genießbar zu machen geht mir auf den Senkel. Das Zeug aus der Bäckerei ist auch nicht viel besser. Frisches (aufgebackenes) kriegste hier an der Tanke. Nun, der Deutsche und sein Brot???!!!
Heute ging die Heizung auf Störung. Code abgefragt und Gerätübersitzung oder Wärmestau zu Antwort bekommen. Ja, es ist ein Unterschied ob die Heizung die ganze Nacht klein läuft, oder wir morgens den Wagen aufheizen wollen. Sicherung der Heizung entfernt um sie zurück zu setzen. Dann beiläufig die Wartungsklappe vor der Küche im Boden geöffnet und festgestellt das an der Kante der Schaum im Sandwich schwindet. Zu heiß, da hat auch die Spezialfolie nichts genützt. In Gedanken ersetzt ich das Stück Bodenplatte gegen etwas beständigeres, vielleicht eine 28er Siebdruck, darüber ein dünnes Alublech entsprechend gekantet??
Muss da Mal, wenn ich heim komme, ein paar Leuten auf die Nerven gehen.
So, das Brot ist im Backofen und das Aggregat arbeitet. Leider verfügt der Backofen über ein Thermostat gesteuertes Heizelement. Es gibt nicht anderes! Entsprechend sägt das Aggregat. Zu desen Laufgeräusch hab ich mir auch Gedanken gemacht. Ich werde das Teil Zuhause zerlegen und schauen ob ich es ohne das blaue Kunststoffgehäuse betreiben kann. Dann hätte ich wertvollen Platz gewonnen und das Gerät könnte frei stehen. Eine Bodenplatte aus Siebdruck, darunter ein paar weiche Gummifüße. Zusätzlich einen weiteren Schalldämpfer am Auspuff, mit einem Silikonschlauch, montieren.
Brot ist fertig und schmeckt lecker. Mit etwas Glück gibt es noch Buchteln.
Frisches, selbstgebackenes Brot! (Bauchweh)

Buchteln und Zopf!

Gute Nacht

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Waschtrockner muss repariert werden.

Mittwoch, 11. September 2019

Gestern Nachmittag den Waschtrockner in betrieb genomnen. Mit Argusaugen das Ganze überwacht. Die Inkontinenz ist dem Suff gewichen. War hell erfreut als es unter der Maschine trocken blieb und habe mich meinem Krimi gewidmet. Plötzlich fällt das Aggregat in den Leerlauf. Eine Störungsmeldung auf dem Display, E02. Das bedeutet laut Handbuch das sie kein Wasser kriegt, aber die Trommel ist voll bis oben hin. Abgepumpt und nochmal getestet. Wieder säuft sie unser kostbares Wasser. Die Wäsche gespült, wieder mit viel Wasser bis die Störungsmeldung kam, dann abgepumpt und geschleudert. Die Wäsche über Nacht im Fahrzeug getrocknet. Vorne an der E6 gibt es einen Wasserhahn. Dort werden wir auffüllen und die Maschine nochmal testen.

Wenn es sein muss werde ich dort die Maschine ausbauen und zerlegen. Vielleicht ist nur das Kabel ab am Wassersensor. Mein Bruder sucht Zuhause im Internet nach einer Lösung. Durch meinen blöden Handyvertrag sind mir ein bisschen die Hände gebunden.
Zum Wetter, heute morgen sonnig und warm. Waren die Birkenblätter „vorgestern“ noch grün und wir haben auf die Gelbfärbung gewartet, fallen die gelben Blätter heute mit jedem Windstoß in Massen zu Boden. Es geht schnell und so freuen wir uns um so mehr über jeden Sonnenstrahl. Wollen das gute Wetter nutzen solange es geht.
Auf der Fahrt zum Wasserhahn macht die Maschine wieder eine Pfütze. Es kann nur Altwasser sein, sonst hätte das Wasser sich auch über Nacht ausgebreitet.
Wassersensor entdeckt. Die Maschine macht das mit Luftdruck, ein kleiner Schlauch ist von einer „Membrandose“ runter gerutscht. Habe den Schlauch aus einem Halter gelöst, damit etwas mehr Bewegungsraum entsteht. Die Trommel werde ich mit einem Spanngurt während der Fahrt etwas fixieren, damit sie nicht so weit rum kommt. Über den Wasseraustritt macht ich mir noch Gedanken. Dago sagt das sie das Weichspülerfach ausgetupft hat und diese Quelle kommt somit nicht in Frage. Der Schlauch von der Trommel zur Pumpe hat verdächtig ausgesehen, hielt aber einer genauen Prüfung stand. Da müsste das Wasser auch während des Waschganges austreten.
Aggregat getankt und Vorort zwei Maschinen gewaschen. Die Feinwäsche trocknet wieder im Innenraum und die zweite Maschine werden wir auf zweimal trocknen und dann sofort in den Schrank stecken. Das freie Waschen erspart uns eine CP.
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Málselvfossen

