Volubilis

Mittwoch, 25. April 2012
Schlecht geschlafen, die ganze Nacht hat so ein Mistköter ohne Unterlass gekläfft. Habe darüber nachgedacht mich an, und der Töle das Fell über die Ohren zu ziehen. Nochmal zum Campingplatz Zerhoune Belle Vue, den sollte man meiden! Besser frei irgendwo als hier. Wollte morgens Wasser fassen. Der einzige Hahn an den man ranfahren kann, war der an der Entsorgungsstelle. Dort ist ein langer Schlauch fest montiert. Ich wollte kein Frischwasser mit einem Schlauch aufnehmen, mit dem andere ihre Toilettenkassette ausspülen. Notgedrungen den Schlauch im vorderen Teil außen gewaschen und dann abgeschnitten. Mit dem „neuen“ Anfang ging es dann. So richtig tut auf dem CP nichts und was tut ist verdreckt. Das musste auch mal gesagt werden. Morgens sind wir dann nach Moulay-Idriss gefahren. So richtig bin ich mit der Stadt nicht zurecht gekommen, dafür war dann Volubilis ein echter Ausgleich. Dort könnte ich gleich nochmal drüber und hunderte von schlechten Bildern machen. Nach über zwei Stunden Kultur ging es dann wieder auf die Straße, über Sidi Kacem, Souk-el-Arba-el-Gharb immer gen Norden. Das ging schneller als gedacht und wir haben einen geplanten Übernachtungsplatz übersprungen und bis Asilah in den Hafen gefahren. Dort kann man auf einem bewachten Parkplatz gut übernachten. Dort haben wir Leute von der Fähre wieder getroffen. Die Welt ist ein Dorf und die Reise so gut wie zu Ende.

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Meknés

Montag, 24.04.2012
Nachdem wir irgendwo zwischen Mrirt und Meknés in der Pampa geschlafen haben und somit Zeit für einen größeren Stadtbummel in Meknés gewonnen haben, sind wir munter gestartet und wurden kurz vor den Eintreffen in Meknés jäh gebremst. Nicht ganz so spektakulär wie der Letzte hat sich abermals hinten links der Reifen verabschiedet. Ich dachte nie im Ernst daran die gestern so günstig gekaufte Occasion jemals zu montieren. Das Teil diente lediglich dazu mich zu beruhigen, „Du hast ein Ersatzrad“. So schnell ändert sich das alles. Mit gemischtem Gefühl den Schlappen hinten montiert und den Schrott in den Wagen geworfen. Das erste was wir in Meknés sehen, ist ein großer Reifenhändler. Als ich nach einer Occasion frage, schütteln sie den Kopf, aber Neue haben sie. Einen Continental haben sie im Angebot. Lächerliche 1200DH möchte er für einen und ich brauche jetzt zwei. Erst mal zum Geldautomaten und die Vorräte auffrischen. Danach dürfen die Jungs schrauben. Vorne die zwei Neuen und einen der Vorderen nach Hinten……..  Zum Schluss habe ich zum staunen des Chefs unter Applaus der Arbeiter die Occasion vom Vortag aufs Dach geschnallt. Der Bursche dachte das ich im das gute Stück schenke. Nicht mit mir! Leicht frustriert wegen dem Loch in der Reisekasse, haben wir uns dann Meknés angesehen. Dazu gehört natürlich Bab el Mansour, das mächtigste und bedeuteste Tor von Meknés und vielleicht das berühmteste ganz Marokkos und das Mausoleum des Moulay Ismail, welches leider geschlossen war. Kleiner Stadtbummel mit den üblichen Verirrungen und Umwegen, dann Schnauze voll. Irgendwie kann ich mich heute nicht entspannen. Dann der nächste Spaß.  Raus aus dem Hexenkessel ohne Ausschilderung. Die wenigen Schilder stehen nie da wo man sie sucht oder braucht, sondern da wo man eh nicht abbiegen kann. Egal, wie immer haben wir mit dem dritten Versuch Erfolg und treffen die N13 Richtung Moulay-Idriss. Auf dem Wege dorthin soll ein (schlechter) Campingplatz sein, das ist unser ausgemachter Treffpunkt mit Michael und Karin. Vor dem Platz simsen wir unseren Standpunkt durch und fragen nach deren Standpunkt. Khenifra ist die Antwort und die Zusage das sie noch kommen. Wir checken ein und legen die Füße hoch.

