Das Wetter

Irgendwie bescheiden. Immer wenn ich zu einem Erkundungsgang ansetze, beginnt es zu regnen und es treibt mich zurück in die Burg. So beobachten wir das kommen und gehen von Kühen, Schafen, Ziegen und Wohnmobilen.
Leider habe ich in der Nacht verkehrt geparkt. Wollte das Aggregat gegen die Böschung haben. Die Solarzellen schauen nun nach Norden. Trotz des trüben Wetters und dem falschen stehen wird der Tagesbedarf über die Solaranlage erwirtschaftet. Nur das warme Wasser bleibt auf der Strecke. Der Ausblick ist ganz okay und so sitzen wir die Sache aus.
Warum hat dieser See so viel Wasser gegenüber den anderen? Nebenbei ist das ein Trinkwasserspeicher. Genauer gesagt Rohwasser zur Trinkwasserherstellung. Um das Niveau zu halten würde die Stromgewinnung aus Wasserkraft hier eingestellt.
Wiedereinmal der Blick aus meinem Wohnzimmerfenster:

38,3703571, -7,3526967

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Umgezogen

Unfreiwillig! Wollten noch die schöne Aussicht von dem Platz genießen. Endlich Mal ein voller See. Habe beim letzten Sonnenbad auf der Terrasse das Verlängerungskabel auf den Aluboxen liegen lassen. Also mit dem ersten Sonnenstrahlen am Nachmittag die Dachterrasse geöffnet und mit einem Geistesblitz das Kabel runtergeworfen. Immer lege ich das Kabel von A nach B. Dann kann es auch gleich unten in einer Kiste schlummern. Beim Urintank ist noch frei und das Kabel soll sich nicht so anstellen. Ich kann mir meine Nachbar auch nicht immer aussuchen. Dach zu und runter. Öffne die Staubox und denke: „Warum sieht der Urintank, der theoretisch leer ist, so komisch aus?“ Die Antwort: „Er ist bis oben hin voll!!“
Was tun? Abbauen und unten im Parkplatz auf einen Schacht gefahren. Das Ventil geöffnet und der Urin rinnt ganz normal ab. Nein, der Strahl versiegt und da dachte ich immer „leer“. Wenn die ersten Zentimeter weg sind und der Druck nachlässt, hört es auf zu rinnen. Box auf und klar der Tank ist voll. Kurz umrangiert und etwas normales Abwasser hinterher gejagt. Also wir fahren Brot kaufen und suchen unterwegs eine „Grube“ zum drunterliegen. Brot gab es keines, aber eine Grube. Ein großer Abwasserschacht am Wegesrand, den ich Rückwärts zwischen die Hinterräder nehmen könnt. Eine alte Jacke und Einweghandschuhe, und es geht unters Auto. Wollte mit einem Kabelbinder den Durchgang freimachen. Das hat schonmal funktioniert. Heute nicht. Die schnelle Reparatur vor dem Abendessen zieht sich in die Länge. Der Tank muss raus. Alles so knapp und eng gebaut. Diese Konstrukteure sollten ihren Scheiß Mal selber reparieren!
Der Tank ist mit PU-Schaum in die Box geklebt. Wer macht den so etwas? Mit dem Leatherman den Schaum gekillt, Schlauchband weg und raus mit dem Tank. Hat viel länger gedauert wie ich hier schreibe. Ablassventil, Schlauchnippel, T-Stück, alles zerlegt und den Urinstein abgelöst. Etliche Liter Wasser verbraucht um das alles sauber zu machen. Dann neues Teflonband und Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Dann durch die Kanisteröffnung Backpulver rein geschüttet. Vorsicht das das Papiertütchen nicht reinfällt…. Grad mach ich’s Maul zu!!!
Also Tank nochmals ausgebaut und auf den Kopf gestellt. Tütchen evakuiert und bei den nächsten Tütchen höllisch aufgepasst. Jetzt noch eine Dose Cola hinterher und das sollt dann die Feinheiten lösen. Werkzeug und Zubehör gereinigt und mit Einbruch der Dunkelheit alles aufgeräumt. Zum Glück hatte ich Kurt drei alternative Plätze beigebracht und wir sind den ersten davon angefahren. Ein Sperrschild verwehrt die Weiterfahrt. Rund 200 Meter zurück und links abgebogen. Siehe da, ein Parkplatz für Wohnmobile. Bin an der Einfahrt im Dunkeln vorbeigefahren und habe im PKW-Parkplatz gewendet. Zwei Versuche mit den Keilen gebraucht. Es gibt am Seeufer keine geraden Plätze. Den Rest machte dann die Stütze.
Google zeigt an meiner Zeitachse nur Müll an. Sind rund 11 Kilometer gefahren und stehen jetzt hier: 38,3702591, -7,3524898

