Tag 17, auf der 6er nordwärts

🇫🇮 Tohmajärvi, 62.190435,30.366780
🚰 Joensuu, 62.592402,29.740886
🇫🇮 Juuka, 63.247804,29.278465
🚍 155km, ⏱️ 3 Std. Fahrzeit

🌡 20°- 13°, 🌤


Es war sehr ruhig in der Nacht. Am späten Nachmittag sind einige Angler gekommen und gegangen. Niemand hat sich an uns gestört, zumindest haben sie es nicht gezeigt. Mein Fuß macht Fortschritte, auch wenn ihm die Besichtigung der Burg Olavinlinna nicht gefallen hat. Heute hat der Fuß frei. Nur den Wagen beschleunigen bis der Tempomat übernimmt und bisschen bremsen. Das Fahren in Finnland ist tiefenentspannt. Keiner drängelt oder überholt riskant und die Straßen sind in einem sehr guten Zustand.
Es geht los und ich habe ein paar Minuten Vorsprung. Wir steuern eine der wenigen V/E-Stationen in Finnland an. Meine Tanks waren noch nicht voll, waren Andrea und Michael schon da. Mein Vorsprung bleibt, den auch Michael benötigt etwas Zeit einen Tank zu füllen.
Kurz vor den Ziel wird das Tablet plötzlich dunkel. Akuter Strommangel lässt ihn ausgehen. Bin etwas verwundert, so lange fahren wir noch nicht. Ich weiß das mehr Strom verbraucht wird, als über das Ladekabel geliefert wird. War bisher nur bei langen Etappen ein Problem. Abdunkeln des Displays hat oft gereicht. Oh, ja, ich habe gestern das Display heller gestellt und nicht zurück geregelt, aber nach nichtmal 2 Stunden?
Während ich das Ladekabel und die Steckdose wechsle um das als Fehlerquelle auszuschließen, hat die Reiseleitung aufgeschlossen.
Kein Problem, Franz ist ja noch da.
Die letzten Meter gibt Franz den Ton an und wir erreichen den Nachtplatz gegen 11:30. Bevor irgendwas gemacht wird, frühstücken wir, heute mit weichgekochtem Ei.
Das Tablet lädt sich langsam auf. In der Frühstückspause von 0 auf 17% und ich bin beruhigt. Bis etwas mehr Strom anliegt, prüfe ich dem Duc seine Hufe. Alle vier bekommen mit dem mitgeführtem Kompressor etwas Luft zugefächert. Dann habe ich mir das Tablet zur Brust genommen. Tablet aus, Osmand aus und keiner schreibt die Fahrstrecke auf. Mühsam das manuell nachgetragen und leider wird der Track recht dick dargestellt. Ansonsten scheint alles im grünen Bereich zu liegen.
Jetzt heißt es, dass Ladekabel und die Steckdose im Auge zu behalten. Geht ja gar nicht das einer einfach und ungefragt Feierabend macht.

Die Reiseleitung kommt vorbei und fragt, was wir von einem Ruhetag halten. Ich steht zwar nicht optimal zur Sonne um die Kapazität der Solarzellen voll auszuschöpfen, aber das müsste hinhauen. Das Wetter soll heute und morgen gut sein. Erst zum Nachmittag besteht 30% Regenrisiko.

So kurz vor 14 Uhr kommt sehr zügig ein Pkw auf den Platz. Dago regt sich bisschen über die forsche Fahrweise auf, aber ich erkenne die Situation anders. Die Fahrerin trägt eine rote Warnweste und ich vermute das es Ärger gibt. Gespannt beobachte ich die Entwicklung. Der Fahrer des weißen Womo und ein Pkw dahinter werden aufgefordert den Platz zu verlassen. Ich warte ob die Frau auch zu uns kommt, kommt sie nicht. Der Pkw fährt weg und das Wohnmobil parkt um und steht nun zwischen mir und der Straße.
Ich vermute das der direkte Uferstreifen tabu oder für die Bootsbesitzer ist.

Gegenüber werden Pavillons aufgebaut. Ich sehe mir das mit dem Feldstecher an. Michael kommt mit dem Handy in der Hand mit genauen Informationen.

Heute (am Samstag, den 29. August 2026) findet im neueröffneten Hafen von Retulahti (Retulahden satama) in Juuka das Maakuntapäivä-Event „Haukea ja hauskanpitoa“ (Hecht und guter Laune) statt.Das Programm und die HighlightsZeit: Ab 16:00 Uhr (sowie morgens ab 06:00 Uhr zum Angeln/Aktivitäten).Aktivitäten: Kinderprogramm, Fischverkostung, Einblicke in den Angelsport und eine Tombola.Hafeninfos: Präsentation der Baugeschichte des neuen Hafenbereichs und Ausblick auf kommende Pläne.Abschiedsfeier: Am selben Abend wird der geschätzte Bürgermeister von Juuka, Henri Tanskanen, verabschiedet, da er als Stadtmanager nach Varkaus wechselt.Veranstalter: Juuka-seura, die Gemeinde Juuka, Juuan Yrittäjät und lokale Vereine

Ich denke heute gibt es Fisch zum Abendessen.
Michael und ich sind am Nachmittag rüber in den Hafen Juuan satama geschlendert und haben uns das bunte Programm angesehen. Ein Karaoke-Verein hat seine Bühne aufgebaut und die Besucher sorgen für die musikalische Untermalung. Teilweise grenzwertig, teilweise „okay“. Nach Begutachtung der Fressstände denke ich, heute gibt es Spagetti.

Zum heutigen Abschluss, ein Klassiker.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster

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