„Die spinnen, die Briten“

um einmal einen großen Gallier zu zitieren!
Sind wir in den letzten 10 Wochen über 10.000km durch Europa gefahren und haben 13 Ländergrenzen überschritten, aber das hier nach England ist der Hammer. Sieht man an anderen Grenzen keinen einzigen Grenzbeamten, nichtmal ein Grenzehäuschen oder einen Fahnenmast, so geht in Dünkirchen das volle Programm wie zu Zeiten des kalten Krieges ab. Nicht genug das jeder Pass gescannt wird, nein in Dünkirchen müsste ich zweimal das Auto öffnen und in Dover beinahe nochmal. Bei den Kontrollen wurde nur oberflächlich in die großen Schränke geschaut. Als ob da ein Dunkelhäutiger sich darin versteckt. Ich wette, der Grenzer hätte sich angemacht, wenn im aus dem dunklen Schrank zwei weiße Augen angeblickt und ein freundliches „Hello“ entgegen geschallt wäre.
Da hat sich in all den Jahren nichts positives für die Reisenden entwickelt. Kein Brite hat jemals an seiner Haustür eine Veränderung festgestellt oder bemerkt wie Europa zusammen gewachsen ist. Kaum ein Brite wird etwas bemerken wenn sie sich von Europa verabschieden. Es ist alles wie vor 20, 30 oder 40 Jahren.
Für uns ändert auch nicht. Pass vorzeigen, Geld wechseln. Ach ja und irgendwie Eintritt bezahlen, Fähre, Flieger, oder Tunnel.

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Fähre Dünkirchen-Dover

Gemütlich durch Belgien gegondelt und ein Stück vor Dünkirchen auf einem Parkplatz, den mir mein Sohn gezeigt hat (Danke dafür. Ich habe in eingetragen.) eine große Rast gemacht. Ordentlich Brotzeit mit Kaffee. Dann 2 Stunden aufs Ohr gelegt um kurz vor Acht an die Fähre zu kommen. Ja, zwei Stunden und 15 Minuten vor unserer Abfahrt. Gut gepokert und ohne Wartezeit auf die 20 Uhr Fähre durch gewunken worden. Nutze die Überfahrt und das offene WLAN für diese Zeilen.
51.046995,1.625781

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Belgien

Montag, 30. September 2019
Wieder mal ist ein Beitrag verschwunden. Entweder ich bin zu blöde zum hochladen, oder in manchen Nächten geht der Datenklau um.
Nun den, nochmal in Kurzform. Das mit den frischen Brötchen hat teilweise geklappt. Die Regale waren schon leer, aber drei einsame Brötchen könnte ich zurück über die Straße tragen. Der Regen hat nachgelassen und pünktlich zur Abfahrt aufgehört.
Habe gestern Abend die Fähre nach England gebucht. Zuerst per E-Mail angefragt, wie das den ist. Bei der online-Buchung bekommt man eine Bestätigung per Mail zugesandt. Diese muss man im Normalfall ausdrucken und beim Check-in vorlegen. Ich kann nicht drucken. Sehr schnell wurde mir geantwortet, dass die Buchungsbestätigung auf dem Smartphone ausreicht. Daraufhin die Fähre Dünkirchen-Dover am Montag um 22 Uhr für 66€ gebucht. Wir haben Zeit und so bekam Franz einen neuen fast unlösbaren Auftrag. Er wehrte sich mit allen Mitteln gehen die von der Reederei angegebene Adresse. „Keine Routenplanung zu dem Ziel möglich“
Dann kommt die Politik der kleinen Schritte, „Fahre Mephis“ ach nein, „Fahre Stadtmitte“
Das hat er gefressen.
Nun der zweite Streich, „meide Autobahnen“
Es dauerte eine Weile bis das Ergebniss vorlag und wir los konnten. Zuerst habe ich die Anweisungen, „vermeide Autobahnen“, bereut. Schmale Straßen durch sicherlich beschauliche Siedlungen mit tollen Häusern, aber unzähligen Zebrastreifen, die durch „schlafende Polizisten“ abgesichert sind. Die Einheimischen nehmen die teilweise sehr hohen Bodenwelle ohne vom Gas zu gehen, ich im ersten Gang. Das hat den hinter mir fahrenden nicht gefallen. Aber Stau ist nur hinten blöd, vorne geht’s.
Haben dann zur Kaffeepause einen schönen Waldparkplatz entdeckt und haben ganz kurz darüber nachgedacht hier zu Übernachten. Es ist ein Eichenwald und das Plong, Plong, Plong auf dem Dach von den fallenden Eicheln hat uns davon abgehalten. Leider gab es an unserer Strecke keine schönen Parkplätze mehr und so musste eine Sackgasse mit Blick auf eine Pferdekoppel herhalten.