Dienstag 10.09.
Es verspricht ein guter Tag zu werden. Der Norweger trägt wie gestern sicher Shorts und T-Shirt, ich begnügen mich mit einer leichten Jacke. Ich muss feststellen daß es leider in der Nacht bewölkt und am Tag klar ist. Gut für das werte Befinden, schlecht für Polarlichter. Aber wir werden das Beste daraus machen. Wenn die Nächte bewölkt sind brauchen wir keine Heizung. Hat alles Vor- und Nachteile.
Es ist eingetrübt und hat auch ein wenig geregnet. Sind durch den Tunnel nach Virkan gefahren, die Norweger schicken die Rechnung für die Maut per Post. Dann die 858 gen Süden. Bei Nordfjordbotn meinte „Franz“ er hat einen Weg gefunden der 8 Minuten schneller ist. Franz ist doof, ich auch, weil ich auf ihn höre. Aber die weiße Straße an der Küste ist schön zum anschauen, sche… zu fahren.
Zwischen Olsborg und Buktmoen haben wir die E6 gequert um die Málselvfossen von Norden anzufahren. Die anfänglich Recht gute Schotterstraße ließ im Verlauf stark nach und war irgendwann nur ein Waldweg. Eine tolles, aber erfolgloses Unterfangen. Wieder auf der 854 weiter nach Osten, rechts über die Brücke und auf der 87 vor um zu den Stromschnellen zu kommen.
Da fließt schon etliches Wasser den Bach runter.
Zurück zur 87 links in den Wald verdrückt.

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Tromsø verlassen

Montag 09.09.2019
Tromsø, Polar-Museum. In einem alten Holzbau, war mal Zollgebäude, schön integriert, jeden Meter ausgenützt, eine Ausstellung über die Erkundung des Nordpol. Viele Dokumente, Fotografien, Instrumente, Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände.


Dann Stadtbummel und den nördlichsten Dom besichtigt. Der hat nur 20 Kronen Eintritt gekostet. Im Schnitt gerechnet jetzt 35/Kirche, ist okay.


Nun bin ich die E8 schon so oft gefahren, dass ein anderer Weg her muss. Ich habe die 862 in nördlicher Richtung gewählt, um dann den südlichen Teil von Kvaløya Sāllir zu umrunden. Kurz vor der Tunneleinfahrt Larseng-Vikran haben wir uns an den alten Fähranleger, der jetzt Buswende ist, hingestellt.

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Tromsø

Sonntag, 8. September 2019
Nun heute in Tromsø gewesen. Ich kenne Tunnels und ich kennen Kreisverkehre, aber einen Tunnel und gleich drei Kreisverkehre im Tunnel, dass war neu für mich. Haben bei der Uni das Tromsø-Museum besucht. Schön gemacht, sehr freundliches Personal.
Drei bzw. vier Ausstellungen, geologisch, Nordlichter und Natur im Wandel, Volkskunde – Geschichte der Samen, bisschen Wikinger, Kirchenkunst. Ging teilweise in einander über. Anschließend haben wir nochmal die Arktic-Cathedral besucht, morgens war Gottesdienst, da wollte ich nicht fotografierend mitten durch laufen. Hät ich nur. Jetzt kostet das 50 Kronen und das Ganze hat mich etwas enttäuscht. Klar, das zweitgrößte Mosaikglasfenster, aber das ist auch schon alles. Schauen wir im nächsten Jahrhundert was übrig ist.


Viel gute Stellplätze gibt es wenig und so sind wir wieder an unseren alten Übernachtungsplatz gefahren. War in meinen Augen gescheiter als irgendwie auf einem CP oder im Industriegebiet.
Polarlichter gibt es wenn erst wieder in der Nacht Montag auf Dienstag von 0:00 bis 3:00. mal sehen ob ich mir das antue.
Morgen gehen wir ins Polar-Museum.

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Polarlichter gesehen.

So, Ziel erreicht. Heute Nacht gegen 0:30 von Dago geweckt worden. „Schnell, schnell komm“ Runter und zum Fenster raus geschaut und Polarlichter über der Bucht bestaunt. Rund 1 Stunde waren sie, mal stärker, mal schwächer zu sehen.

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Kurz vor Tromsø

Samstag, 7. September 2019

Heute vor dem abfahren fällt mein Blick auf einen Strauch vor meinem Auto. Oh, frische Himbeeren. Echt lecker.
Sind nicht weit gekommen
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In Øvergård haben wir getankt. An der Tanke sogar Wasser bekommen. Daneben war ein Supermarkt, mit offenem WLAN.
Mit vollen Vorräten auf die E8, Richtung Tromsø. An einem Aussichtspunkt angehalten und die Entsorgung vorgenommen. Nun gibt es in der Toilette ein Echo beim pupsen. Wurden während der Arbeiten von Deutschen angesprochen, welche uns schon am Nordkap gesehen haben wollen. Ehrlich, wir waren nicht dort, nächstes Jahr vielleicht.
Stehen nun ein paar Kilometer vor Tromsø bei Nordkjosbotn,

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, und haben italienisch gegessen. Obendrauf Tässchen Kaffee und norwegisches Gebäck. Beim Gebäck haben die noch Nachholbedarf, aber besser wie nichts.
Werde mich jetzt meinem Krimi widmen, lesen ist unsere Freizeitbeschäftigung. Bisschen Radio hören und dann in die Falle.
Es gilt wieder viele Eindrücke im Traum zu verarbeiten. Morgen wieder den gleichen Stress, ach ne, morgen gibt es Stadtbummel.

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