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Das Wetter ist schlecht.

Überall auf der südlichen Halbinsel. Es macht also keinen Sinn, einige Kilometer Autobahn unter die Räder zu nehmen, um irgendwo vergeblich zu versuchen ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. So denke ich darüber nach, dass wir uns einen angenehmen Stellplatz suchen und uns einigeln. Bücher lesen, Fotos sortieren, lange schlafen, nichts tun. Oh, ich habe mit der Wetterapp einen Platz gefunden wo das Wetter angenehmer ist. 2182km und 25h Fahrzeit. Das lohnt nicht 😄. Zudem ist der Regen hier angenehm warm und auf die 100% Regen von gestern haben wir vergeblich gewartet.
Andrea und Michael haben sich verabschiedet. Sie zieht es hinunter in die südwestliche Ecke von Portugal. War eine nette Einlage und hat uns sehr gefreut. Wir gehen davon aus, das wir uns wiedertreffen.
Es gibt nichts was mehr unterhält, wie der Nachmittag auf einem Stellplatz. Mein Bruder, ein Segler, hat schon gesagt: Wenn ein Neuer in den Hafen kommt alle Arbeit einstellen und schauen. Ein Niederländer, besser gesagt ein ganzes Rudel kommt. Einer hat trotz sprachgesteuerten Rückfahrsystem, beim zigten rangieren, versucht einen Baum zu fallen. Anstatt er beim wegfahren links anzieht, damit der Arsch nach rechts schwenkt, ist er rechts weggefahren. Der Baum hat sich gewehrt und sein oberes, seitliches Lämpchen abgerissen. Also auf der rechten Seite ist genügend Platz gewesen. Warum in aller Welt rangiert man so dicht an einen Baum, zumal es das im linken Spiegel live anschauen kann.
Die Chauffeure (nach meinem Foto alle!!), bei 13° in kurzen Hosen und die Rückfahrsysteme in wattierte Jacken, begutachten den Schäden. Den abgerissenen Ast lassen sie liegen, der Wagen bekommt ein graues Pflaster. Ich ernte für das Foto böse Blicke, aber ich möchte nicht das jemand anders verdächtig wird. Da stand heute früh noch ein deutscher LKW. Die Niederländer haben endlich ihren Platz gefunden. Es ist zum totlachen wenn jemand der eh schon nicht fahren kann, die seitliche Neigung des Geländes mit Keilen ausgleicht, der Keil aber oberhalb gelegt wird. Dadurch muss er das Gelände und den Keil erklimmen. Den Keil hinter das Rad gelegt und er hatte den Wagen darauf rollen können.
Ein Deutscher im unteren Teil des Platzes versucht das Gefälle durch wenden des Fahrzeugs auszugleichen. Auch hier ist ein sprachgesteuerten Rückfahrsystem im Einsatz. Ich habe bedenken daß dieses System beim zurücksetzen vom Fahrzeug erfasst wird, da das System zur Rückmeldung eine Gestensteuerung verwendet, sich aber außerhalb des Sichtbereiches vom Fahrer bewegt. Ab und zu blitzt das Haltesymbol hinter dem Heck auf. Der Fahrer kennt jedoch die Schwächen seines Systems und ignoriert sicherheitshalber manche Kommandos. Dagmar moniert die Kleiderordnung dieser Leute. Wenn wir als Kinder bei dem Wetter kurze Hosen anziehen wollten, sagte Mutter: „Draußen ist kalt, da Holst du dir in den Kleidern den Tod!“ Und dann Mobile der oberen Preisklasse fahren, aber die Kleidung aus der Rot-Kreuz-Boutique beziehen. Ausgebeulte Jogginghose und das Lieblings-Tshirt, welches nichteinmal zum schlafen ausgezogen wird. Manchmal schäme ich mich ein Camper zu sein.
Ach ja, wir stehen immernoch hier auf dem Parkplatz unterhalb des Dorfes mit der Burgmauer.
38,4425853, -7,3791965