Trotz des vielen Verkehrs könnten wir gut schlafen.

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Niederlande

Samstag, 28. September 2019
Gestern Nachmittag in Gescher einkaufen gewesen. Die wichtigen Vorräte in Deutschland kaufen, da kann man die Etiketten alle lesen und die Inhaltsstoffe erkennen. Dann sind wir nach Stadtlohe, 51.997059,6.926291 , auf einen Stellplatz mit funktionierendem Stromanschluss gefahren. Der Vornutzer hat noch für das Abendessen genügend auf dem Zähler gelassen. Heute früh müsste ich 1€ für das Frühstück investieren. Der Nächste wird sich wie ich freuen.
Oh, der Tag war hektisch. Nach dem Frühstück zusammen geräumt und wollte los. Fahrradbühne einfahren, nur ein Motor läuft. Okay, Kabel prüfen. Dazu am besten hinten auf Keile fahren. Zündschlüssel Rum, nix geht. Irgendjemand hat das Radio nicht aus, sondern nur leise gedreht. Da wir hier Landstrom hatten, war der Wagen nicht optimal in Sachen Solar ausgerichtet. Dann das Trennrelais überbrückt, nix geht. War dann bisschen angepisst und hab’s nicht verstanden.
Einzigste Rettung, außer ADAC, das Aggregat. Das hat einen ungenutzten 12-Volt Ausgang. Verkleidung im Küchenschrank angeschraubt, Aggregat an, Kabel gebastelt und in eine Steckdose gesteckt. Mühsam haben sich die Batterien erholt und nach einer halben Stunde traute ich mich zu starten. Der Wagen sprang an, aber irgendwie kam hinten kein Strom an. Display der Standheizung war so dunkel wie meine Gedanken. Messgerät alles abchecken und plötzlich hatte ich an einer Messstelle 24 Volt. Tief durchgeatmet und versucht die Schaltung und das Ergebnis zu verstehen. Der Verdacht fiel auf das Massekabel der Wohnraumbatterie. Unter Auto und die Konterung der Rahmenschraube gelöst, Rahmenschraube nachgezogen und gekontert.
Jetzt stimmte alles wieder. Den zweiten Motor der Bühne ausgebaut, muss nun mit einem gehen. Der Motor hat mich beim ersten Einbau schon genervt.
Dann ging’s nach NL zu Obelink zum Shoppen. Haben jetzt eine neuen Campingstuhl, einen Falteimer und ein Ladegerät und Obelink 110€ in der Kasse. Aber das waren nur meine Euro’s und es kommen noch ein paar dazu von unzähligen ändern Kunden. Dort steppt der Bär!
Eine Schubkarre reicht nicht für die Tageseinnahmen!
Dann ging’s on the Road, Richtung Fähre Dover. Auf der Autobahn standen so komische Schilder mit Omleitung oder ähnlichem. Natürlich ist die gewünschte Autobahn gesperrt, ohne diese Sperrung richtig zu melden. Franz, sonst immer top informiert, war Ratlos wie ich. Hab dann das Display von Franz auf Übersicht gestellt und habe seine falschen Anweisungen ignoriert und durch Wijchen gefahren. Plötzlich rechts Sportanlage mit großem Parkplatz und da stehen wir nun.
51.818978,5.727671
Die Tankstelle gegenüber versorgt mich mit WLAN und mit Glück gibt’s dort morgen früh frische Brötchen.

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Auf dem Weg in die Niederlande

