Tag 75 – Pamukkale – Tripolis – Sardes

Nachtplatz bei Sart


🇹🇷 Pamukkale, 37.930136,29.109218
🚍 140km 2h40min
🚮 erster Mülleimer
🏛 Tripolis Antik Kenti 0€ / 1½h
☕️ 1½h
🛒 ½h / 4,46€
🇹🇷 Sart, 38.486602,28.039023
🌡18°↑ 7°↓, ☀️


Neuer Tag und neues Glück. Dagmar geht es viel besser, sie schimpft schon wieder mit mir.
Die Besichtigung hier, lassen wir aber aus mehreren Gründen ausfallen.
Einer der Gründe ist das in meinen Auge überteuerte Eintrittsgeld. Ausländer bezahlen 30€, was einige Leute für „günstig“ halten. Wir haben schon viele Ausgrabungen und Co besucht. Oft für so kleines Geld, das ich gesagt habe: „Ich mache mit den Füßen beim laufen mehr kaputt, als man mit dem 1,20€ herrichten kann.“ Bei dreißig Euro, zumal Dago nur die kleine Runde schafft, bin ich raus.
Wir geben uns mit den Spektakel der Heißluftballons zufrieden. Wecker gestellt und brav aufgestanden. Waren es heute nur acht Ballons, so waren die Bilder trotzdem hervorragend.

Einige schaffen es nach 1½ Stunden fast am Startplatz zu landen. Die Anderen gehen im Tal nieder.

Ein Klassiker darf nicht fehlen.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Ich nehme die Drohne und drehe eine Runde. Muss beim aufsteigen die Frage nach der Starterlaubnis ignorieren. Da haben die mir einen Hubschrauberlandplatz genau vor die Nase gesetzt. Um keine Schwierigkeiten zu bekommen habe ich die Drohne etwas über der erlaubten Flughöhe geflogen. So sieht und hört man sie am Boden nicht.

Zurück am Fahrzeug geht es weiter. Das Fernziel ist Aliağa an der Küste. Ich habe als Ersatz für Pamukkale die Ausgrabung The Ancient City of Tripolis entdeckt. Ein echter Geheimtipp und im Gegensatz zu Pamukkale kostenfrei zu besichtigen.
Nur der Weg dorthin war supoptimal. Franz hatte nur das Endziel zur Sicherheit programmiert und Kurt die Zwischenziele. Klar widersprechen die sich beim navigieren. Ich habe mich wegen der Ausgrabung auf Kurt verlassen. Als der sagte „geradeaus weiter“, bin ich Franz gefolgt. Habe dann aber angehalten und mir das angeschaut. Du willst zur Ausgrabung, dann fahre „geradeaus weiter“, dachte ich. Kurt war schon so weit nördlich, das eine Planänderung keinen Sinn macht und man die angekündigten 10 Minuten auf der „offensichtlich“ guten Splittstraße fährt. Es blieb keine Splittstraße. Es kam Schotter und größer werdende Löcher, später mit Wasser gefüllt.
Egal, wir sind da und ich habe die Einstellungen nochmals von Kurt geprüft. Der wollte gestern am Abend bei der Routenplanung Mautstraßen nutzen, was ich nicht will. Wo er plötzlich die Freigabe dafür bekommen hat? Unbefestigte Straßen sollen vermieden werden, ist noch aktuell.

Wir kommen an und die Anlage ist ein Traum. Nicht nur weil es keinen Eintritt kostet, auch die restauriten Teile sind super. In der Anlage sind die Arbeiten im vollen Gange, was nicht heißt das alle Arbeiter arbeiten. Die Hälfte sitzt herum und hat ein Handy in der Hand. Da fehlt eine ordentliche Bauaufsicht.

Müde vom vielen laufen kehren wir am Wagen an. Dago meint wir sollen hier übernachten, aber nach der Frühstück geht es weiter, nicht ohne festzustellen das Aliağa noch weit weg ist. Wir brauchen einen Plan B.
Ich mache auf dem Handy Maps, P4N und auf dem Tablet Magic Earth auf. Die Ausbeute ist auf der Strecke mau. Da sticht mir bei Maps Sardes Antik Kenti – Manisa ins Auge.
P4N nach einem Platz daneben gesucht und auch „gefunden“.
Die Platzbeschreibung ist interessant:

Grasfläche mit Blick auf die antike Stätte von Sardes und die gesamte umliegende Ebene. Abends etwas Verkehr aber nicht störend. Allerdings ganz in der Nähe der Moschee. Die Zufahrtsstraße ist unbefestigt, aber wir haben sie mit unserem 6m30-Traktions-CC passiert! Ich hätte es vielleicht nicht im Regen versucht!

Jetzt die Platzbewertungen:

Die Zufahrtsstraße ist für ein normales Wohnmobil zu stark beschädigt… aber man kann am Anfang der Straße übernachten. Es gibt ohnehin nicht viele andere Möglichkeiten in der Gegend! Schade, denn die Ruinen sind wirklich sehenswert!

Straße mittlerweile sehr ausgewaschen. Bin mit 3t Frontantrieb den letzten Teil nicht hoch gekommen. Mit leichterem Fahrzeug oder 4×4 möglich.
Haben unten an der Abzweigung auf einer Grasfläche eine ruhige Nacht verbracht

Ich bin zu Fuß dorthin gegangen und habe mich nicht getraut, mit meinem Fiat Ducato hochzufahren, selbst als der Boden trocken war. Der Ort selbst ist fantastisch. Er ist sauber und bietet eine wunderschöne Aussicht.

Kurt bekommt die Koordinaten und wir fahren los. Kurz vor dem Ziel lockt ein MMM Migros und wir legen einen Stopp beim Shoppingcenter ein. Drinnen angekommen mussten wir zweimal den Wagen wechseln. Blockierende Lenkung oder Räder machen das schieben des Einkaufswagen zur Qual. Ein kleiner Einkauf, da Prinzessin Nulldiät macht.
Sind dann zuerst die Ausgrabung angefahren. Ist eh an der Hauptstraße. Dachte das wir dort übernachten können und morgen die Besichitigung starten.
Hab ich schon geschrieben „an der Hauptstraße“?

Ratet mal wo wir stehen. Das mit dem hochlaufen habe ich mir geschenkt.

Größter Nachteil des Platzes, das Minarett ist das Höchste im Ort und nichts ist zwischen uns.

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