 

 

Nachtrag: Michael und Karin sind eingetroffen. Haben zusammen gekocht und den Tag / die Tage besprochen. Sind uns einig: der CP ist schlecht. Bin drauf gekommen warum ich mich heute nicht entspannen kann. Gestern Abend, leichter Schmorgeruch im Wagen.  Nach kurzem suchen die Wasserpumpe, bzw. die Zuleitung und den Schalter im Bad ausgemacht. Heute Morgen die Pumpe zerlegt und den Kollektor durchgemessen. Kann von jedem Feld auf jedes durchpiepsen??? Pumpe ausgebaut und die Stelle überbrückt. Wer mein System kennt, weiß das wir trotzdem Duschen können, da das Wasser von „oben“ kommt.

Habe nochmal eine Karte gebastelt. Zu den 2390km von Karte 1 und 2 kommen jetzt nochmal 1260km dazu. Macht bis jetzt ohne Irrfahrten 3650km in Marokko.

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Beni-Mellal

Sonntag, 23. Apr. 2012

Sehr gut geschlafen, es gab frische Bettwäsche. Trödelich gefrühstückt, da wir spät auschecken und die N8 bis Khénifa fahren wollten. Aber was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an. Bin zu Micha und Karin und habe gesagt das ich rund 16 Kilometer zurück und über Azilal und die R301 zur N8 fahren möchte. Micha hatte eine schöne Piste auf der Karte entdeckt, die ich mangels Ersatzrad aber ablehnte. So war klar das sich nach zwei gemütlichen Abenden die Gruppe in Azilal wieder trennt. Gemeinsam haben wir in Azilal beim lokalen Reifendienst nach einem Reifen gefragt. Occasion, hat der freundliche Mann gemeint und aus dem wohlsortierten Altreifenlager strahlend einen nachgeschnittenen 195/70R15C herausgezogen. Er wollte für den Qualitätsreifen 250DH und ich habe 100DH geboten. Da hat er mit den Augen gerollt und seinen Preis um 50DH reduziert. Das ging, bis wir uns auf 180DH als Komplettpreis geeinigt haben. Michael hat den Altreifen in der Zwischenzeit gründlich untersucht, Dichtwulst ohne Beschädigung, keine Flickstellen oder Flankenschäden. Meine Felge wurde mit einigen Hammerschlägen gerichtet und ein neues Ventil eingezogen. Nach der Montage wurde der Reifen im Wasserbad auf Dichtheit geprüft und vom Lehrling zum Wagen getragen. Die Mädels waren zwischenzeitlich um Brot und Süße Stückchen unterwegs und so fehlte nur noch Trinkwasser zu unserem Glück. Ich konnte mich nicht spontan für die von Michael ausgesuchte Pistentour entscheiden und bin neugierig was ich verpasst habe. Aber auch unser Stück war sehr schon, zum fahren und anschauen. Die R301 zu fahren war die richtige Wahl. Das erste Stück auf der N8 war so lala, aber die 60 Kilometer vor Khénifa hat das ausgeglichen. So haben wir Khénifa für meine Verhältnisse zu früh erreicht und sind weiter gefahren. In Meknés wollten wir uns wieder treffen. Immer Richtung Fes, hat Dago gesagt, aber in Mrirt stand Fes geradeaus und Meknés links. Haben so die unscheinbare R712 gefunden, die eigentlich in der Karte grün unterlegt sein müsste. Sehr guter Zustand und traumhafte Gegend und im zweiten Anlauf einen erstklassigen Nachtplatz gefunden, inklusive Wachhund. Gemütlich Abendbrot gegessen und schmökern noch in den Reiseführen was wir in Meknés alles nicht anschauen.

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Cascades d‘ Ouzoud

Sonntag, 22. April 2012
Heute haben wir die Cascades d‘ Ouzoud besichtigt. Zu Fuß sind wir die rund 1,5km vom CP bis zu den Wasserfällen gelaufen. Der Tourismus ist hier voll im Gang. Der Weg zu den Fällen ist mit etlichen Shops gepflastert. An jeder Ecke wird gekocht und die Speisen feilgeboten. Hier hätte der Wirtschaftskontrolldienst seine helle Freude. Ich brachte es nicht übers Herz ein Handwaschbecken zu fotografieren. Hier gibt es die Becken, welche bei uns im Werbefernsehen mit einmal sprayen sauber werden (sollen). Ich empfehle Hammer und Meisel. Wenn einem nicht die Rauchschwaden der Kochstellen um die Nase ziehen, riecht es nach Urin. Aber die Wasserfälle sehen Klasse aus. Unten kann man sich mit rustikalen Flossen an die Wasserfälle rudern lassen, sieht erfrischend aus. Unbekümmert baden einige in den vom Fluss gebildeten Becken, ohne darüber nachzudenken wohin die Abwässer der im Hang für die Horde der Touristen integrierten Toiletten fließen. Schleppen und den Weg zum CP zurück und schmieden Pläne für die kommenden Tage und beginnen gemeinsam zu kochen. Ich tippe wieder mal ein paar Zeilen für Euch und versuche ein paar Bilder hoch zu laden.

