🇸🇯 Hisdalsbrune, 59.310812,7.329011
🛳 Kristiansand-Hirthals
🇩🇰 Brønderslev, 57.274406,9.951405
🚍 220km, ⏱️ 3:15h Fahrzeit
🌡 17°- 9°, ☁️⛅️☀️
Läuft nicht optimal. Die Reise als solches schon, aber da plant man Zeit für Zwischenstopps ein, und diese lösen sich auf. Wollten unbedingt auf der Rückfahrt bei Wolfgang und Anne in Kassel vorbeifahren. Miteinander Essen gehen, sitzen, reden, sich einfach austauschen. Dago wollte Freitags fähren und daher haben wir das Programm eingekürzt. Nachdem von unserer Seite jetzt alles gerichtet ist, kommt von den Kindern die Meldung: „Wir sind krank“. Das habe die sich auch nicht ausgesucht, ist trotzdem ärgerlich. Jetzt müssen wir ein Ersatzprogramm aus dem Boden stampfen, oder zuhause alle mit unserer frühen Rückkehr erschrecken.
Fest steht, diese Reise war sehr teuer. War uns im Vorfeld klar und ist nicht wirklich ein Problem. Es sind die hohen Lebenshaltungskosten in Norwegen und der explodierende Dieselpreis. Wenn man eine so lange Tour in nur 2 Monaten durchziehen will, bleiben die Standtage auf der Strecke. Diese machen unsere Reisen „billig“. An Standtagen brauchst du nur die zwei Scheiben Brot zum essen. Ach, was ich vergessen habe zu erzählen. In einem dieser langen Tunnels hat mich einer, obwohl ich 80 drauf hatte, überholt. Als er vor mir einscherte, hat er ein Steinchen aufgewirbelt und meine Scheibe getroffen. Ja, die Kosten einer neuen Scheibe kommen auch noch dazu. Nein, das bezahlt nicht meine Versicherung. Das Geld, welches andere Leute für Versicherungen ausgeben, geht bei uns auf ein Sparbuch und trägt Zinsen. Davon bezahle ich die Scheibe. Auf Dauer gesehen viel billiger wie Versicherungen.
Die Nacht war extrem ruhig, vom rauschenden Wasser abgesehen. Sind früh ins Bett und früh heraus. Wir haben mit der Reiseleitung telefoniert, Michael hat heute Geburtstag. Nochmal alles Liebe und Gute zum Geburtstag.
Dagmar zieht ihre Turnübungen durch und ich beginne langsam mit dem Umbau auf Fahrbetrieb. Hört sich wie viel Arbeit an, sind aber einfache Handgriffe. Vorhänge abhängen und zusammenlegen, Sitz drehen, Tich verschieben und arretieren, Kurt aufwecken usw.
Den Schotterweg zurück auf die 9 und rechtsab nach Kristiansand. Unterwegs noch tolle Bildwr „erlebt“.
Der Süden von Norwegen sieht uns sicher sehr bald wieder. Ansonsten nichts passiert. Wir treffen kurz vor ½12 im Hafen ein. Der Schalter ist noch geschlossen und wir nutzen die Zeit für ein schnelles Frühstück. Immer ein Auge auf den Schalter gerichtet, da wir zweites Fahrzeug sind. So langsam füllt sich der Wartebereich und bald geht es los. Schnell noch Kurt ein neues Tagesziel in Dänemark gegeben und dann heißt es abwarten.
Etwas nach 12:30 wurden die Schalter besetzt und kurz darauf gingen die Ampeln auf grün. Wir werden auf Spur 3 geleitet und dort hat ein junger Mann Bordkarten, Pässe und das Fahrzeug kontrolliert. Es beginnt Warten 2, auf das Schiff.
Fähre kommt pünktlich und parkt rückwärts ein. Bald beginnt das Verladen. Da der Fährhafen teilweise eine Baustelle ist und daher Farbanmarkierungen und Schilder fehlen oder sind falsch sind. Damit die Leute wissen wo es lang geht, gibt es ein öko „follow me“ Fahrzeug“. Ein Mitarbeiter mit Fahrrad führt die Schlange an den richtigen Platz.
Es ist eine Fähre in die man von hinten reinfährt und drin wendet um wieder am Heck rauszufahren.
Schiff sehr sauber, keinen Grund zum klagen. Setzten uns, nachdem auf dem Oberdeck (10) der Bär steppt, im Deck 7 in die Cafeteria. Stühle bequem, Tische sauber. Leider etwas zu dicht an der Kinderspielecke. Wer kleine Kinder hasst ist nicht unbedingt ein schlechter Mensch. Die Eltern bremsen die schreienden Bälger in keiner Weise.
Nach starken 3 Stunden taucht Hirthals auf und wir begeben uns zum Duc auf Deck 5. Der Arme musste die gesamte Fahrt das Hupen und Blinken der verschiedenen Alarmanlagen aushalten. Er tut mir echt leid.
Natürlich hat das Schiff noch nicht einmal am Kai angeschlagen, werden die ersten Motoren gestartet und die Lichter gehen an. Wenn man das macht, geht es natürlich schneller.
Endlich dürfen die ersten losfahren. Wie Perlen aufgereiht geht es zum Ausgang. Auf der Autobahn entzerrt sich das Ganze. Wir steuern Brønderslev an. Dort gibt es mitten im Ort einen Stellplatz. Den habe ich für die Nacht ausgewählt.
Schnell in Position gefahren und zwei Keile gelegt. Dach hoch und umbauen zum wohnen. Noch schnell das Foto gemacht, dann ruf Dagmar zum Abendessen.
Blog tippen, Bilder komprimieren, Kurt für den morgigen Tag vorbereiten, all das will gemacht werden.
Nebenbei den Fahrzeug-Trip für Skandinavien ausgelesen:
5972 Kilometer in 108 Stunden zurückgelegt und 10,1Liter Diesel auf 100km im Schnitt verbraucht.
Da kommt ganz zum Schluß noch An- und Abfahrt dazu.












