Tag 8 – Odontotos Rack Railway

Unser Nachtplatz vor der Schule


🇬🇷 Diakoptou, 38.191270,22.198200
🚉 22km ⚙️↗️
🏫 Bahnhof Kalavryta, 38.033537,22.109946
☕️ 1h
🚉 22km ⚙️↘️
🚍 18km 30min
🇬🇷 Egira, 38.147727,22.360057
🌡17°⬆️ 4°⬇️ 🌤


Die Bahnstrecke Diakopto–Kalavryta ist eine 22 km lange Schmalspurbahnstrecke im Norden der Peloponnes in Griechenland, die die Hafenstadt Diakopto am Golf von Korinth mit Kalavryta in den dahinter liegenden Bergen verbindet.
Mehr zur Bahn bei Wikipedia: Bahnstrecke Diakopto–Kalavryta
Doch der Reihe nach.

Es wurde am Abend etwas lauter auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Dorfjugend mit Moped und Musik. Haben überlegt unseren Standort auf den ersten Parkplatz zurück zu verlegen, dann mussten die Kids aber nach Hause. Dann war es extrem leise, für das, daß wir genau auf den Gleisen stehen und theoretisch die Züge unter uns durchfahren. Haben jedoch keinen Zug gehört. Fahren vielleicht erst wieder im neuen Jahr.
Am Morgen, nachdem Prinzessin geturnt hat, Wagen auf Fahrstellung zurück gebaut um nicht allzu sehr aufzufallen.

Dann geht es los. Die Bahn kommt aus dem Depot und fährt die wenigen Meter zum Bahnhof. Das Personal stellt die Weiche von Hand um und hilft mit dem Fuß ein wenig nach. Schuhe anziehen und zum Bahnhof laufen. Wir finden den richtigen Wagen und unsere Plätze.

Das Wort Platz ist nicht ganz korrekt. Es müsste heißen Plätzchen. Nicht nur die Spurweite der Bahn ist schmal, auch die Sitzplätze. Körperkontakt zum Gegenüber ist unvermeidlich. Egal, die Schlucht ist beeindruckend und der Zug rattert schaukelnd den Berg hinauf.
Oben angekommen, großes Gedränge auf dem Bahnsteig, fast kein durchkommen.
Dann laufen wir den Touristenpfad, gesäumt von Souvenirläden, in das Städchen hinein. Das lebt von der Bahn und zeigt das auch in der Fußgängerzone.

Einmal rauf und wieder runter. Wir suchen ein Cafe, etwas weg von dem Trubel und trinken Kaffee und Tee.
Schlendern durch die Fußgängerzone, sitzen in der Sonne und genießen den Moment.

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Tag 7 – Golf von Korinth und Schlucht des Vouraikos

Nachplatz von dem Odontoto’s Museum


🇬🇷 Menidi, 39.047246,21.107262
🛣 246km
🚍 5h
🚢 12€
☕️ 1h
🇬🇷 Diakoptou, 38.191270,22.198200
🌡17°⬆️ 2°⬇️ 🌧 🌥 🌤

 


Die Münchner Familie hat uns am Abend verlassen. Nein, wir fürchten uns nicht so ganz alleine. Ein toller Abend mit grandiosem Sonnenuntergang. Grandios, weil wir seit Tagen keine Sonne gesehen haben. So ist es der erste Abend an dem die Heizung aus ist.

Es kommt ein „aufregender“ Tag auf uns zu und ich bin auf die Eindrücke gespannt. Das Tagesziel ist der Bahnhof von Diakoptou. Für morgen habe ich schon gestern online Fahrkarten bestellt. Hat ein wenig gedauert, bis ich die Bestellung im Kasten hatte, den es war nicht möglich die Seite ins Deutsche zu übersetzen. Seniorenrabatt und Sitzplatzreservierung, hin und zurück. Der Spaß kostet 28,40 € für uns Zwei. Sind 7,10 € jede Fahrt. Aber es ist auch lohnenswert, die Schlucht des Vouraikos zu durchwandern, nichts für uns, oder mit dem Auto zu befahren. Das steht neben eine Fähre über den Golf von Korinth auf der Liste. Die Fähre kostet die Hälfte der Brückenmaut und bieten einen fantastischen Blick auf die Schrägseilbrücke.

