Wie geht es weiter?

Schwierig bis gar nicht. Wollten noch eine kleine Rundreise machen und Freunde in Österreich und Polen besuchen. Auf der Strecke waren noch weiter Freunde als Stationen eingeplant. Das wird nun nichts. Ich kann es mir nicht erlauben, wenn ich benötigte Termine bekomme, sie nicht wahrzunehmen.

Samstag und der Garten bekommt meine Aufmerksamkeit. Ein letzter Schnitt des „Rasens“ und grobes Unkraut entfernt. Mehr ist im Augenblick nicht drin.

Sonntag war ausschlafen angesagt. Am frühem Abend haben wir den 66. Geburtstag meiner Schwägerin Sabine im Kreise der Familie mit einem gute Abendessen gefeiert.



Der Montag war unser Feiertag. Wir haben am 26.10. vor vielen Jahren geheiratet. Zur Feier haben wir, außer gemütlich gefrühstückt und Abendessen bei Antonella, nichts gemacht. Nebenbei im Internet ein paar Dekoartikel für die dunkle Jahreszeit bestellt.
Am Abend, wie sehr oft an Montagen, Inspektor Barnaby angeschaut. Ist ein Ritual, bei dem wir an gute Freunde denken, die sicher das gleiche tun.

Meine Motivation und ich haben eine Beziehungskrise und leben im Augenblick getrennt. Entsprechend klein ist die Liste der erledigten Aufgaben. Eine versetzte Rose, aus Dago’s Beet neben das Haus, steht am Dienstag drauf. Am Mittwoch im Keller etwas hin- und hergeräumt. Ein paar Dinge fotografiert und zum Verkauf bei Ebay vorbereitet.
Dann kommen kurz hintereinander zwei Nachrichten herein. Mike kommt zum Kaffee vorbei, was große Freude auslöst. Leider möchte mein Mechaniker den Duc schon heute, damit der Motor morgen kalt ist. Daher musste der Kaffee mit Mike ausfallen. Gleich nach dem Frühstück sind wir dann zu Thomas nach Fellbach gefahren. Dort kümmert Ali sich morgen um den Duc. Mit Ali habe ich gesprochen und den Auftrag um zwei Ölwechsel, Duc und Feierwehr, erweitert.

Die Motivation ist immernoch irgendwo anders, nur nicht bei mir. Den Donnerstag nur abgehangen.
Dafür am Freitag eine gutet Tat getätigt. Mit Winni, die ältere Dame unter uns, und ihrer Betreuerin zum Einkaufen gefahren. Winni hat vor ein paar Tagen ihr Auto abgegeben und da helfe ich ein bisschen aus. Ihre Tochter kauft zwar für sie ein, bringt aber nicht das was Winni möchte. So sind wir schnell zum Lidl gefahren und haben drei Taschen voll eingekauft.
Nach dem Frühstück im Wohnzimmer herum gelungert bis mein Duc mir gemeldet hat, das er bald fertig ist. Wir sind dann mit der Feierwehr nach Fellbach gefahren und haben unterwegs einen Geldautomaten geplündert. Ali, der Monteur, war erstaunt, das wir so auf den Punkt der Fertigstellung ohne Anruf von ihm eintreffen. Schnell noch die Feierwehr bei ihm auf die Bühne gefahren und das Motorenöl samt Filter getauscht.
Navi für Dago auf Heimfahrt programiert und dann ging es nach Hause.
Leider nur bis in die Öffinger Alpen, dort hat sich dann der neue Rippenriemen mit einem „Flopp, flopp, flopp“ gemeldet. Angehalten und die Sachlage untersucht. Ali angerufen und geklärt, was der Riemen alles antreibt. Nur die Lichtmaschine, sodass wenn er reißt ich weiterfahren kann. Umgekehrt und den Wagen vor der Werkstatt abgestellt. Dann ging es mit der Feierwehr heim.
Am Abend erfahren das die Rallye Dakar im Januar 2027 in Portugal startet und in Marokko ausgetragen wird. Wir sind dann nach 1986 im Niger auch 2027 in Marokko dabei.

Es ist Samstag und am Vormittag hat Ali dem Duc einen neuen Rippenriemen verpasst. Inzwischen habe ich mich mit Jörg Sand, Veranstalter der GORM 24h, in Verbindung gesetzt. Habe ihn gefragt, ob er an der Dakar in Marokko teilnimmt. Macht er und anschließend startet er auch in Tanger beim AFRIKA-RACE, das endet im Senegal.

Habe einige Stationen der zwei Rally’s in meine Karte eingetragen und bastle nun eine Strecke drumherum. Mal sehen, was ich alles mitbekomme. Hoffe von Jörg Infos zu den benützten Campingplätzen zu bekommen. Dann könnten wir wie damals im Niger mittendrin sein.

Der Duc steht zwar noch nicht auf seinem Stammplatz, aber schon vor dem Haus. Beim Abholen hat man mich auf meine abgenützten Bremsbeläge hingewiesen. Neue sind schon da und werden mit auf die Reise genommen.

Das Wort zum Sonntag. Schaue auf dem Handy einige Berichte zu den „Schülerdemonstrationen“ an und bin nur am Kopfschütteln. Denke viel an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, aber auch an die, welche nicht mehr unter uns sind. Mache mir Gedanken über meine noch kurze Zukunft. Man(n) geht ja auf die Achzig zu. Habe mein Sparbuch geplündert um Prinzessin einige unsinnige, aber recht nette, Dinge zu kaufen. Läuft eigentlich alles gut für uns. Könnte natürlich besser sein, aber auch viel schlimmer. Es gehen mir Erzählung von Lenner-Oma durch den Kopf. Sie war eine sehr kluge Frau. Aber auch Geschichten von Anderen die nicht mehr sind.
Heute ist ein schöner Tag. Passt auf euch auf. Bis nächste Woche.

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