🇫🇮 Am Kiantajärvi, 64.996680,29.022824
🇫🇮 Beobachtungsturm, 66.058691,29.089665
🚍 148km, ⏱️ 2:15 Fahrzeit
🌡 17°- 11°, ☁️
Niemand hat sich an uns gestört und wir hatten eine ruhige Nacht. Am frühen Abend habe ich mir das Ergebnis unseres Meetings genauer angesehen und für mich eine „bessere“ Route entdeckt. Die Reiseleitung wohnt zwar nur fünf Meter weiter, aber ich wählte zur Kommunikation WhatsApp aus, und schickte meine Idee an Michael. Kurz darauf kam mein Routenvorschlag mit einem anderen Nachtplatz zurück. Da es mir um die Route ging, war das absolut okay und ich/wir haben für OsmAnd einen neuen Fahrauftrag erstellt. Ich hoffe das die angestrebte Querverbindung morgen eine gewohnt gute Straßenqualität hat. Das Problem tritt in diesem Fall erst morgen ein. Wir werden sehen.
Heute in der Früh nur kleines Programm. Kein Turnen, kein Wäsche waschen. Nur duschen, anziehen, Betten machen und Tee kochen.
Es ist 8:30 und es geht los. Finde auf die Schnelle, beim Franz nicht unser Tagesziel. Franz geht „nur“ mit Zündung und das aufleuchten des Tagfahrlichts ist nun einmal das Startsignal. Einfache Strecke darf Kurt ohne Aufsicht navigieren.
Es hat fast keinen Verkehr auf der Via Karelia. Die meisten die uns entgegenkommen sind Wohnmobile.
Unterwegs fahren wir ganz unvorbereitet am Stillen Volk vorbei. Michael und Andrea wollen das genauer anschauen und wenden nach ein paar Kilometer. Ich drossle das Tempo und rolle im Sparmodus weiter.
Michael hat mir für euch ein paar Fotos zur Verfügung gestellt, falls ihr nicht die Seite selber aufrufen wollt.
Kurz bevor die LiFePo4 voll sind, erreichen wir den von Michael ausgesuchtem Platz auf der geänderten Route. Ein schmaler Schotterweg führt ein paar hundert Meter ins Gelände, zu einer Vogel-Beobachtungsplattform. Auf der Anfahrt entdecken wir zwei Schwäne und beschließen die zu besuchen. Den Duc auf dem Platz so platziert, das auch Michael einen ebenen Stellplatz hat.
Leichte Jacke übergeworfen und mit Handy und Stock bewaffnet den Weg zurück gelaufen. Da kommt schon die Reiseleitung angerauscht. Wir fragen nach ob die Schwäne noch da sind, und die Schwäne sind noch da.
Wir gehen weiter und sehen sie schon sitzen.
Ich gehe näher heran und entdecke mindesten 5 Junge im Nest.
Wir wollen die Familie nicht stören und gehen zurück. Entlang des Weges allerlei Fotomotive, die aber hier mein Datenvolumen sprengen würden.
Der Magen will jetzt auch etwas zum tun und wir bereiten das Frühstück zu.
Anschließend kümmere ich mich um das Update der Lichtersteuerung. Die IT-Abteilung hat wieder großartiges geleistet. Das Grundgerüst unsere Software ist eine von „Profis“ entwickelte Anwendung. Leider sind die Profis nur unterdurchschnittlich und immer wenn etwas gut sein soll, muss man es selber machen. Nur acht Programmzeilen von Michael und das Produkt ist für den Anwender um 100% verbessert. Prinzessin strahlte beim testen über das ganze Gesicht. Perfekte Technik in ihrem Schloß.
Michael und Ella sind kurz vorbei gekommen. Ella versteht nicht, das ich mit der Maus arbeite und sie nicht sofort streichle. Okay, das Update ist eh fertig und sie bekommt ihre Streicheleinheiten. Mit Michael den morgigen Tag kurz umrissen. Wir machen einen auf Kultur und die Reiseleitung legt einen Waschtag ein. Aber das passiert erst morgen am Vormittag in Rovaniemi, unserem nächsten Ziel.
Dagmar stickt neben mir, als ich den Blog schreibe. Im Hintergrund läuft gute Musik unserer Freunde von USB. Da stört nicht mal der Regen.
Habe dann in einer Regenpause den Alkoven aufgestellt und bin auf den Turm geklettert um ein Foto vom Nachtplatz zu machen. Ohne Sonne gibt es nur trübe Bilder. Kaum bin ich wieder unten auf dem Boden, reißt die Wolkendecke auf und die Sonne erstrahlt. Bevor ich mich zu einem neuen Aufstieg überreden kann, schließen sich die Wolken wieder.
Natürlich gab es auch heute ein Meeting, obwohl der morgige Tag schon geklärt war. So gab es nur Kaffee und ein bisschen Klatsch und Tratsch.
Schon taucht die Frage auf, was essen wir heute Abend?