Wir kommen bei Zeit los und fahren nach einigen Kilometern Küstenstraße auf die Autobahn.

Leider wurde nicht die komplette Autobahn von den Bauern „blockiert“ und so war die Strecke nicht gänzlich kostenfrei.

Musste doch einmal 8,90 € abdrücken. Das belastet unser Mautkonto, das jetzt einen Kontostand von 156,07 € hat.

Den Golf von Korinth haben wir wieder mit der Fähre überquert. Schlägt mit nur 12 €, gegenüber der Brückenmaut 23,70 €, zu buche und macht mehr Spaß.

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Tag 6 – Richtung Patras zum Ambrakischen Golf

Nachtplatz am Ambrakischen Golf bei der Argilos Lagune


🇬🇷 Florina, 40.777426, 21.383911
🛣 291km
🚍 3h45min
☕️ 1h
🇬🇷 Menidi, 39.047246,21.107262
🌡17°⬆️ 2°⬇️ 🌧 🌥 🌤


Es gibt einen Plan. Wir wollen am 28.12. von Diakopto mit einer Zahnradbahn nach Kalavryta und zurück fahren. Die Bahn fährt durch eine beeindruckende Schlucht und ist eine der Hauptattraktionen auf dem Peloponnes. Den Weg dorthin teilen wir in zwei Etappen auf. Unser Nachtplatz für den Zwischenstop ist der Ambrakische Golf mit der Argilos Lagune. Ein wunderschöner Ort, an dem ich bei einer früheren Reise Flamingos und Pelikane beobachten konnte.

Morgens um sieben machen die Kirchenglocken einen mächtigen Radau und wecken unseren Hahn auf. Ansonsten eine ruhige Nacht verbracht. Am Abend alles auf den neuesten Stand gebracht, nur im Kassenbuch muss ich noch alles nachtragen.

Unterwegs immer wieder die Warnung vor Wildwechsel

Es geht zügig voran, auf großen Straßen. Zweimal haben die Landwirte mit ihren Traktoren die Autobahn blockiert.

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Tag 5 – Es geht durch Mazedonien

Nachtplatz in Florina


🇷🇸 Vranje, 42.54615, 21.90628
🛃 5 Minuten
🛣 268km
🚍 4h
☕️ 1h
⛽️ 101,5L a 1,05€
🚰 60 Liter
🇬🇷 Florina, 40.777426, 21.383911
🌡 8°⬆️ 4°⬇️ 🌧 🌥


Oba.
Holla, was für ein Verkehrslärm. Nicht das es hier besonders laut ist, aber ich dachte das am ersten Weihnachtstag etwas weniger auf den Straßen los ist. Wir sind ja sehr früh ins Bett gegangen und daher gut ausgeschlafen. Haben uns beide sehr wohl gefühlt und uns im Bettchen aufgehalten, bis der Hahn gekräht hat. Dann läuft es wie jeden Morgen.
Habe gestern mit ME verschiedene Varianten ausgetestet. Denke das ich bis zur Grenze mautfrei fahre um etwas mehr wie die sehr gute Autobahn zu sehen.

So, wie geschrieben das letzte Stück in Serbien mautfrei gefahren. Das öffnete die Möglichkeit, ab und zu in einen Hinterhof zu schauen. Kurz nach 8 Uhr losgerollt und an der Grenze ist fast nichts los. Zwei, drei Autos vor mir und alles geht ohne Stress.
Mazedonien überrascht uns mit vielen positiven Eindrücken. Alles sauber und ordentlich für einen Balkanstaat. Landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich.

