Der Traum vom autarken Wohnmobil

Hallo Leute,

auf dieser Seite möchte ich euch an meinem Traum vom autarken Wohnmobil  teilhaben lassen. Es sollte so groß sein, dass es meiner Frau und mir genügend Platz auf langen Reisen bietet und andererseits so klein das man überall frei stehen kann und geduldet wird. Es soll unser „fast perfektes Wohnmobil“ einmal ablösen.

Um für längere Reisen geeignet zu sein, muss der Wagen rund 60 cm länger werden. Manch einer wird sich fragen: „Warum ausgerechnet 60cm länger?“

Nun ganz einfach. Für Waschmaschine und Wäschetrockner.

Hier mal der erste vernünftige Entwurf:

Dieser Entwurf ist so weit fortgeschritten, das ich schon versuche Detaillösungen und Konstruktionszeichnungen zu erstellen. Als Basis ist ein sogenannter „Postkögel“ angedacht um unter der 3,5to Grenze zu bleiben. Auch eine Machbarkeitsstudie ist am laufen und die Zeit wird zeigen was daraus wird.

Um tatsächlich autark zu sein, ist einen fest eingebauter Dieselgenerator angedacht. Gekocht wird mit einem E-Kochfeld und ein Kleinbackofen ist geplant. Bei jedem Kochen wird über das Dieselaggregat die Bordbatterie nachgeladen. Über diese Batterie erfolgt die Versorgung der restlichen Verbraucher.

Kopfzerbrechen macht mir die Geräuschdämmung des Aggregates. Zwar läuft es nur wenn im Fahrzeug gearbeitet wird, aber man möchte ja nicht schreien beim kochen.

Nachtrag zum Jahresende 2012

Die Pläne wurden zig mal bearbeitet und das Konzept mehrmals geändert. Man(n und Frau) möchte Gäste empfangen und ein kleines Stück mit ihnen reisen. Da niemand allein im Heck eines Wohnmobils sitzen möchte, wurde die Einrichtung gedreht und das Fahrerhaus in den Aufbau integriert. Da das Schlafzimmer nur über der Sitzgruppe platz hat, ist ein Alkoven angedacht. Dieser müsste jedoch, wenn man nicht nur schlecht darin schlafen wollte, mindestens 1,20m hoch sein. Da ich nicht mit so einem Monster auf die Straße möchte, muss der Alkoven klappbar sein.
Auf dem Markt gibt es so etwas nicht und deshalb ist jede Menge Entwicklungsarbeit nötig. Ein erster Entwurf sieht so aus:

aussen-innenaussbau4

Der blautransparente Alkoven wird um 35° aufgeklappt und der weiße Deckel vom hinteren Teil des Daches nachgeschleppt. Dieser Teil ist zum aufklappen und gibt den Ausstieg auf die „Dachterrasse“ frei. Die Proportionen sind nicht optimal und an dem Problem weiter gearbeitet.

Das Dieselaggregat wird durch einen Benziner ersetzt. Preis, Gewicht und Lärm sprechen klar für den Benziner und so nehme ich das Gedöns mit dem Spritkanister in Kauf.
Der Versuch einen optimal passenden Wassertank zu finden ist gescheitert. Jetzt kommt wieder eine Kanisterlösung in Betracht. Es werden 3 Kanister a 30 Liter gekoppelt und zwei Wasserpumpen verbaut. Diese zwei Pumpen müssten theoretisch die Waschmaschine versorgen können.

Nachtrag zum Jahresende 2013

Es wurden ein optimal passender Wassertank gefunden. Mit zwei von diesen bekommen wir rund 145 Liter Wasser frostsicher im Wageninneren unter. Der Klapp-Alkoven ist auch einen Schritt weiter. Die Abmessungen sind ähnlich, aber einfacher und billiger zum bauen. Der Standart-Waschtrockner ist einem Top-Lader gewichen und der gewonnene Platz reicht um die zwei Kühlboxen in optimale Zugänglichkeit zu montieren. Die Probleme werden kleiner und die Lösungen gehen weiter ins Detail. Fast alle Probleme wurden optimal gelöst. Die variable Sitzgruppe umfasst links und rechts eine Bank und die zwei Drehsitze. Da müsste jeder einen bequemen Platz finden.

Nachtrag zum Jahresende 2014

Der Toplader ist einem normalen Waschtrockner gewichen. Die Toplader sterben langsam aus und ich möchte nicht auf ein totes Pferd setzen. Es erweist sich als äußerst schwierig von Herstellern der Fahrgestelle eine vernünftige Zeichnung zu bekommen. Mercedes ist da top und Ford hat sich auch Mühe gegeben, aber der Rest sollte sich in die Ecke stellen und sich schämen. Die schaffen es glatt einen Kunden abzuwehren. Es wird weiterhin an Detaillösungen gearbeitet und versucht alle Probleme im Vorfeld zu klären. Ich möchte aus mehreren Gründen auf dem kurzen Radstand aufbauen, aber die Reisemobilfahrgestelle gehen erst ab dem mittleren Radstand los. wenn die ersten Nägel eingeschlagen werden, melde ich mich.

Nachtrag zum Jahresende 2015Ausstieg

Nun was soll ich schreiben, es wird ein Fiat Ducato L2 Fahrgestell ohne Rückwand. So ist der Plan. Dieser geht immer mehr ins Detail und Problem um Problem wird gelöst. Einstieg über doppelte Türe im Heck, ähnlich wie die Paketkoffer. Der Alkoven wird 30° aufgeklappt und die Dachgartenabdeckung mit geschleppt.

10grad30grad20graddachterasse

Soweit was ich heute berichten kann. Das letzte Bild zeigt meinen Traum von der Dachterrasse.

Nachtrag zum Jahresanfang/mitte 2017
Fahrgestell bestellt, es geht los. Siehe https://peter.trunner.de/blog/der-traum-vom-autarken-wohnmobil/wird-nun-wahr/

Eine Antwort auf Der Traum vom autarken Wohnmobil

  1. ThomasFF sagt:

    Bei den eingebauten Generatoren haben die Amis wohl einen Vorsprung, weil die sowas häufig verwenden in den großen Womos.
    Mein Tipp: Schau Dich mal um, ob es in Deiner Nähe oder auf einer (Dienst)-Reise erreichbar einen größeren Händler gibt, der auf US.Mobile spezialisiert ist. Wenn der einen mit einem eingebauten Jockel da stehen hat, könntest Du da vielleicht „Honig saugen“.
    Ich hab die in den USA in der Wüste erlebt, wo alle Familienmitglieder incl. Oma mit Quads und Buggys unterwegs waren und die riesigen Winnebagos mit laufendem Generator am Straßenrand staden, um die air condition und den „fridge“ fürs kalte Budweiser am Laufen zu halten. In 5 m Abstand konntest Du auser einem leisen putputpur vom Auspuff nix mehr hören. Innendrin sowieso nix. Gruß Thomas

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