🇬🇷 Dojransee, 41.198146,22.776522
🚍 125km / 2h30min
🛃 10 Minuten
🇲🇰 Tikveś-See, 41.402168,21.936039
🌡Wetterdaten vergessen
Zeitig losgekommen und als erstes die Grenze angefahren. Ging absolut problemlos. Neben den Pässen wurde nur die grüne Versicherungskarte gefordert.
Im Gegensatz zu anderen Länder ist in Mazedonien die öffentliche Hand bemüht, die Sache am Laufen zu halten. Büsche werden zurück geschnitten, Gräben ausgeräumt, Gras gemäht und alles ist/wird, soweit das mit den vorhandenen Mitteln geht, instandgesetzt.
Die Straßen sind sehr speziell. Einerseits gut ausgebaut, andererseits mächtige Schlaglöcher und Verwerfungen. Das erfordert höchste Konzentration vom Fahrer. Die „gute“ Straße verleitet zum „schnellen“ Fahren und die Löcher kommen ohne Vorankündigung.
So wenig wie die zwei Navis, Franz und Kurt, unbefestigte Straßen erkennen, so wenig kennen sie mautfrei. Das kostet aber hier ein Nasenwasser.
Lustige Begebenheit, zu der ich vielleicht ein Foto in der Dashcam finde.
Ich fahre und Franz will links abbiegen. Kurzer Blick auf Kurt, der will geradeaus weiter, was ich auch mache.
Da ruft Kurt „April, April“ und signalisiert das er jetzt auch da links will.
Wenn beide das wollen ist es okay und ich wende wenige Meter hinter dem Abzweig.
Kaum bin ich auf der linken Variante, ruft nun Franz „April, April“ und will bei jeder Gelegenheit wenden.
Jetzt aber, Franz gibt den Ton an.
Vor mir fährt ein Sprinter mit leerem Autotrailer. Franz sagt, rechts abbiegen, aber eine Unterführung mit 2,50m lässt mich zögern. Der Sprinter ignoriert das Sperrschild ⛔️ und fährt geradeaus als Geisterfahrer die Ausfahrt hoch auf die Straße.
Ich mache ja viel mit, aber da kneife ich. Wende vor der Unterführung und versuche auf der kleinen Straße daneben meine Fahrtrichtung beizubehalten. Die ist aber sehr schmal und ich halte an um mich zu orientieren.
Da wo ich vorher gewendet habe, hätte ich weiterfahren müssen.
Okay, ich wende und fahre zurück und beschließe, den Zwei nicht zu trauen und die nächsten Kilometer der Ausschilderung „Skopje“ zu folgen. Der LKW vor mir fährt an einer der Gabelung rechts, Schilder (Skopje) und beide Navis wollen links. Drei gegen einen, ich füge mich.
Plötzlich scheint mir die Sonne ins Gesicht, obwohl ich einen Nordkurs fahren müsste.
Kurz gezögert und festgestellt, die Strecke führt etwas zurück um auf eine große Straße zu kommen.
Okay, die kommt und ist eine grün ausgeschilderte Autobahn. Der folge ich und nach etlichen Kilometern, beide Navis bleiben auf der Bahn, eine Ausfahrt und ich erkenne eine alternative Straße, bevorzuge aber die bis dato kostenfreie Autobahn.
Ausfahrt vorbei und das Schild „Peage 2000m“ taucht auf. Beide Navis fahren stur darauf zu. Es werden 2,50€ aufgerufen.
Für den Schwaben kein Problem, des spart er am Sprit!
Franz will weit in den Norden fahren, Kurt übrigens auch, um dann wieder Südlich zu fahren, um zum Tikveś-See zu gelangen. Ich aber habe Kurt einen Wegpunkt gesetzt, um ohne allzugroße Umwege von Ost nach West an den See zu gelangen.
Die Straße ist akzeptabel und landschaftlich sehr schön gelegen.
Den Tikveś-See erreicht und auf einem Schotterweg von der Staumauer aus zum Wasser gefahren. Auf halber Strecke ein breites Stück, das auch noch gerade ist. Der Plan B, falls der Platz nicht gefällt, ist frühstücken und weiter zum nächsten See zu fahren.
Der Platz gefällt und so bleiben wir den Rest des Tages und die Nacht hier.
Zum Frühstück nehme ich eine Tilidin zu mir. Ich schlafe immer in der selben Position, mit den selben Kissen auf der selben Matratze, trotzdem bin ich heute total verspannt und habe Nackenschmerzen. Zu diesen Nackenschmerzen gesellen sich auch noch Kopfschmerzen.
Ich verschaffe mir nach dem Frühstück etwas Bewegung und gehe spazieren. Erst kurz vor meiner Rückkehr fängt die Tilidin mit ihrer Arbeit an.
Dagmar und ich diskutieren einige Umbauten, die ich gerne durchführen möchte. Es sind nur Kleinigkeiten die ich verbessern kann, da der Wagen ja fast perfekt ist. Da eine neue Verkleidung, dort eine Ablagemöglichkeit schaffen, hier den Murks von Neubau nacharbeiten.
Die Bauzeit des Wohnmobils gehörte nicht zu meinen besten Tagen. Da hatte ich große Probleme mit mir selber und war einfach froh, wenn etwas fertig wurde und funktioniert hat. Das sieht man leider an manchen Stellen.
Und man darf nicht vergessen, wir sind schon viele Tage mit dem Reisemobil unterwegs. Das eine nützt sich ab und bei anderen Dingen zeigen die gesammelten Erfahrungen neues Potenzial für Verbesserungen.