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Tag 4 – Serbien durch bis kurz vor Mazedonien

Übernachtungsplatz in Vranje


🇭🇷 Lipovac, 45.045452,18.999116
🛃 1h
🛣 462km
🚍 6h
☕️ 1h
❌️ 1/2h
🇷🇸 Vranje, 42.54615, 21.90628
🌡4°⬆️ 2°⬇️ 🌧


Es war dann doch etwas lauter in der Nacht. Mir, als alter Lkw-Fahrer, machte der leichte Verkehrslärm nichts aus, aber Prinzessin hat nicht so gut geschlafen. Sie sagt zwar nichts, aber ich kenne sie schon ein paar Tage. Leider hat sich in Höhrweite ein Kühler hingestellt. Die sind wegen des lauten Kühlaggregat allgemein nicht aehr beliebt.
Egal, 7 Uhr und der Wecker klingelt. Ich stehe auf und regle die Heizung hoch. Bis ich fertig bin, und Dago duschen geht, herschen echte 20° im Wagen und der Boden ist schön warm.
Die Nacht hat rund 170Ah, von 400Ah, verbraucht. Zwei Kühlboxen, Heizung, Lüftung, Kochen, vor allem der viele Tee und der Boiler verbrauchen schon einiges. Das muss alles mit den 2 B2B-Ladern, je 40A, wärend der Fahrt nachgeladen werden. Solarertrag bei dem Wetter = Null.

Sind um 8:30 vom Platz gerollt. Die Lkw-Schlange reicht bis zum Horizont. Die Polizei sichert die Aus- und Einfahrten, damit man gefahrlos die Ausfahrten benutzen kann, wenn man keinen LKW hat. Die parken sogar in den engen Kurven der Zufahrten. Es stellt sich heraus, Rückstau von der Grenze. Nun machen auch die unzähligen Dixis, die wir gestern am Wildschutzzaun gesehen haben, einen Sinn. Ohne die LKWs haben wir geräzelt wofür die sind. Weiterlesen

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Tag 3 – Von Slowenien bis Ende Kroatien

Übernachtungsplatz auf der Autobahn

🇸🇮 Podlehnik, 46.330539,15.872982
🛣 365km
🚍 4h15min
☕️ 50 Minuten
🚍🚿 15 Min 7€
⛽️ 88L 113,74€
🇭🇷 Lipovac, 45.045452,18.999116
🌡6°⬆️ 2°⬇️ ☁️


Am Abend ging mir die Simkarte vom Router auf den Sack. Keine Internetverbindung?!
Alles versucht, Router zurücksetzen und neu einrichten. Kamera, Tablet und Co neu angemeldet. Immernoch kein Internet!?
Die Möglichkeiten den Router einzustellen sind, aufgrund des doofen Menü, beschrängt. Eine Option wäre, die Simkarte vom Router ins Tablet zu stecken und einen Hotspot aufmachen.
Wie ich nach dem Router greife, geht die grüne LED für Internet an.
Flux die anderen Geräte aktualisiert und alles geht wieder. Das man immer mit Gewalt drohen muss.
Die Liste der vergessenen Dinge wird immer länger. Keine Sorge, die Reisepässe haben wir vergessen aus dem Handschuhfach zu nehmen und sind somit dabei. Ein Powerpack, speziell für Dagos neue Heizweste liegt noch zuhause. Dachte das Dago die Weste auf dem Weihnachtsmarkt benötigt, aber die frühlingshaften Temperaturen machten den Einsatz überflüssig. Aus den Augen, aus dem Sinn. Noch kein Problem ist die zurückgelassene Festplatte mit Dagos Büchern. Zum Glück sind die Reader und Tablets neu bespielt, aber ob das reicht? Der größte Patzer ist das vergessene ungesunde Essen! Ich nasche so gerne die Him- und Brombeeren von Haribo. In einem Werksverkauf haben wir einen (sehr) großen Beutel gekauf. Lag immer sichtbar in der Küche. Nicht zu übersehen! Bei einer Putzaktion, ich war es nicht, sind die in einer Dose verschwunden. Habe ich gestern mit entsetzten bemerkt, als beim fahren am Nachmittag, ein altes Ritual, die Zeit dafür gekommen ist.
Zum Glück gab es (schwachen) Ersatz, Haribo Tutifruti.
Banane in den Mund genommen, schmeckt nach Banane. Dann die Orange, schmeckt nach Orange. Den Papagei habe ich verweigert. Brillenputztücher, extra gekauft, irgendwo versackt. Täglich wird es mehr, aber alles kein Weltuntergang. Weiterlesen

