Tag 10, ein Waschtag

Nachtplatz in Häädemeeste


🇱🇻 Rīga, 56.961780,24.095567
🇪🇪 Häädemeeste, 58.080603,24.489638
🚍 152 KM, ⏱️ 2 Std. 15 Min Fahrzeit

🌡 19° – 13°, 🌨 🌨🌬


Vom Ambiente ist der Platz in Riga ein toller Nachtplatz. Nahe an der Altstadt, nicht sehr teuer und mit Karte bezahlbar. Für andere Parkplätze wird eine App benötigt.
Es ist/war wie immer an solchen hübschen Plätzen, die Dorfjugend trifft und feiert sich an solchen Plätzen. Die spät pubertierenden Jungs buhlen um die Gunst der Mädels. Um ihre Potenzprobleme auszugleichen haben sie ihre getunten und hochglanz polierten Blechpenis dabei. Diese hört man, dank modifizierter Auspuffanlage und oberem, maximalem Drehzahlbereich, schon vom weiten durch die halbe Stadt.
Anscheinend kommt das bei den Mädels gut an, und die Jungs kämpfen mit nachtlichen Straßenrennen um Pluspunke bei den Damen. Die sind halt hübdch lackierte Barbie-Puppen-Fehlpressungen.
Wir sind einfach, den Lärm auf dem Platz ignorierend, ins Bett gegangen und eingeschlafen. Jetzt so im Morgengrauen wüsste ich gerne wo die Jungs nach den Siegesfeiern regenerieren um mich ebenso lautstark für das bunte Unterhaltungprogramm der Nacht zu bedanken.


Die Nacht ist vorbei und wir starten in den Morgen mit einem Zusatzprogramm, und werfen nachdem wir geduscht haben, die Waschmaschine an. Nachher werden wir das Reisemobil mit Heizung und Klimaanlage in einen 3,5 Tonnen schweren, rollenden Wäschetrockner verwandeln. Das hat sich bei vorangegangenen Aktionen bewährt. Bei der Ankunft ist die Wäsche schranktrocken.

Wir sind auf dem Weg zum einkaufen, als plötzlich auf allen Geräten eine Warnmeldung auftauchte.

Das es regnet war uns schon klar, deswegen haben wir den Stadtbummel noch gestern am Nachmittag durchgezogen und nicht wie ursprünglich geplant heute, aber das es so heftig kommen soll?

Noch in Riga einen kleinen Einkauf gemacht und auf sehr guter Straßen in den Norden gefahren. An dem schönen Strandplatz sind wir vorbeigefahren, das Regenwetter vermiest den Spaziergang am sandigen Strand.
Die Genze nach Estland passiert und das Wetter ist etwas besser.
Erreichen den Platz an dem wir den Regentag aussitzen wollen. Wir stellen uns sicherheitshalber nicht direkt unter einen Baum. Schnell ist der Wagen ausgerichtet und Dagmar legt die inzwischen trockene Wäsche zusammen und verstaut sie im Schrank. Die Fahrzeit hat zum trocknen der Wäsche und dem vollladen der Batterien gereicht.

Die Wäsche war schon fast komplett im Schrank verschwunden, als die Reiseleitung auf den Platz rollt. Ganz kurze Lagebesprechung mit dem Ergebnis, wir legen hier einen Ruhetag ein, um uns nicht mit allen die zu früh an der Fähre ankommen, um die wenigen kostenlosen Stellplätze zu streiten.

Am Nachmittag sind noch zwei Wohnmobile auf den Platz gekommen. Zur Kaffeezeit sind Andrea und Michael zu uns gekommen und haben leckeres Zeug mitgebracht. Man sitzt und redet über alles mögliche. Nebenbei die App für das Parken in Tallin eingerichtet. Dem Schwaben wird ganz mulmig, als wir die Kraftstoffpreise in Finnland aufrufen. Da ist Norwegen fast als preisgünstig zu bezeichnen. Alles rechnen nützt nichts, ich muß in Finnland einmal etwas nachtanken. Sind über 1.600km bis zur Grenze im Norden. Dieser extreme Sprung macht mit zu schaffen. Habe bisher noch nie über 1,86⁵€ getankt. Immer irgendwie ein günstiges Land erreicht. Nun ist aber weit und breit kein solches Land in sicht.

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Ein Kommentar zu Tag 10, ein Waschtag

  1. Arno Buchheister sagt:

    Hallo,

    Ist gibt schlechtere Plätze um etwas auszusitzen …

    Liebe Grüße an die ganze Reisegesellschaft.

    Arno

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