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Monsaraz

Haben uns hier mit Michael und Andrea, Forumsfreunde aus Womobox.de, getroffen. Ich hatte zwar den längeren Weg mit 158km und Michael nur 60km von Evora, aber ich war trotzdem erster. Haben dann gemeinsam einen Ausflug auf die Burg gemacht.


So stehen wir auf dem Stellplatz.

Am späten Nachmittag haben wir gemeinsam gegrillt und hinterm Auto gegessen. Den Kaffee und den kleinen Nachtisch haben wir bei uns eingenommen.
158km bei 3½ Stunden Fahrzeit.
38,4425714, -7,3791164

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Aracena

Unspektakuläre Fahrt hierher. Zuerst den Lidl gestürmt um die Kühlboxen wieder aufgefüllt, aber auch alltägliches wie Zahnpasta und Sekundenkleber. Was hält in einem funktionierenden Haushalt gebraucht wird. Dann haben wir einen Parkplatz unterhalb der Burg angefahren. Sind kein Risiko eingegangen und haben das zweite Angebot angenommen. Nachdem wir uns gestärkt haben, begann der Aufstieg.
Unterwegs ein paar Fotos gemacht.


Sind die Bilder vom Handy. Wie ich wieder WiFi habe, werde ich die große Kamera auslesen und in das Online-Album hochladen. Oben auf dem Berg habe ich das Nomadenviertel, unweit unseres Parkplatzes, entdeckt und mich der Herde angeschlossen. Möchte ja im Dorf nicht unangenehm auffallen wie mein Parkplatz-Nachbar. Der hat direkt 5 Plätze durch Querparken mit Anhänger verbraucht.
71km bei 1:40h Fahrzeit und etwa 1½ stündige Wanderung auf den Berg und zurück 3,8km
37,8886071, -6,5710041

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Ruinas de Itálica

In der früh es sehr langsam angegangen. Es regnete und war kalt. Die Heizung lief seit den frühen Morgenstunden auf kleiner Stufe. So blieben wir den Vormittag im Haus und bereiteten gegen 12 Uhr das Frühstück. Dann, wie bestellt, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam raus. Die guten Schuhe angezogen und den Fotoapparat geschultert. Der Wagen kann hier stehen bleiben, zum Eingang sind es nur ein paar Meter. Habe dem Wohnmobil das Radio angemacht, damit es sich nicht so einsam fühlt.
Leider kostet auch das hier keinen Eintritt und es gibt nichts was einem den Besuch erleichtert. Es gibt nur eine zweisprachige Broschüre, Spanisch und Englisch. Weder einen Audioguide, noch Postkarten oder CD’s. Schade da die Besucher mit den Füßen mehr kaputt trampeln wie der „Hausmeister“ richten kann.
Muss einmal eine große Stadt gewesen sein. Im Ausstellungsraum gibt es eine Animation zu sehen. Ich Stelle fest: Schon früher haben einige besser gelebt wie viele heute! In das Theater passten 20.000 Zuschauer. Es gibt im Internet ein Drohnenvideo.
Klick mich zum anschauen.
Ansonsten eine schöne Anlage. Hier ein paar Fotos:


Sind jetzt von unserem Ausflug zurück und trinken Kaffee. Überlegen was wir noch tun.
Fertig überlegt, nix!