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Tag 2 – Von Österreich nach Slowenien

Übernachtungsplatz in Slowenien bei Podlehnik


🇦🇹 Bad Wimsbach
🛣 299km
🚍 3h24min
🛒 19,50 Brot und Co.
☕️ 1h
🇸🇮 Podlehnik, 46.330539,15.872982
🌡5⬆️-2⬇️ 🌥 🌫


Der Bypass der Heizung ist top. Das Verhältnis Fußboden- zur Raumtemperatur ist wesentlich besser. Zwar dauert es fast eine Stunde um die Raumtemperatur um zwei Grad anzuheben, aber die Wärme ist gleichmäßig im gesamten Raum, ohne das der Fußboden „extrem“ warm wird.
Ihr entnehmt dem Text, wir haben gut geschlafen. Am Abend gingen die Sirenen im Ort an und kurze Zeit später hörten wir die Feuerwehr fahren. Sie kammen nicht zu uns, alles gut.
Am Morgen höflich am Schloß geklingelt und uns dann Zugang verschafft. Die Arbeiter kamen uns von oben entgegen und wir haben uns kurz unterhalten. War sehr nett und informativ. Herr Grabowski ist im Park sehr aktiv. Er nutzt die Urlaubszeit der Mähroboter gut aus.


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Tag 1 – Abfahrt Endziel Zypern

Nachtplatz neben Schüttboden im Schloßpark


🇩🇪 Ludwigsburg
🛣 480km
🚍 6½h
⛽️ 113L a. 1,444€
🇦🇹 Bad Wimsbach

🌡7⬆️-2⬇️ 🌤🌫


So, letzte Hand anlegen. Heizung aus, Ölpumpe aus, Elektrogeräte ausgesteckt, Kühlschrank leer gemacht, Stromzähler und Wasseruhr fotografiert.
Dago wäscht das letzte Geschirr und eine Waschmaschien läuft im Kurzprogramm. Dago staubt noch ab 😮 und richtet alles hübsch her.

Bin neugierig wie sich Kurt im neuen Gewand bewährt. Testfahrt war leider nicht möglich. Das komplette Design hat sich geändert und manche Funktion muss gesucht werden.

Auf der Fahrt ging einiges schief. Sind zu spät losgekommen, da immer noch etwas zu tun war. Wollte Kurt gestern über München fahren, bestand er heute auf Nürnberg. Ich konnte mich irgendwann durchsetzen. Nach dem Leonberger Dreieck hatte ich Kurt überredet. Zum Dank popt ein rotes Fenster auf und signalisiert einen Stau hinterm Aichelberg und eine Verzögerung von 15 Minuten. Da ich die Strecke kenne und ein kleveres Kerlchen bin, am Stauanfang rechts in den Rasthof eingebogen und etliche dann „rechts“ überholt. Da ich ein gesetzestreuer Mensch bin, nicht einfach durch den Parkplatz gefahren, sondern brav angehalten und eine Frühstückspause eingelegt. Die Uhrzeit passte perfekt. Schnell war ein dreiviertel Stündchen vorbei und wir wollen weiter. Dicker Verkehr im Parkplatz und eine Radiodurchsage, das der Grübinger Tunnel wegen Unfall gesperrt ist. Sind sich die Idioten an der Verengung, drei auf zwei Spuren, in den Arsch gefahren. Der Abschlepper kommt mit großem Gehupe duch den Parkplatz und sucht vergeblich eine Rettungsgasse.
An meheren Spuren im Parkplatz reihen sich die Fahrzeuge mit Reißverschluss ein. Ganz langsam geht es auf die Bahn und es beginnt zu laufen.
Am Drackenstein oben angekommen trübt Nebel die Sicht und die Autofahrer werden optisch in drei Klassen eingeteilt. Die einen überholen mich, ich fahre knapp über 100km/h, und haben die Nebelschlussleuchte an. Die Anderen sind nur mit Taglicht, also hinten dunkel, unterwegs. Der Löwenanteil tummelt sich in meiner Klasse, die einfach nur das Abblend/Fahrlicht anhaben.
Nordumfahrung München und dann die A94 nach Braunau. Parkplatz für Pinkelpause angefahren und wollte Kurt erklären, das ich in Braunau an eine Tankstelle, die mit 141,7 für den Liter Diesel wirbt.
ME-App reagiert nicht. Warten oder Abbrechen.
Mehrmals auf Warten getippt, aber die Meldung popt immer auf. Also abbrechen und App neu starten.
„Fahren Sie noch nach Bad Wimsbach?“ werde ich gefragt. Ich tippe auf ja und die Route taucht auf. Der Tankstopp ist registriert, aber die Aufzeichnung der Strecke ist weg. Ich fluche still in mich hinein und bin ratlos. Bei Rolf war das kein Problem, da konnte man sogar das Tablet neu starten und er hat nichts vergessen!
War ich von Magic Earth immer sehr begeistert, bin ich jetzt umsomehr enttäuscht. Läuft nicht stabil, gute Funktionen sind verschwunden, oder ich finde sie nicht in dem neugestalteten Menü. Alles, wirklich alles verschlimmbessert!
Nach dieser Reise werde ich mir etwas Neues suchen und das Abo kündigen.
Tanke in Braunau angefahren, aber er akzeptiert keine meiner Karten. Missmutig die nachste Tanke mit 144,4 angefahren.
Dort kann man 500€ reserviern lassen, die Zapfsäule schaltet aber nach 79 Litern ab und verlangt die Karte ein weiteres Mal.
Rund 113 Liter getankt und bei einbrechender Dunkelheit die letzten 85 Kilometer in angriff genommen.
Auch hier Nebel und der Teil hat keinen Spass gemacht.
Kurz nach 18 Uhr in den Schloßpark gerollt und neben meinem Stammplatz geparkt. Ein Sandhaufen blockiert meinem Platz. Muss mich da einmal beschweren.