Mittwoch, 25. September 2019
Den Tag vertrödelt. Mit Einkaufen, morgens beim Bäcker Brötchen geholt und dann im Baumarkt ein Ladegerät abgegriffen. Das geht morgen als Mogelpackung zurück. Außen steht 10A und innen kannst du zwischen 3,5 und 7A wählen. Mit 7 Ampere kannst du bei der Anlage im Notfall nix reißen. Dann habe ich im Baumarkt solch ein Silikon-Reperatur-Band entdeckt. Feiner wie das, welches Michael S. mir Mal für Notfälle gegeben hat. Mit diesem feinen Band traue ich mir ein abdichten des Ablaufkrümmer am Waschtrockner zu. Sollte ich rechtzeitig keinen neuen Schlauch bekommen und den Waschtrockner brauchen.
Morgen werden wir einen Jugendfreund von Dagmar besuchen, der lebt hier gleich um die Ecke. Dann werden wir uns wahrscheinlich in ein großes Abenteuer stürzen und bei Obelink einen Bummel durch den Markt machen. Wenn dann noch Geld übrig ist, geht es nach England.
Unser Schlafplatz war mit Pkw’s zugeparkt und so sind wir nach Assel, 53.692273,9.437826
gefahren.
Donnerstag, 26. September 2019
Hatte den Vorteil daß der Weg zum Bäcker extrem kurz war. Nach Stade gefahren und das Ladegerät zurück gegeben. Bin erstaunt über das überaus zahlreiche und freundliche Personal. Selten so gut im Baumarkt bedient würden. Dann noch ein Blumenstrauß für Monika gekauft und dann ging es nach Stuhr.
Mit Walter, Kinderfreund von Dago, und Monika, seiner Frau, einen schönen Nachmittag, bis in den Abend hinein, verbraucht. Für die Nacht sind wir ein paar Kilometer gefahren, der Platz hat angeblich Strom. Bei Ankunft stellen wir fest, leider außer Betrieb. Aber der Platz liegt wunderschön in einem parkähnlichen Gelände.

52.907627,8.594213

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Elbmündung

Dienstag, 24. September 2019
Haben unseren Standort verlegt.
53.737926,9.399526
Einige Stellplätze angefahren. Alle sind durch den Deich von der Elbmündung getrennt. Dann möchten die rund 10 € Parkgebühr. Nun haben wir dieses Plätzchen entdeckt und sind recht glücklich damit. Einfach nur dasitzen und den Tag genießen.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster.

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Wasch-Marathon

Montag, 23. September 2019
Die Fahrt nach D lief ohne Probleme, langweilige Autobahn. In D angekommen, nur 50€ getankt, da sie im Augenblick meiner Ankunft überall die Preise angehoben haben. War klug, heute kostet der Sprit 10-15 Cent weniger.
Dann nach Heide gefahren. Dort gibt es einen 24/7 SB-Waschsalon und wir haben 6 Maschinenladungen gewaschen und getrocknet. Mit eine App habe ich dann in Brunsbüttel einen Stellplatz gefunden, der garnicht meinem Wunsch entsprach. Ein normaler Parkplatz an der Fähre gefiel mir besser.
Heute früh mit der Hoover-Vertretung in Hamburg telefoniert. Der Schlauch ist nicht lagermäßig, man müsste bestellen. Das verschiebe ich bis wir Zuhause sind.
Bisschen durch die Gegend gefahren und dann die Fähre bei Glückstadt über die Elbe genommen. Einige Wege ausgefahren, aber nichts für uns gefunden. Jetzt stehen wir in
Otterndorf, 53.809044,8.894649
und haben uns für die Nacht eingerichtet.

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Transit durch Schweden und Dänemark.

Samstag, 21. September 2019
Bei bestem Wetter losgefahren. Schweinehitze von fast 20°. Da läuft bei uns natürlich die Klimaanlage!
Die letzten Meter in Norwegen und die ersten in Schweden waren sehr schön zum anschauen, fahren etwas anstrengender.
Dann ging es wieder auf die E6 und die ersten Hochrechnungen in Sache Tankstopp ging los. Beim letzten Tanken hat die Anlage bei 1200 Kronen abgeschalten und ich wollte nicht wegen ein paar Litern nochmal meine Karte einführen. Auch war noch nicht klar, wie wir nach Dänemark und Deutschland fahren. Wir haben uns für die Brücken entschieden. Um die fehlenden Liter Diesel einzusparen, habe ich mich an einen zügig fahrenden Lkw gehängt und so innerhalb kürzester Zeit von -50km auf +100km am Bordcomputer verbessert. Der LKW hat die Bahn verlassen und wie gewonnen, so zerronnen.
Doch was sehe ich am Horizont, ein Lkw kommt auf die Bahn. Da habe ich den Pferdchen die Sporen gegeben, in eingeholt und eingespannt. Leider hat auch er mich verlassen, bei Helsingborg ist er abgebogen. Aber ich müsste jetzt ohne Probleme eine deutsche Zapfsäule erreichen.
Durch DK geht es auf der E20. Am Anfang war rechts neben der Autobahn die Eisenbahn und die Parkplätze dazwischen. Die Eisenbahn ist weg und jetzt haben wir einen schönen Rastplatz, mit Ver- und Entsorgung, gefunden und werden hier Übernachten.
55.455375,11.606176
Fast 9.000 km hat uns dieser Teil der Reise, zu den Polarlichtern, auf die Uhr geschrieben. Fazit, die E6 ist eine beeindruckende Straße die ich jedem der gerne durch schöne Landschaften fährt empfehlen möchte. Es ist nicht mehr wie vor fast vierzig Jahren, aber macht grandiose Bilder im Kopf. Ich bin froh es nochmal gefahren zu sein. Wir kommen wieder!
Nun werden wir in Bremerhaven Freunde besuchen, davor noch Wäsche waschen und vielleicht auch den Gaul etwas striegeln.