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Sevilla – gestreift

Wollte die hinteren Bremsbeläge zurück geben, aber der Laden ist, wie vieles in Spanien, Montags geschlossen. Ärgere mich, das ich am Samstag nicht mit dem Fahrrad nochmal hierher gefahren bin. Andererseits passen die Beläge, haben nur keinen Warnkontakt. Aber an Bord befindet sich eine billige Endoskopkamera, mit der vor jeder größeren Reise die Beläge durch ein Felgenloch inspizieren kann. Umgedreht und nochmal so lecker weißes Brot wie am Samstag kaufen. Ist von Aldi, warm und schmeckt nach zwei Tagen immernoch. Dann mit Prinzessin Teile meiner Radtour gefahren und an der Küste das Brot seiner Bestimmung zugeführt.

Dann ging es mit einem Schlenker durch Cadiz hoch nach Sevilla. Alles recht piano um die neuen Bremsbeläge nicht gleich zu beleidigen. Die muss ich erst in Sicherheit wiegen und sie auf die Scheibe abbremsen, dann müssen sie wie die Alten alles geben.
Phu… Die Stadt, Sevilla, und die Straße ist voll. Meinen ersten Stau seit langem. Könnte ihr teilweise umfahren, aber dann war der gewählte Platz mit einem Tor versperrt. Da haben wir beschlossen zu den Ausgrabungen „Ruinas der Itálica“ nordwestlich von Sevilla anzufahren. Die sind zwar Montags geschlossen, aber machen wir wie beim letzten Mal, einfach davor parken. Die Koordinaten deckten sich mit einer preisgünstigen Tankstelle, die im Internet mit 1,44€ für den Diesel ausgepreißt war. Als ich ankam war der Preis bei 1,54€. Habe trotzdem vollgetankt. Stadtrundfahrt und ein Spaziergang später beschließen wir, am Sportplatz zu übernachten. Ist gegenüber der Tanke, jetzt 1,84€, alles richtig gemacht. Bin stolz auf mich.
Habe per WhatsApp mit Michael, einem Forumskollegen von Womobox.de, Kontakt aufgenommen. Der kommt uns mit einem Freund „entgegen“ und wir wollen uns treffen. Monsaraz oder Serpa klingt gut, dann könnte man ein Stück gemeinsam reisen. Die weitere Route die sie geplant haben ist auch für uns Neuland.
175km Fahrstrecke bei knappen 4h.

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Sonntagmittag auf dem Campingplatz

Ein Neuer kommt. Alle Arbeiten einstellen und den Liegestuhl optimal ausrichten. So wie er das Gespann abstellt, hat er einen Mover eingebaut. Sag ich zu Dago, und ich habe recht. Beide steigen aus und schreiten den vorher ausgewählten Platz ab. Deuten dahin und dorthin. Gestikulieren und binden den Hund im Schatten an. Er hängt ab, sie holt die Fernsteuerung. Langsam bewegt sich der Wohnwagen auf den Platz. Drinnen wird er mühsam um 90° gedreht, das er quer in der Box steht. Dann wir das Werk bestaunt und Unzufriedenheit signalisiert. Sie geht zur Rezeption um Umzubuchen. Als sie zurückkommt wird umgeparkt. Ich Frage mich, wie lange hält so eine Batterieladung? Kann man damit in Urlaub fahren, ohne Zugfahrzeug? Spart man an der Maut? Wie wird das berechnet? Fragen über Fragen. Jetzt steht der Wohnwagen wie alle anderen, den langen Weg, aber auf einem neuen Platz. Der Rest ist unspektakulär. Mit dem Akkuschrauber die Stützen ausgefahren und dann kommt die Schwäbin durch. Besen raus und den Erdplatz gekehrt.
Bei uns gibt es zwischenzeitlich Kaffee, welchen ich auf der Terrasse einnehme.