Morgen schreibt Rolf wieder mit, dann gibt es eine Karte.

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3-2-1-

Donnerstag und die (vor-) letzten Einkäufe stehen an. Frischwaren für die ersten Tage im Transit und „lang“ haltbare „frische“ Produkte für unterwegs. Auf dem Weg nach unten, gleich zwei große Taschen mit Kleidung runtergetragen. Während Dago die Einkäufe im Kaufland tätigt, habe ich bei der Gelegenheit schnell noch die Matte scheren lassen. Der Laden ist nicht meine erste Wahl, aber was solls. Dann Prinzessin im Kaufland gesucht und die letzten Waren mit ausgesucht. Beim bezahlen gleich noch Bargeld mitgenommen.
Auf dem Rückweg geht Dago noch schnell zu unserer Hausärztin um letzte noch fehlende Medikamente einzufordern. Via Internet und E-Rezept hat nicht geklappt.
Rund 98% der Einkäufe gehen direkt ins Reisemobil.
Diese Einkäufe sind nun auf über 80 Kilogramm angewachsen und füllen alle Stauräume voll aus. Um ein⅕ gewisses System oder eine gewisse Ordnung beizubehalten, wird eine weiter Alubox fürs Dach gepackt. Das ist Tetris für Fortgeschrittene.
Am Abend Besuch bekommen. Heike hat einen Vorhang zum abändern und kommt nach der Arbeit vorbei. Dago näht das geschwind und Heike bleibt zum Abendessen. Sie hilft uns den Kühlschrank zu leeren.