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Die letzten Meter Norwegen

Freitag, 20. September 2019
Die Nacht war komisch. Zuerst bin ich wegen meiner verstopften Nase aufgewacht, dann Dago. Wir kommen mit den heißen Temperaturen hier im Süden nicht zurecht. Dago hat dann mal die Winterbettwäsche gegen die leichten Sommerdecken getauscht. Ein paar Nasentropfen und die Nacht war gerettet.
Die Fahrt am Morgen war wieder toll. Die Landschaft und die Häuser gefallen mir sehr gut. Es ist T-Shirt-Wetter und ich hab die Sonnenbrille auf der Nase. Irgendwann kam dann Oslo, mit dem Freitagnachmittagsverkehr. Für mich völlig ungewohnt viele Autos. Ein gleich nach einem Tunnel liegen gebliebener Pkw verursachte einen Mega-Stau von sage und schreibe 300 Metern.
Kurz vor der Grenze verlassen wir die Autobahn und entdecken im Vorbeifahren eine Grabhügel. Macht zu fotografieren nicht viel her, aber man liest die Geschichte dazu und hat wieder was gelernt.
Finden in Halden einen Lebensmittelladen und decken uns mit den wichtigsten Dingen, Gummibärchen, Kartoffelchips etc. ein und schauen das wir den Münzkram loskriegen.
Was soll ich schreiben, der Geldbeutel ist flach, dafür der Bauch prall.
Franz bekommt den Befehl: Fahre Helsingborg.
Ich gebe ihm die Order Mautstrecken zu meiden und es führt uns auf der normalen Landstraße nach Süden. Den Ort lange hinter uns gelassen, sehe ich abseits ein paar Stein- und Splitthaufen auf einem Platz vor dem Wald. Die Zufahrt ist nicht gesperrt und so haben wir einen ruhigen Schlafplatz. Der einzige Nachteil, irgendwer musste zu dem Altholzlager die Reste seines Umbaus und ein paar alte Säcke irgendwas deponieren. Schweine gibt es überall.
Heute Nacht sicher ohne Heizung.

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Trondheim – Oslo 2

Donnerstag, 19. September 2019

Es ging auf der E6 weiter bis Nord-Sel, winziges Kaff, dort rechts abgebogen nach Westen. Nach rund 15km auf die E15, auch nach Westen, getroffen und dieser bis Lom zu einer Stabkirche gefolgt.

Kulturprogramm.

Das Wetter hat einigermaßen mitgespielt.
Dann dem Franz gesagt: Fahre Oslo.
Franz antwortet: zurück zur E6
Ein bisschen diskutiert und nach Alternativen gefragt. Er bietet mit neben der E6 zwei weitere Versionen an.
Ich entscheide mich für Rosa.
E15 zurück und bevor der See endet spitzrechtszurück auf die 51.
Diese steigt weit auf und oben liegt Schnee, aber die Straßen sind frei. Hier werden Rentiere zusammen getrieben. Endlich mal eine Herde gesehen.
Natürlich müssen wir alles was wir rauf gefahren sind wieder runter fahren, aber der Blick, die Streckenführung und alles drumherum sind Klasse. Eine der schönsten Straßen die ich kenne.
Dann bei Hegge noch eine Stabkirche, die aber nur von außen. Die Zweite, nur 5 km weiter übersehen wir trotz suchenden Blick.
In den Täler ist es mit guten Plätzen immer schlecht. Für die Ecke haben wir auch keinen Führer mit Stellplatz-Tipps. So wird es eine einfache Schotterspur mit ein paar Büschen von der Straße getrennt.
60.638142,9.876637
Morgen früh kommen gleich nach dem Losfahren bestimmt 3-5 super Plätze, aber der Hunger ist groß und zwingt uns zum anhalten.

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