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Ouzoud

Samstag, 21. April 2012
Haben uns nochmal zu Fuß in das Geschehen gestürzt. Dieses mal eine Punktlandung, die Saaditen-Gräber standen auf dem Plan. „Unmittelbar rechts neben der Moschee, d.h. an ihrer Südseite, liegt ein unscheinbares Tor, der Eingang zu den Saaditen-Gräbern.“, steht in unserem Reiseführer. Das Tor ist so unscheinbar das wir es fast nicht gefunden haben. Souvenirshops und Co. waren genügend da, aber….. Plötzlich kommt eine niederländische Reisegruppe und dann ist es ganz einfach, immer dem Führer nach. Haben aber trotzdem ein Ticket gekauft, obwohl wir in der Gruppe gar nicht aufgefallen wären. Nun muss man beim Fotografieren aufpassen, das kein Wasserverkäufer oder ähnliches mit auf dem Bild ist. Die kassieren nämlich kräftig ab, da ist das zigfache verdient. Wenn ich es genau überdenke habe ich keinen Wasserverkäufer gesehen, der Wasser verkauft hätte. Als Motiv macht er schon was her. Die königliche Nekropole ist schon ein prachtvoller Bau.
Schlendern dann zum Wagen zurück und haben unterwegs einen kleinen Laden m mit gutem Brot und Wasser entdeckt. Diesen steuern wir bei der Abfahrt aus Marrakech zuerst an. Dachte das ich eh da raus muss, erster Fehler. Wir müssen Marrakech im Norden verlassen, es gibt keine „Umgehungsstraße“. Zum Dank darf mein Transit auf der Start- und Zielgeraden des Grand-Prix-Kurs etwas Gummi liegen lassen. Wollte Marrakech nach Osten verlassen, zweiter Fehler, Sackgasse. Habe später versucht die Kamera auszulesen und so eine Fahrt durch Marrakech in mein Video-Archiv  zu übernehmen, die ist aber aus irgendeinem Grund ausgetiegen. Aber so zum Vergleich, wer sich eine Woche Fegefeuer ersparen möchte, einmal mit dem eigenen Auto durch Marrakech! Im dritten Anlauf mit viel hupen und drängeln haben wir es geschaft und fahren auf der N8 gen Osten. Nach einigen Kilometern geht es rechts auf die R210 nach Demnate. Von dort über die R304 Richtung Azilal. Rund 20 Kilometer vor Azilal links nach Ouzoud. Dort sind die Cascades d‘ Ouzoud unser Ziel. Aber zuerst auf den Campingplatz Zebra, wo Michael und Karin schon auf uns warten.

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Marrakech

Freitag, 20. April 2012
Marrakech ist schnell erreicht. Hier trennen sich unsere Wege für eine kurze Zeit. Wir fahren mitten hinein nach Marrakech und Michael und Karin fahren weiter und wollen bei den Cascades d‘ Quzoud auf einem Campingplatz etwas relaxen. Wir finden auf anhieb den bewachten Parkplatz neben der Koutoubia Moschee und stürzen uns sofort ins Getümmel. Das gestaltet sich recht einfach, da der Parkplatz mitten im Zentrum liegt. Zwei Straßen weiter ist man auf dem Place Jemaa el Fna, der jedoch trotz strahlender Sonne schläft. Wir streifen durch die Souks und lassen uns treiben. Hier ein Späßchen, dort ein bisschen feilschen, ein paar all gegenwärtige Bettler abweisen, aufdringliche Aufreißer in die Schranken weißen,  immer wieder sein Hab und Gut gegen Taschendiebe sichern. Es duftet um dich herum und 5 Meter weiter stinkt es. Haben die Souks dann verlassen und sind eine große Runde im nördlichen Teil gelaufen. Die Orientierung in den schlecht bis gar nicht beschrifteten Gassen und Plätzen ist nicht leicht und kurz beneide ich Michael und Karin. Aber wirklich nur ganz kurz. Marrakech ist tief beeindruckend und in Bilder nicht zu fassen. Hier muss man gewesen sein, es sehen, riechen und schmecken. Müde erreichen wir unseren Parkplatz. Wollte kurz vorher noch Wasser und Brot kaufen, aber im Nahbereich nichts gefunden. So sind wir über unsere Vorräte hergefallen und haben einen ausgiebigen Mittagsschlaf gehalten und uns am Spätnachmittag nochmal ins Getümmel gestürzt. Der Place Jemaa el Fna ist nun voll und der Jahrmarkt voll im Gang. Fakire, Schlangenbeschwörer, Affenbändiger, Jongleure, Wunderheiler, Tänzerinnen kreuz und quer.  Unzählige Saft-, Imbiss- und Souvenirstände. Es raucht und zischt in allen Ecken. Alt und Jung, Arm und Reich, hier trifft sich alles. Wir haben genug und schlendern Richtung Bett, aber die anderen werden noch lange weiter machen. Bus um Bus werden Touristen herangekarrt. Überall wirst du angesprochen, Taxi, Kutsche, Geschenk……