Freitag, uff, lange geschlafen. Prinzessin war schon unterwegs, Apotheke, Rewe und Co. Im Wohnzimmer, dem Lagerort für die Dinge der Reise, lichten sich die Reihen.
Dago bezieht nach ihrer Rückkehr die Betten neu und will die Wohnung noch saugen. Ich erkläre das es sinnfrei ist, eine Wohnung die man 5 Monate verlassen will, noch zu saugen. Obwohl, was sollen die Einbrecher denken wenn es hier so staubig ist?
Ja, bei solch langen Reisen muss man auf vieles achten. Kühl- und Gefrierschrank leer machen. Der Schmutzwäschekorb muss leer sein, sonst spricht der Inhalt bei deiner Rückkehr mit dir. Entweder mach schüttet Speiseöl in den Abfluss, auch ins Klo, um die Austrocknung des Siphons durch Verdunstung zu verhindern, oder man hat jemand der ab und zu Wasser laufen läßt. Akkus der Alarm- und Überwachungsanlage prüfen.
Wasser abstellen, oder nicht? Wenn man es abstellt ist Rost in der Leitung ein großes Problem und der freundliche Helfer kann kein Wasser laufen lassen, um die Siphons aufzufüllen.
Nebenbei wird sie Strecke in den Süden ausgearbeitet. Für und wider der Alternativen werden abgewogen. Zwei Tage werden wir kein Internet und Telefon nützen können, den Serbien und Nordmazedonien sind technisch 3te Weltzone und entsprechend teuer. Für zwei Tage lohnt auch der Kauf einer einheimischen Simkarte nicht. Die Tagesberichte werde ich dann nachreichen.
Die dritte Dachbox ist verstaut und nach und nach verschwinden die herumliegenden Dinge in den Schränken. Leere Vorratsdosen werden gefüllt und Verpachungsmüll entsorgt.

Beim Einräumen der Medizinkiste herscht kurzzeitig Panikstimmung bei Prinzessin. Ein wichtiges Medikament fehlt. Ärztin schon im Wochenende und somit keine Möglichkeit ein E-Rezept anzufordern. Dago telefoniert mit Herrn Acker, der bei uns die Mozart-Apotheke betreibt. Im Gespräch stellt sich heraus, dass mein Reserve-Medikament, verschrieben für mich und einen eventuellen Rückfall in Sache Blasenentzündung, auch für Dagos Beschwerden passt. Dieses ist nun tatsächlich zweimal in der Apothekenkiste. Der Name des Wunschmedikament für Dagmar war ein anderer, aber der Wirkstoff ist der selbe.
Es kehrt Ruhe ein. Am Abend wird die Weihnachtsdekoration eingepackt. Stand früher bei uns bis 3König, früher haben wir nicht mehr.

Samstag und es heißt: Leinen los. Die Batterien sind voll und das Stromkabel wird abgebaut. In der Nacht wird die Standheizung das Mobil frostfrei halten. Der Ölradiator wandert wieder in die Kasamatte. Medizinkiste und technische Geräte verladen.
Die schwäbische Kehrwoche wird gemacht und die Burg aufgeräumt. Das Gratisangebot Amazon Prime gekündigt. Wird mir regelmäßig angeboten. Die lernen es einfach nicht.
Am Nachmittag geht es auf den Weihnachtsmarkt nach Ludwigsburg. Basti ist zu uns gekommenn und gemeinsam fahren wir mit der Feierwehr nach LB. Dort treffen wir Michael, der mit der Bahn angereist ist.

Wir drehen unsere Runden und im zweiten Anlauf habe ich einen neuen Hut gekauft.
In dem Gedränge, treffen wir Kai und Heike. Großes Hallo, da wir dachten uns erst zum Abendessen beim Jugoslawen zu treffen.
Die Füße tun weh und wir brechen den Marktbummel ab um nach Ossweil zu fahren. Große Tafel mit Otto und Karin, Rainer und Sabine, Philipp, Basti und mein Michael. Kneipe ist laut, aber das Futter ist super.
Habe mir einen Seniorenteller bestellt und hatte dadurch Platz für einen Nachtisch.

Sind dann zur Burg gefahren. Basti, Michael und wir zwei. Dort hat Michael die Feierwehr übernommen und wir genießen einen Tee in der Burg.

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10-9-8-7-6-5-4….

Es wird spannend. Die letzten Handgriffe müssen gemacht werden. Spontan eine Lücke im Medikamentenschrank entdeckt. Das Internet hilft und verspricht Lieferung am Dienstag.

