Wir gehen es ganz langsam an. Schnell geht eh nur müde werden.
Die Betten sind versorgt. Sie wurden abgezogen und die Bettwäsche in der Burg mit einem großen Programm gewaschen und getrocknet. In der Zeit konnten die frei liegenden Matratzen ablüften. Dann wurden frische Leintücher aufgezogen und die Federbetten, auch frisch bezogen, in Vakuumbeutel verpackt. Das Kapitel ist beendet.
Das Moskitonetz abgehängt und in der Sitzbank verstaut. Jetzt muss das Innenzelt vom Dachboden irgendwie ins Wohnmobil kommen. Wenn dann am Wochenende die neuen Dichtungen für den Alkoven kommen und verbaut sind, ist da oben alles in „trockenen“ Tüchern.
Die Feierwehr hängt am Ladegerät. Der Benzinmotor ist zwar klaglos angesprungen, aber alles andere wie Start-Stop und der Hybridantrieb sind eingeschlafen. Habe kein Kabel vom Balkon herunter gezogen, sondern den Wechselrichter im Duc eingeschalten und das Stromkabel zu dem hinterm Duc parkenden Panda gezogen. Um 19 Uhr ist die Ladung abgeschlossen. Kabel weg und bei dem Gang gleich die Sommerkleider hoch geschleppt.
Es ist zwischenzeitlich Donnerstag und die Waschmaschine läuft immernoch. Ich habe inzwischen meine sozialen Kontakte etwas aufgefrischt und einige Anrufe getätigt. Noch nicht alle erreicht. Kommt aber sicher noch. Die ersten Dinge auf der Arbeitsliste des Duc’s sind abgearbeitet. Verschiedene Dinge im Internet bestellt. Wenn die alle da sind, gibt es Arbeit bis zum abwinken, Bremsen, Frontscheibe, Elektrogeräte, Inneneinrichtung.
Das wichtigste Paket ist schon eingetroffen.
Freitag sind wir einkaufen gefahren. Die nicht vorhandenen Vorräte in der Burg müssen dringend aufgestockt werden. Der Kofferraum der Feierwehr war eben voll. Natürlich gab es auch Brezeln vom Baumann. Zurück an der Burg wurden die Tüten mit dem Kran hoch gezogen. Dann gab es etwas verspätet ein Frühstück. Da der Einkauf sehr an meinem Knie gezerrt hat, habe ich mich aufs Sofa zurückgezogen und das Bein hochgelegt. Die Wehwechen werden mehr und größer. Wie geht das weiter?
Es ist Samstag und wir haben große Kehrwoche. Ist im Schwabenland ein feierlich zelebrierter Ritus, dessen Regeln sich über Generationen entwickelt haben. Zur Ausübung gibt es ein vorgeschriebenes Zeitfenster, Samstag nach dem Mittagessen, sodas alle Interesierten den Ausübenden bei seinen Handlungen still beobachten können. Schnell wird über schlecht abgehaltene Darbietungen unter den Beobachtern diskutiert und man versucht dezent den Künstler über sein Fehlverhalten zu informieren. Großartige Leistungen bedarf es keiner Bemerkung, den „net gscholda isch globd gnuag“ nicht geschimpft ist ausreichend Lob.
Der Regen schützt mich in den Morgenstunden, den bei nassem Grund kann man die Ecken nicht ausstauben. So werde ich ein neues Zeitfenster suchen müssen, um die Zuschauer nicht um ihren Event zu bringen. Der späte Nachmittag, zwischen Kaffee und Abendessen, bietet sich an.
Habe als Ersatz im Keller hin und her geräumt und im Magazin die benötigten PVC-Winkel gefunden. Erspart einen Weg in die Männer-Boutique. Im vorbeigehen einge Kleinigkeiten erledigt. Im Womo einen Platz für die neuen Salz- und Pfefferstreuer gefunden. Werde den Halter neben der Steckdose für den Toaster ankleben. Die Zwei wurden oft vergessen auf den Tisch zu stellen. Immer musste einer aufstehen und in die Küche laufen um sie zu holen. Damit sie in den Halter passen, zwei kleine Mühlen von WMF gekauft.
Dago backt Buchteln und wir gehen nachher zu Otto und Karin nach Tamm.
Buchteln, ofenwarm, Kaffee und nette Gespräche, so liebe ich die Nachmittage. Die Schwabenpflicht hat mich nach Hause getrieben. Ein paar Runden mit der Kehrmaschine auf dem Gehweg gedreht. Dago hat sich um das Treppenhaus gekümmert und alle Interresierten sind anscheinend zufrieden.
