🇹🇷 Taşucu, 36.317553,33.882078
🛂 ½h
🪑 3h
🛳️ Taşucu-Girne 120km/8h
🛂 ½h
🪑 ¾h
🚍 136km/2h20min
🇨🇾 Agia Triada, 35.668232,34.572584
🌡️ 17°/8° 🌧️🌤️☁️
Was für ein Schiff? Was für eine Überfahrt? Ist die Insel das wert?
Der erste Eindruck war ja super. Neues Terminal mit allerlei Technik. Kennzeichenerfassung, Fahrzeugwaage (uff!!!), Röntgenanlage, aber es wird (noch) nicht optimal genutzt. Man lässt dich ganz vor fahren, damit du wieder ganz zurück laufen musst. Das Einchecken geht beim Checkout, die anderen Schalter sind nicht besetzt. Man muss suchen, oder den anderen nachlaufen, den es gibt keine Wegweiser.
Ein echter Seelenverkäufer steht am Kai und bevor wir auf den Kahn können, muss erstmal an der Rampe geschweißt werden.
Wir waren beim Einchecken die ersten Fahrzeuge, ich bin als vorletzter auf den Kahn gefahren. Das Schiff ist ausgebucht, zwei Kleinbusse die mit uns angestanden sind, müssen wegen Platzmangel umdrehen. Wir stehen ewig lange im Hafen. Erst müssen alle Sattelzüge verladen werden. Die brauchen den Platz zum rangieren. Für mich ist ganz hinten noch Platz. Ich stehe diagonal, mit dem letzten PKW und füllen die letzte Lücke.
Dachte erst das ein Kühlzug mit Kälteaggregat neben mir steht, aber das Motorengeräusch ist für einen Kühler viel zu laut. Nein, links und rechts steht je ein riesiger Stromgenerator, die das Schiff mit Strom versorgen. Die sind so laut, dass meine Möbel ins vibrieren kommen. Kein Scherz! Egal, ich kann, im Gegensatz zu Prinzessin, die Motorengeräusche ausblenden. Ich weiß nicht, ob ich schon eingeschlummert bin, als bei den ersten Wellen in dem Fahrzeug hinter mir die Alarmanlage losgeht. Die Karre hupt die erlaubten dreißig Sekunden und verstummt dann, aber nur sehr kurz und dann hupt er wieder dreißig Sekunden und das Spiel wiederholt sich ewig. Nach langer Zeit war endlich Ruhe. Quatsch, das gehupe hat aufgehört, ruhig ist etwas ganz anderes. Okay, ich beginne das Motorengeräusch auszublenden und Versuche einzuschlafen.
Was ist das? Bei jeder größeren Schlingerbewegung wird der Duc minimal hin und her bewegt und geht auf Block. Stehe ich auf einer Bühne, Klappe oder Rampe, die 3-4cm Luft hat und wackelt? Plock rechts, Plock links bei jeder großen Welle. Plock, Plock, plock…. Schlafen unmöglich!
Mit Sonnenaufgang, ich sitze zwischenzeitlich auf dem Beifahrersitz, blicke ich aus dem Wagen um den Untergrund zu inspizieren.
Was soll ich sagen, es ist ein Problem des Duc’s. Die angezogene Handbremse hat Spiel. Das blockierte Rad kann sich diese drei Zentimeter bewegen. Fällt im normalen Betrieb nicht auf. Ich trete die Fußbremse um Prinzessin noch etwas Schlaf zukommen zu lassen. Die ist von ihrer Reisetablette betäubt und kann vieles ausblenden.
Ich sehe zwischen den LKWs Michael ganz hinten stehen, gerade in, bzw gegen die Fahrtrichtung, auf einem vermeintlich besseren Platz.
Beim runterfahren sehe ich, Michael hatte auch zwei Aggregate zur Unterhaltung. Fährt der Kahn mit Elektromotoren? Nein, tut er nicht.
Wir rollen die Rampe runter in den Hafen von Gerine. Auch hier viel Neues. Eine neue Halle mit Röntgenscanner, aber ähnliches Chaos wie in Taşucu. Keine Wegweiser und es heißt den Wagen parken und die Stempel zu Fuß einsammeln. Polizei, Versicherung, Zoll, Hafenpolizei. Beim Zoll kurzer Blick ins Fahrzeug und die Frage nach Elektrogeräten. Wir erklären das wir Handy, Tablet, E-Book und Laptop für den täglichen Gebrauch dabei haben. Für das Chaos und das jeder, an jedem Schalter alles und jedesmal neu in den Computer hämmert, ging es bei uns Recht schnell.
Bei der Reiseleitung treten zwei Probleme auf. Ella und der benötigte Veterinär. Die mitgeführten Papier sind okay, aber eine Fachkraft muss die Papiere begutachten und lässt sich das natürlich bezahlen. Das zweite ist ein Witz. Bei der Einreise in die Türkei wurde das auf Andrea zugelassene Wohnmobil bei Michael, der fuhr, in den Pass eingetragen. Nun hat aber Michael keine Vollmacht des Wageneigentümers dabei. Das Andrea daneben Sitz ist egal, er braucht ein Vollmacht. Nicht irgendeinen Wisch, sondern etwas mit Stempel und Unterschriften. Das zu klären hat viel Zeit und Nerven gekostet.
Egal, ich habe vor dem Hafen gewartet und den chaotischen Autofahren bei agieren zugesehen.
Die parken einfach auf der Zufahrt in den Hafen. Das ich, der hinterm Lenkrad sitzt, vielleicht wegfahren möchte, interessiert niemand. Die Reiseleitung ist mit den Formalitäten fertig und kommt aus dem Hafen. Ich setze mich dann vor Michael und spiele den Leithammel.
Die sind hier alle verrückt und fahren auf der falschen Seite!
Nach ein paar Kilometer halten wir kurz an, um Ella die Möglichkeit zum Pinkeln zu geben. Sie hat sich die ganze Zeit zurück gehalten, obwohl es bei dem Kahn keine Rolle gespielt hätte. Braves Mädchen.
So fahren wir dann an den nordöstlichsten Platz auf der Insel an. Da wir alle ein bisschen ausgelaugt sind, verschieben wir die Besichtigung des Kloster APOSTOLOS ANDREAS auf morgen. Wenn man mich heute spontan fragt, ob ich hier nochmals herkommen möchte, würde ich sagen: Wenn die künftigen Reiseziele alphabetisch abgearbeitet werden, kann Zypern auf dem Zettel bleiben. Ich hoffe sehr auf die kommenden Tage. Und man darf nicht vergessen, das ist jammern auf sehr hohem Niveau.
Wir sitzen beim Nachmittagskaffee und debattieren alles Mögliche. Es geht mit der Umstellung der Uhr los, über das Programm der nächsten Tage, bis hin zur Heimfahrt.
Die „wilden“ Esel laufen herum, oder stehen auf der Straße und betteln um Futter. Mit ihrem Benehmen haben sie große Ähnlichkeit mit marokkanischen Kindern.




Hallo ihr tapferen Reisenden,
Ich würde auch gern einmal nach Zypern fahren, aaaber jetzt …
Liebe Grüße