Montag und Handwerker sind im Haus. Bei Winni läuft das Abwasser nicht ab. Wir sollen kein Wasser laufen lassen, da unten die Rohre abgebaut und gereinigt werden. So verschiebt sich der Tagesablauf, den ich bin moch nicht geduscht.
Dagmar hat aus dem Reisemobil die Reservedecke aus der Sitzbank hoch gebracht. Wird neu bezogen und wärmt Prinzessin die letzten Nächte in der Burg. Für eine Bestandsaufnahme ist es ihr im Womo zu kalt. Mein Auftrag lautet: Dach aufstellen, einheizen, Leintücher abziehen, Tasche hinter Dago’s Sitz abbauen. Da war bisher eine Wolldecke für alle Fälle drin. Der Fall ist nie eingetretten und weitere Decken sind an Bord.
Aufträge ausgeführt und die zwei Aluboxen auf dem Dach positioniert.

Am Abend die Betten frisch bezogen und die Heizung auf „frostfrei“ reduziert. So kommt eins zum anderen. Nebenbei fragt mich Dago, ob ich die neuen Stofftaschen schon festgemacht habe? Natürlich nicht. Die stehen so gut an ihrem Platz, das ich diesen Arbeitsschritt übersehen habe. Arbeit für Dienstag.

Dienstag und ich gehe meiner Lieblingsbeschäftigung nach, umräumen. Die Sitzbank/Speisekammer muss neu geordnet werden. Eine neue Reihe an Dosen, Gläsern und Co ist dazugekommen. Anfangs einfach vor die kleinen Kisten gestellt, erweist sich diese Lösung als suboptimal. Die Neuankömmlinge rausgeräumt und die kleinen Kisten eine Dosenbreite vor/nach links gerückt. Nun lagern die Neuen zwischen den Kisten und kullern nicht durch die Gegend. Wobei das bei der augenblicklichen Fülle gar nicht geht. Aber wenn die Bettdecke oder der Anorak gebraucht wird, stürzt das Kartenhaus sonst ein.

Dann wurden die zwei neuen Taschen an die Wand geschaubt. Edelstahlschrauben und Rosetten im wohl sortierten Kellerlager auf anhieb gefunden. Löcher in den Stoff stanzen, anzeichnen, bohren, schrauben, fertig.

Platz für Tablet und Co.
Am Nachmittag kleine Shoppingtour. In meiner Männer-Boutique zwei kleine Bilderrahmen gekauft. Prinzessin hatte an Nikolaus zwei (sehr) alte Postkarten vom Schloß Wimsbach in den Stiefeln.

Auf dem Rückweg kurz bei DM angehalten und Waschmitteltücher gekauft. Den Tipp haben wir von Karin, die gute Erfahrungen damit gemacht hat. Preisgünstig und leicht, das gefällt mir.
Ein angenehmer Nebeneffekt unserer baldigen Abreise ist, das Kühl- und Gefrierschrank leer gegessen wird. All die leckeren Sachen welche man für besondere Anlässe gehortet hat, müssen weg. Muss nur die Waage ein bisschen im Auge behalten, damit der Abwärtstrend weiterhin anhält.

Mittwoch und nichts zu tun? Wollte die zwei B2B-Lader in der Ansteuerung tauschen, nur die Steuerleitung (D+) wechseln, und dabei einen losen, amgeschmorten Kabelschuh (B+) entdeckt. Ausgerechnet der, an den man am schlechtesten hin kommt. Zum Glück sind Kabelschuhe und eine neugekaufte Quetschzange im Haus. Kabel spannungsfrei gemacht, nachdem es zweimal gefunkt hat. Neuen, passenden Kabelschuh aufgepresst und zum anziehen eine 10er Nuss gekürzt, damit ich die versteckte Anschlussschraube ordentlich anziehen konnte. Reparatur ohne Ausbau des Fahrersitz durchgeführt.
Anschließend Testlauf gestartet. Wahlweise können ein, oder zwei B2B-Lader (40/80A) arbeiten. Da noch Landstrom anliegt, normales Ladegerät (20A) eingeschalten und die zwei LiFePo4 (2x 200Ah) in Richtung 100% aufzuladen.
Dach geschlossen und Ordnung gemacht.
Dach geschlossen und eine der neuen Dichtprofile macht wieder Zicken. Leiter außen angelegt und dem Profil den Weg an der Kante vorbei gezeigt.
So weit, so gut.

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