Tag 42, mit zwei Fähren

Nachtplatz bei Bratland


🇸🇯 Fykanfossen, 66.787920,14.037254
🛳 Forøy-Ågskardet
🛳 Jektvik-Kilboghamn
🇸🇯 Bratland, 66.433739,13.147961

🚍 71km, ⏱️ 2:20h Fahrzeit

🌡 12°- 9°, 🌤 ☁️


Guten Morgen. Ein bisschen Interna, es gab wiedermal frische Bettwäsche. Ja, die Wäsche welche wir unterwegs waschen, ist ja irgendwann schmutzig benutzt worden. Die jetzt gebrauchte Bettwäsche darf in diesem Zustand nach hause fahren und bekommt Daheim ein Vollbad mit alles Schikanen. Wir haben genügen Wäsche zum wechseln mit.
Ansonsten war es ein ruhiger Abend, vom rauschenden Wasserfall einmal abgesehen. In der Früh laufen die Arbeiten sehr routiniert ab, alles sehr relaxt. Bin gespannt auf den neuen Tag.
Wir rollen „pünktlich“ vom Platz und haben Glück, der Wettergott schickt uns die Sonne vorbei. Sie teilt sich mit vielen Wolken den Himmel. Die Sonne reicht um fantastische Bilder in den Kopf zu setzen. Zum fotografieren kommen wir nicht immer, oft sind die Momente spontan und schnell vorbei.

Da einige Anfragen zu den Fähren gekommen sind, hier mal eine Auflistung der Fähren in Norwegen. Bei den hier gelisteten Preisen ist unser Rabatt von 50% aufgrund unserer Vorauszahlung schon abgezogen.

Liste der Fahrpreise von Michael zusammengestellt

Wir erreichen den Hafen der kleinen Fähre und nach kurzer Wartezeit kommt sie über den Arhaugfjord und legt planmäßig an.

Schnell sind die Anderen aus- und wir eingeladen. Bei so kleinen Fähren bleibt man im Wagen sitzen. Kaum abgelegt, rumpelt es vorne und wir sind drüben angekommen. Weiter auf der 17er. Michael vorne und ich dahinter.

Wir führen eine ganze Bootsladung an Fahrzeugen an. Ein paar Tunnels und etliche Kurven weiter und wir stehen am Jektvik Fergekai. Es geht laut Fährplan um 13:15 weiter und wir ziehen das Frühstück etwas vor. Die Überfahrt mit dieser Fähre dauert 1½ Stunden und da bietet sich das an.
Kaum das halbe Frühstück hinter uns, so gegen 11, kommt die Fähre. Da entsteht plötzlich Stress, den alles steht herum. Kannen, Tassen und Teller wollen vor Fahrtbeginn aufgeräumt und gesichert werden. Wir brechen das Frühstück ab. „Break-fast“!!
Als alles verstaut ist, kommt Entwarnung. Abfahrt ist planmäßig um 13:15. Nehme an, die sammeln mehrere der ersten kleinen Fähre um effizient und kostendecken zu fahren.
Nochmal decken wir den Tisch nicht. Es gibt noch ein Stück Banane, das muß reichen.

Ach, was ich schon lange berichten wollte und immer vergessen habe. Wenn du spazieren gehst und ein Auto, oft elektrisch und geräuscharm, an mir vorbeifährt, habe ich mich über das Abrollgeräusch gewundert. Steine im Profil? Nee, die haben hier schon die Spikesreifen aufgezogen. Da gibt es, so habe ich das gesehen, zweierlei. Einer mit dezent einer Doppelreihe links und recht am Reifen und die Hardcoreversion, Spikes flächig!
Und immer wieder sieht man Leute in kurzen Hosen laufen. Da passt doch was nicht zusammen!
Ach gestern auf der Fähre waren zwei Mädchen in einer Gruppe junger Leute. Die Eine dicken Parka und Schal und die Freundin daneben in Hose und Bustier, Hirn- und Bauchfrei.

Okay zurück zu „wichtigeren“ Dingen. Nachher auf der Fähre queren wir wieder den Polarkreis.

Der nördliche Polarkreis ist ein unsichtbarer Breitenkreis auf der Erde bei etwa 66° 33′ nördlicher Breite, der die arktischen Regionen vom Rest der Welt trennt. Der Polarkreis steht nicht still. Wegen der schwankenden Erdachse verschiebt er sich jedes Jahr um etwa 14 Meter.

Das Verladen beginnt um 13 Uhr und verläuft klaglos. Handbremse angezogen und ein Gang eingelegt, lassen wir den Duc im Bauch des Schiffes zurück und begeben uns in den Salon. Ist alles sauber und die Sitze wie gewohnt durchgesessen. Die Hälfte der Überfahrt „darf“ Ella unterm Tisch liegen. Dann entdeckt sie ein Crewmitglied, der sich an den Cafeteria etwas holt, und jetzt darf sie hinaus. Frauchen geht mit.
Dachte erst, wir sind im falschen Schiff, da die Fähre einen anderen Hafen anfährt. Sørfjorden liegt gegenüber von Kilboghamn. Oder hat sich der Kapitän einfach verfahren? Nein, eine Zwischenstation welche kurz angefahren wird. Dann am Kilboghamn Fergekai angelegt und Kurt findet schlecht bis gar nicht einen Satelliten. Franz zuckt nicht einmal. Ich halte kurz an und dann kommt:“GPS gefunden“. Von hinten kommt Michael und lässt mich einscheren. Kaum bin ich vor Michael auf der Straße:“GPS verloren“. Als die 17er links abbiegt schere ich aus und lasse Michael vor. Nach zwei Kilometer geht es rechts auf die alte 17er zum Übernachtungsplatz und jetzt tun alle Systeme wieder.
Laut Aufschrieb von Kurt haben wir inklusive der Fähre 162 Kilometer zurück gelegt. Die Landstrecke von 71 Kilometern hat den Batterien auf 55% geholfen. Das reicht für den Rest des Tages und die Nacht locker.

Gegen 16 Uhr haben wir unser Meeting in großer Runde abgehalten. Der Tag morgen hat viele wenn und aber. Wir haben mal 3 Fähren geplant und einige Plätze entlang der Strecke fixiert, falls man abbrechen möchte. Ganz nach dem Motto, alles kann, nichts muss.

Habe gerade das Foto vom Nachtplatz gemacht und beim schreiben der letzten Zeilen sind noch zwei Camper gekommen und haben sich mit auf den Platz gestellt. Das ist der Moment in dem ich mir mein Stromaggregat herbei wünsche. Echte Kuschelcamper.

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2 Kommentare zu Tag 42, mit zwei Fähren

  1. Klaus sagt:

    Peter ich vermisse etwas an Dier!
    Morgen geht es bei uns los.
    Gruß Klaus

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