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Campingplatz Roche

Hier stehen wir seit Donnerstag,
Camping & Bungalow
Roche ( campingroche.com )
N36°18’38“ W06°06’46“
und haben bis Montag gebucht.
Der Platz ist Recht ordentlich und fest in deutscher Hand. Das Personal spricht Spanisch und etwas Englisch. Als Gäste gibt es hier alles. Der kleine Wohnwagen oder das einfache Zelt, bis hinauf zum Sattelauflieger mit Slideout. Ich wäre gerne dabei gewesen als der ankam und sich über den Platz gekämpft hat. Die Straßen und Wege sind dafür nicht geplant. Habe schon belustigt zugeschaut wie eines dieser großen Mobile ausgeparkt hat. Zwei Leute vorn und zwei Leute hinten zum schauen. Sind dann die Einfahrt raus gefahren. Ist bisschen breiter wie die Ausfahrt. Meine Nachbarn, ein nettes niederländisches Ehepaar, hat alles neu. Wohnwagen, Vorzelt, Satelitenanlage usw. Ist immer nett und unterhaltsam ihm beim Aufbau zuzusehen. Beim Zelt bin ich helfend zur Hand gegangen. Das Einziehen der Zeltbahn ist nichts für eine zarte Frau.
Ich bin heute bisschen mit dem E-Bike unterwegs gewesen und habe viele Rapid-Plätze entdeckt. (Ist ein Insider) Mit dem weißen Koffer hinten drauf geht das nichtmehr. War eine schöne Zeit mit dem Rapid. Fast wäre die Prinzessin mitgefahren. Habe gestern sicherheitshalber die Gegensprechanlage geladen, aber heute war es ihr zu kühl. Vielleicht morgen?


Der Waschmarathon ist beendet. Ging hier einfach, da auf dem Platz ein Wasserhahn und ein Ablauf ist. Habe den geplatzten, zwischenzeitlich reparieren, Frischwasserschlauch halbiert und eine Hälfte für Abwasser degradiert. Sogar unsere weißen Fleckerlteppiche dürften baden. Sind jetzt wieder schön. Morgen wird der Backofen angeworfen und es gibt wieder einen Zopf.
Wir genießen die Ruhe und geben uns jeden Abend einen Film. Jutta hat uns eine kleine Festplatte gefüllt mit etlichen Klassikern, aber auch einige ganz unbekannte und sehr amüsante Streifen. Danke nochmals dafür!!!

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El Bosque – Ubrique – Vejer – CP