Nach so viel Buchteln blieb am Abend die Küche kalt.
Den Tag über habe ich dem neuen Franz ein Update verpasst. Das Gerät ist zwar neu, aber die Software war alt. In der Schachtel vom neuen Franz den alten Franz entdeckt. Der hat es mir übel genommen, das er so abgeschoben wurde. Er hat alle Energie aus der Batterie aufgebraucht und stellte sich tot.
Das Problem, Ladegerät angeschlossen und das Gerät versucht hochzufahren. Dafür reichte der Strom aber nicht aus. Ausser einem flimmern war keine Reaktion. Konnte das Gerät nichtmal abschalten. Habe es dann so halblebig liegen lassen. Am Abend mehrere Startversuche, einer gelingt. Kann das Navi abschalten und weiterladen.
Ein guter Samstag geht mit einem Eberhofer-Krimi zu Ende.
Bin stolz auf mich. Habe es zuerst geschafft, dem alten Franz mit dem aktuellen Karten vom neuen Franz versorgt. Dazu in die Tiefe der Gerätestruckturen eingetaucht. Die Krönung war jedoch, das ich es geschafft habe, die Software von Elebest (neuer Franz) auf dem alten Franz zu platzieren. Wenn sich der Akku vom alten Franz erholt, wird das ein Navi für die Feierwehr. Der klare Vorteil, beide haben das gleiche Menü und somit einfach zu bedienen.
Montag und einer der Arzttermine steht an. Ich nutze die Fahrt zum Test des Navis. Das Display ist für die kleine Feierwehr etwas zu groß. Ich befürchte das es Dagmar zu sehr stört. Es soll ja helfen und nicht behindern.
Habe bei der Blutabnahme nicht geweint. Auch danach nicht, habe aber keinen Lutscher bekommen. Denke darüber nach, mein Verhalten bei der nächsten Blutabnahme zu ändern.
Auf der Rückfahrt die Pferde der Feierwehr an einer „preisgünstigen“ Tanke saufen lassen. Geht bei dem kleinen Tank ohne Zwischenfinanzierung.
Bin in Bietigheim am Baumann vorbeigefahren ohne Brezeln zu kaufen. Tanken und schlemmen geht bei meiner Rente nicht, aber wir gehen heute zur Antonella.
Den Nachmittag habe ich dem Duc gewidmet. Der Alkoven hat 3/4 neue Dichtungen bekommen. Morgen gibt es das letzte 1/4, mir ist das Spannmaterial ausgegangen.
Kurzfristig wurde unser Stammtisch verlegt. Antonella ist krank und öffnet heute nicht. Uwe hatte schnell ein Lokal als Alternative gefunden, das Restaurant Diamant.
Prinzessin und ich haben eine Balkanplatte für uns bestellt. War erst ein bisschen enttäuscht, den die von Uwe so angepriesenen Portion Pommes war sehr klein. Während des Essens bemerkte ich meinen Fehler. Nicht die Pommes waren klein, der Fleischberg war riesig. Er war so groß, das wir uns zwar Mühe geben haben, aber die Platte nicht geschafft haben. Die restlichen großen 2½ Stücke liesen wir uns einpacken. Da haben wir die nächsten zwei Tage zum Essen.
Der Montag ging mit Inspektor Barnaby, und Gedanken an gute Freunde, zu Ende.
Am Dienstag ist Dagmar dran, es geht zum Osteopath. Der sitzt in Löwenstein und die Fahrt in der Früh ist von einem großen Stau begleitet. Wir kommen pünktlich 5 Minuten zu spät. Ist aber kein Problem, den Ralf hat Zeit für ein privates Gespräch mit eingeplant.
Prinzessin wird ordentlich durch geknetet und zu den „Schmerzenschreien“ kommt ab und zu ein „Oh, wird besser“. Werden sehen wie sich der Körper darauf einlässt. Wir haben sicherheitshalber einen weiteren Termin im November gebucht.
Bei der Heimfahrt war von dem Stau nichts mehr übrig und es ging recht schnell. Noch schnell die vor Wochen bestellten Einlagen abholen und dann ist das Vormittagsprogramm erledigt.
Am Nachmittag die letzte Leiste zur Abdichtung des Alkovens montiert. Abdichtung ist das falsche Wort. Es ist mehr eine Ausleitung, ähnlich wie bei einem Schiebedach. Das ist nie dicht, aber eindringendes Wasser wird kontrolliert abgeleitet. Den Weg bin ich auch gegangen.
Dann noch das Innenzelt in den Alkoven geknüpft, der Winter kann kommen. Noch ein bisschen aufräumen und dann Feierabend gemacht.