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Tizi-n-Test

Donnerstag, 19. April 2012
Sind von Taroudannt über den Tizi-n-Test (2092m) bis kurz vor Marrakech gefahren. Die R203 hat zwar durchgängig eine Teerdecke, ist aber sehr wellig. Mehr wie der zweite Gang war da nicht drin. Die kleinste Unachtsamkeit und das Womo springt im Schweinsgalopp über die Straße. Auch das langsame Tempo hilft da nicht immer. Die Landschaft gleicht das jedoch locker aus. Die Passstraße schlängelt sich ohne nennenswerte Steilstücke stetig bergan. Wenn man(n) denkt, selbst der Größte zu sein, dann entdeckt man im Rückspiegel den Reisebus. Gut, ganz so langsam sind wir nicht den Berg hinauf gefahren, aber es gibt schon die ganz Harten hier am Berg. In Tin Mal besichtigen wir die Reste einer alten Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Leider sind die Stellplätze in unserem Reiseführer  nicht mehr aktuell und auch einen in der Karte eingetragenen Campingplatz finden wir nicht. Leider lassen wir im Vorfeld mehrere schöne Plätze in Erwartung des CP ungenutzt. Als wir den CP nicht finden, bleibt noch ein Notplatz im Reiseführer übrig. Eine größere Brachfläche in Tahanaoute soll für Womos geeignet sein. Leider ist das nicht einmal annähernd ein Schlafplatz für uns und so fahren wir nach einigen Runden weiter Richtung Marrakech um dann vor dem Leichtathletik-Stadion Schluss zu machen. Liegt zwar an der Hauptstraße, ist aber sauber, eben und gehört uns alleine.

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Tag des Reifen

Mittwoch, 18. April 2012
Haben gestern noch beschlossen, das wir von nun an in den Norden fahren. Genug von Sand und Staub. Fahren die gute Straße bis Guelmin, mit nur einem Motoraussetzer, und suchen die N1. Kurz vor Guelmin winken zwei Jungs mit einem Motorroller am Straßenrand. Sie haben einen Platten und nicht genügend Werkzeug. Unter Reisenden hilft man sich natürlich. Die Zwei wollen zum Strand schwimmen gehen. Ersatzschlauch haben sie dabei und gemeinsam basteln wir den Roller zusammen. Die N1 ist gut ausgebaut und es geht zügig voran.  Plötzlich verabschiedet sich mit einem lauten Knall mein drittbester Reifen. Rollen so halb auf den nicht vorhandenen Standstreifen. Da hilft auch das extra gekaufte Flickzeug nicht weiter. Montiere zügig den Ersatzreifen und schaue das ich mehr das Hindernis bin. An der nächsten Tanke prüfen wir den Reifendruck und mit vollem Tank geht es weiter Richtung Agadir. Halte bei zahlreichen Reifendiensten (??) an und frage nach einem Ersatzreifen. Finden zwar die passende Größe, aber es fehlt an der Traglast. Habe nur einen normalen mit 650Kg gesehen, brauche aber 900kg. Später denke ich, dass  der mit den 650kg für Ersatz gut genug wäre, aber hinterher ist man immer schlauer. Rein statistisch ist die Anzahl an Reifenpannen erreicht, aber wenn ich an die Statistik der Regentage denke, komme ich ins grübeln. Fahren in Taroudannt, ja hier waren wir schon mal, nicht zum Hotelparkplatz, sondern um die Ecke zu den vielen Wohnmobilen auf den freien Platz. Kleiner Stadtbummel zu Fuß und bisschen Einkaufen, 1 Zitrone und 2 Orangen für den Obstsalat.