Wer unsere Zeitachsen von gestern und heute vergleicht, wird eine gewisse Differenz bemerken, aber der Reihe nach.
Wir saßen im Wagen und haben den Tag genossen. Ab und zu ein Auto das in den Parkplatz kam. Sogar ein HN war dabei. Plötzlich sagt Dagmar: „Vor dem Auto sitzt ein Fuchs“ und sie nestelt aufgeregt mit dem Handy. Ich weiß wie schnell Handys (und Dago’s) sind und greife in die Galerie, wo meine Spiegelreflexkamera liegt. Einschalten und Deckel entfernen ging gleichzeitig und ich habe Meister Reineke im weggehen noch „abschießen“ können. Ja, es war ein Schuss in den Rücken, aber besser wie nichts. Muss demnächst die große Kamera auslesen und die Bilder ins Online-Album stellen.
Dann gab es Abendessen und beim zweiten Gang klopft es an die Türe. Die Uniformierten stehen draußen und reden auf uns ein. Nachdem keine gemeinsame Sprache gefunden werden konnte, benutzte jeder seine Muttersprache, ich mit leichtem schwäbischen Akzent. Es fallen Wörter wie Nationalpark, No Camping, und die sagen wir müssen wegfahren, ich sage wir essen zu Abend. Sie geben uns eine Stunde und wir verzichten auf den Nachtisch. Überlegen zurück zu dem Stellplatz, wo wir Wasser gebunkert haben, oder weiter auf unserer Reiseroute, fahren. Trotz der Dunkelheit fahren wir weiter. Der Blick ins Tal bringt nichts, aber dafür kann ich mich voll auf die sehr kurvenreiche Straße konzentrieren. Nach 40 Minuten erreichen wir El Bosque. Am Ortseingang verliert „Kurt“ den Überblick, er sollte mich an zwei Plätze aus unserem Reiseführer bringen. Da meldet „Franz“ einen Stellplatz auf dem Display. Ich tippe ihn an und Franz hat nun das Sagen.
Rechts der Straße stehen einige Wohnmobile und wir stellen uns am Ende dazu. Der Fernsehabend ist geplatzt und wir datteln auf dem Handys rum. Ich bin dann etwas früher ins Bett gegangen. Dann kam die Müllabfuhr. Ja, die kommen in Spanien erst gegen 23 Uhr. Früher hab ich die noch nie erlebt. Dann ein nerviges, ununterbrochenes Hundegebell. Nein, kein bellen, dafür ist die Tölle zu klein. So ein Wäf, wäf, wäf, wäf, wäf, wäf……
Warum unternimmt der Besitzer nichts dagegen, überlege ich. Der hat wahrscheinlich den Köter, damit er in „Ruhe“ popen kann auf den Balkon gesperrt. Zumindest lässt das Zeitfenster diesen Verdacht zu. Sodele, jezetle, fertig und der Hund darf wieder rein.
Dann kommt das nächste Müllauto. Ja, sie trennen den Müll zwar nicht (richtig), aber haben drei verschiedene Tonnen aufgestellt.
Dann wird es ruhig. Ab und zu fährt (leise) ein Auto vorbei, das ist Okay. Wir sind halt von dem Frei-stehen verwöhnt, dass ist halt im Nationalpark nicht gern gesehen.
Die dritte Tonne wurde dann am Morgen abgeholt. Gut, dann stehe ich halt früher auf. Bringt nicht wirklich etwas, der Bäcker öffnet erst um 10 und Frühstück gibt es bei uns erst um 12.
So sind wir auf Achse gegangen. Zuerst die A373 nach Ubrique und dann die sehr anspruchsvolle A2304 Richtung Alcala. Der Asphalt ist sehr rissig und hat große Verwerfungen die im Licht und Schatten der Korkeichen fast nicht zu erkennen sind. Fahre mit max 30km/h und amüsieren mich über die blauen Schilder mit der weißen 40. Hier Mal ein Foto außerhalb des Waldes. Die spinnen!! Zum Glück niemand hinter mir und bis jetzt erst 2-3 Autos im Gegenverkehr. Huch, ein LKW…. Wir halten beide an, ich rangieren etwas zur holzverkleideten Schutzplanke hin, geschafft. Plötzlich ist der Himmel voll mit großen Vögeln, welche in der Thermik ohne Flügelschlag dahin schweben. Anhalten und große Kamera rausgeholt und versucht diesen Eindruck festzuhalten. Werden sehen ob das geklappt hat.
Pünktlich zur Mittagszeit taucht ein Parkplatz auf. Frisch gestärkt kam der Höhepunkt des Tages. „Kurt“ hat uns, von mir nicht gleich bemerkt, anstatt auf der Umgehungstrasse von hinten nach „Alcala der los Gazules“ geführt. Steil war der Aufstieg, vor mir ein SUV. Dann hat Kurt in den engen Gassen ein bisschen die Orientierung verloren. Ich habe mich sicherheitshalber im Zweifel für die „größere“ Straße Gasse entschieden. Kurt sagt: „Links halten“ aber ein Auto welches uns entgegenkommt (spitz rechts zurück) muss mehrmals rangieren. Ich warte geduldig und wähle rechts die größere Gasse. Immer rauf den Berg und oben am Kirchenplatz angekommen halte ich erst Mal an. Dachte es kann nicht schlimmer kommen und habe den Weg fortgesetzt. Das Navi sagt: „scharf links abbiegen“ aber das ist unmöglich. Es geht um eine Wand herum mit einer 180° Kehre. Gasse so breit wie das Womo. Kein Gehweg, nichts. Also Rückwärts, solange niemand hinter mir ist. Erst kurz vor dem Kirchenplatz biegt einer in die Gasse ein. Er erkennt die Situation sofort und setzt zurück. Auf dem KP angekommen erklären mir einige Anwohner das die Straße für mich zu eng sei. Wäre nie drauf gekommen. Franz programmiert, der soll es retten. Die Fahranweisung, auch von ihm, in die Enge Gasse wird ignoriert und den Rückweg angegangen. Viel Gegenverkehr machte den Abstieg schwierig. Dann kam die Anweisung „spitz rechts abbiegen“. Das war der Platz an dem vorhin der PKW mehrmals rangiert hat. Die Anweisung ignorieren geht nicht, geradeaus ist gesperrt (Einbahnstraße). Ich muss hier rechts, kein anderer Weg. Mehrmaliges rangieren und ich bin um die Ecke. Angespannt geht es weiter, nichtwissend was noch kommt. Aber wir erreichten ohne größere Schwierigkeiten die Hauptstraße. Kurt hat eine offizielle Rüge erhalten.
Wir wählen einen Umweg an zwei Stauseen vorbei, da kommt uns auf der schlechten Straße eine Herde mit Stieren entgegen. Dachte erst, die sind hinterm Zaun, aber nein sie sind auf der Straße. Kleinste Gangart gewählt um die Tier nicht zu erschrecken. Im Zweifel angehalten und ein Tier nach dem anderen an uns vorbei gelassen. Ganz am Ende sehe ich den Torero der die Tier führt. Man grüßt sich freundlich und wir können die Fahrt fortsetzen. Am Ziel angekommen, gibt es den preisgünstigen Stellplatz (10€) mit Wasser und Strom nichtmehr. Blöd, wir wollten hier übers Wochenende stehen und Wäschewaschen. Dann muss halt ein CP herhalten. Die Internetsuche hat den CP Roche ergeben. Sind noch 4km. Hier sind es 23€/Nacht und nach einigem hin und her sind es dann 18€ geworden.
Hier stehen wir nun und mit dem Abstellen auf der Parzelle geht die Warnlampe der Bremsbeläge an. Die Karre war vor 3.500km in der Werkstatt.
36,3123560, -6,1131426
96km bei 4:40 Fahrzeit