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Plage Blanche

Dienstag, 17. April 2012
Nach dem Frühstück besichtigen Micha und ich das weitere Steilstück. Für den Syncro machbar, mit meiner Asphalt-Schlampe sehe ich da außer hohen Reparaturkosten keine Chance. So beschließen wir uns zu trennen. Micha und Karin über die Piste weiter, und Dago und ich zurück und einen anderen Weg suchen. Dann tauchen die 4×4-Fahrer, eine geführte, gut mit Geld ausgerüstete, Kolonne mit ca. 8-10 Fahrzeugen, die wir schon an den Steinbögen gesehen habe, auf. Die Teilnehmer erhalten eine theoretische Einweisung auf das nächste Streckenstück und dann geht es im Gänsemarsch ab. Nach einigen Minuten ist Michael dran. Soweit ich die Piste einsehen kann, hat er keine Probleme mit ihr. Eine Anfrage am Funk bleibt unbeantwortet. Wir fahren zurück Richtung Sidi Ifni und suchen einen Weg zur N1. Einmal sehe ich eine Piste, zu einem CP ausgeschildert, die Anfangs einen recht guten Eindruck macht, möchte aber kein Experiment machen und bleibe auf der Straße. In Sidi Ifni finden wir keinen ausgeschilderten Weg und fragen beim Polizeiposten nach dem Weg. Ampel links, wird uns gesagt. Ja, das sieht gut aus. An der nächsten Kreuzung steht dann ein Schild, da wo keiner eines braucht, weil man eh nur gerade aus fährt. Dann geht es wie in einem unserer Bücher beschrieben. Kurz vor unserem abgesprochenen Treffpunkt, Plage Blanche, ein einsamer Sandstrand, sehe ich rechts ein Fahrzeug auf der Piste. Die Anfrage am Funk bleibt wieder unbeantwortet, aber es ist Michael. Gutes Timing, besser geht es nicht. Plage Blanche und einsamer Strand? Auf keinem standen bis jetzt mehr Autos wie hier. Es verteilt sich recht gut auf der großen Fläche. Oben steht die Weißware und unten am Strand die Aussteiger. Wir haben unseren Platz dazwischen gewählt und lassen es für heute gut sein.

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Sidi Ifni

Montag, 16. April 2012
Wollte erst schreiben: „Der Wind ist eingeschlafen.“, das wäre aber falsch. Der Sturm hat aufgehört! Wind gibt es immer noch genug. Haben am CP ausgecheckt und sind nach Tiznit gefahren. Dort neben Wasser und Dieselaufnahme auch noch kurz in die Werkstatt von den Mechanikern gefahren, den Fehlerspeicher bei Michael löschen. Mussten kurz warten bis der Spezialist mit dem Laptop kam. Das Rücksetzen hat gut geklappt und war recht preisgünstig. Dann sind wir weiter gen Süden gefahren, durch Sidi Ifni an der Küste entlang. Heute war mein Auto dran mit spinnen. Während des Fahrens ging der Motor erst ins Notprogramm und dann aus, beziehungsweise direkt aus. Anfangs habe ich das ignoriert, nachdem ich mitbekommen habe das nach dem Neustart der Fehler weg war. Wenn die Störung kam, auskuppeln, weiterrollen lassen, Zündung aus/an, frisch starten, einkuppeln und weiter geht es mit Motorkraft. Irgendwann sprang er aber nicht mehr an. Also Fehlersuche ist angesagt. Haben dann einen Stecker abgezogen und die Kontakte gereinigt. Der erste Versuch ging nur ein paar hundert Meter weit. Nächster Stecker war auch nicht besser, nächster, nächster….Treffer. Nun fährt er wieder, aber wohin. Irgendwie haben wir die Orientierung verloren. Lag daran das Michael das Navi laufen hatte und mir von hinten per Funk die Kommandos übermittelte. Als Navi und Natur nicht passte, habe ich nach Bauch entschieden, ohne zu wissen wohin es überhaupt geht. Unterwegs einige schöne Strandabschnitte besucht. Vom Meer aus dem Gestein(?) gespülte Bögen sind hier neben einem seit geraumer Zeit gestrandetem Schiff die „Sehenswürdigkeiten“. Nun ist die Straße zu Ende und eine steile Piste führt weiter. Micha testet den Stich und meint, na ja vielleicht eventuell……
Beim ersten Versuch hatte ich einen Traktionsabriss (2 Strafpunkte) und musste nochmal zurück ins Tal. Mit mehr Wissen und mehr Schwung ging die Stelle. Plötzlich im Funk: „Da hättest du rechts müssen“. Da geht es nicht rechts, erst nach der nächsten Biegung. So, nun haben wir einen schönen Platz mitten im Nirwana. Stützen runter und Herd an.

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