Das war gestern. Habe nachgesehen, die Karre war vor 9 Monaten in der Werkstatt. Bin heute aufs Fahrrad gesessen und ins Nachbardorf gefahren. Einmal quer durch das Industriegebiet und bei einer Autobude angehalten. Wollte nach einem Teileladen fragen. Die Unterhaltung schwierig. Mein Gegenüber spanisch und ich verstehe nur Bahnhof. Ich Deutsch und ein bisschen Englisch, mein Gegenüber versteht nur Bahnhof. Aber wir kommen der Sache näher. Hände und Füße, am Fahrrad an den Scheibenbremsen gezeigt war ich brauche. Er wollte den Fahrzeugschein, hat er bekommen. Er telefoniert. Nach einiger Zeit gibt er mir meinen Schein und redet auf mich ein. „Vale“ fällt oft. Google sagt: Vale = Ok. Ich warte und warte. Der dritte Pizza-Sprint war meiner. Er will 95€, ich will die Beläge. Wir tauschen.
Auf dem Heimweg noch frisches Brot für das Frühstück gekauft.

Ersatzteilbeschaffung mit Fahrrad

12:30 = Essenszeit.
Danach Werkzeug raus und Räder runter. Erst vorn rechts, dann vorn links. Da sitze er, der abgefahrene Warnkontakt. Das alles mit kleinem Bordwerkzeug, das große liegt Zuhause im Keller.
Dann hinten rechts versucht das Rad runter zu machen. Wenn ich unter der Achse anhebe, taucht der Reifen in den Radkasten und ich kriege ihn nicht raus. Vor der Blattfeder, am Aufnahmepunkt angehoben um das Rad, welches auf einem Auffahrkeil steht, frei zu kriegen. Die Karre fällt fast um, so schräg ist er. Drinnen will die Waschmaschine schleudern, ich breche ab. Mit dem Fahrrad über den Platz gefahren und einen zweiten Wagenheber organisiert. Rahmen aufbocken und mit dem Zweiten die Achse leicht angehoben. Das klappt. Die neuen Beläge würden passen, haben aber keinen Warnkontakt. Da die alten Beläge noch 8mm haben, breche ich ab. Bringe am Montag die falschen Beläge zurück.
Online-Album unsortiert, die neuen Bilder kommen nun zuerst.

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