🇹🇷 Gazipaşa, 36.242820,32.293786
🚍 20 Meter/ 15 Minuten
🚰 170 Liter
🌡 19°↑ 10°↓ 🌤
Ich wollte gestern am Abend die Zweitheizung, welche in der Regel als Lüftung läuft, aufheizen. Hat sie auch brav gemacht, aber nach kurzer Zeit hat sie die Leistung extrem reduziert. Mehrere Neustarts brachten keine Verbesserung. Okay, kann man(n) ignorieren. Zum einen habe ich zwei und zum anderen wird es wärmer. Aber man sitzt da und denkt über die Ursache nach. Habe dann für mich denken lassen und Freund Google gefragt. Tatsächlich eine passende Information gefunden. Staub in der Ansaugung.
Es ist schon 21 Uhr, aber ob ich herumsitze oder mich um das Problem kümmere, macht keinen Unterschied. Wartungsklappe auf, Heizungsabdeckung aufschrauben und das Brett heraus nehmen. Und sie sehen, dass sie nichts sehen.
Endoskopkamera am Handy angeschlossen und? Gleiches Ergebnis. Kühlboxen rausziehen, da drunter ist ein mit Bauschaum verschlossenes Loch. Bauschaum raus gepuhlt und den Konstrukteur verflucht. Das Loch sitzt nicht über der Ansaugöffung, aber man kann sie sehen. Kühlboxen ausgebaut und die Schublade ausgehängt. Wieder mit der Kamera eingetaucht und die Vermutung wurde bestätigt.
Mit meinem Spielzeug-Staubsauger komm ich da nicht hin. Rüssel star, zu kurz und die Saugleistung zu schwach. Aber Andrea hat einen „normalen“ Staubsauger dabei. Den werde ich mir morgen ausleihen und versuchen einen Schlauch zu montieren.
Jetzt aber müssen die Kühlboxen wieder an ihren Platz und alles aufräumen, damit wir ins Bettchen können.
Oh, welch ein kommen und gehen den lieben langen Abend. Die Jungs mit ihren Autos und schlechter Musik. Schlechte Musik aus zwei Gründen. Erstens der Musikgeschmack, zweitens ihre scheppernden Autoradios. Und die Mächdchen, die mit ihrem lauten Geschnatter und gekichere auf sich aufmerksam machen. Beide Gruppen lärmen um die Wette bis….?
Entweder bin ich trotzdem eingeschlafen, oder es kehrte einfach Ruhe ein.
In den frühen Morgenstunden die Hauptheizung eingeschalten und die Eisbären verjagt. Ist bisschen übertrieben, aber 17° in der Bude empfinde ich als frisch. Zu frisch um mich nackig unter die Dusche zu stellen.
Angezogen und alles bischen aufgeräumt, rollen wir mit aufgeklappten Alkoven zur Wasserquelle. Wir machen die Tanks randvoll und beziehen den neuen Platz. Zehn Meter weiter ist die Aussicht aufs Meer nicht versperrt und der Platz heute frei.
Man trifft sich und Ella tobt sich draußen aus. Eine wahre Freude zuzusehen. Dann läuft wieder die Waschmaschine. Eine Ladung für die Reiseleitung und vielleicht noch eine mit dem was noch übrig ist von uns.
Die Sonne versteckt sich ein bisschen und die angekündigten 19° lassen auf sich warten. Ein paar Wolken verhindern ihren Auftritt und meine Solaranlage dümpelt vor sich hin. Ein bisschen sollte noch kommen, sonst geht uns nach der fünften Waschmaschine der Strom aus. Ja, fünf Maschinen sind es jetzt. Das machen die Batterien gut mit, wenn die Sonne ihren Teil beisteuert.
Wir sitzen und versuchen Informationen über die Fähre zu bekommen, klopft es an der Türe. Dago denkt es ist Andrea und ruft:“Komm rein“ und ich sage:“Das ist die Polizei.“
Beide haben Unrecht. Es ist sowas wie das Ordnungsamt, Uniformen, Dienstwagen mit Beleuchtung, aber andere Aufschrift.
Man stört sich an unserer Wäsche und wir sollen sie abnehmen. Was wir dann auch cleverer Weise getan haben. Der Dachboden ist auch okay. Keine 5 Minuten später fahren sie wieder vorbei und sind zufrieden.
Dachboden zum lüften aufmachen, aber nicht zu weit, damit die Solarzellen auch noch was abbekommen.
Gut gefrühstückt geht es ans Werk. Zuerst dem Dach etwas Fett geben. Hat höchste Priorität. Wenn das nicht geht ist Ende Gelände.
Dann an die Heizung in Angriff genommen. Mein kleiner Staubsauger hat einen 12mm Schlauch mit Klebeband-Adapter bekommen. Zuerst mit der Kamera verbunden, dass war zu unhandlich. Ohne was war der Schlauch zu labil. Habe ihn dann mit einem Bindedraht gestützt und wild in dem 87°HT-Winkel gefuhrwerkt. Das ist die Ausbeute.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Und ja, das kleine Sperrholzbrettchen war auch in dem Rohr.
Alles wieder aufgeräumt und sauber gemacht. Jetzt ist ach die Wäsche von Andrea fertig. Hing teilweise auch bei uns im Dachboden. Sie holt sie ab und bringt den frisch gebackenen Kuchen für das Mittagmeeting gleich mit. Der steht nun in der Küche und wartet das es ½4 wird.
Diw Sonne ist weg und der Wind bringt viele Wolken. Die App meldet, Stürme in der Nacht möglich, und Prinzessin macht sich Gedanken wegen der Überfahrt.
Das Meeting war geprägt von den kommenden Tagen. Kein Telefon und kein Internet in Nordzypern. Da kommen dann die Tagesberichte wenn wir in Südzypern sind. Michael hat eine Extra-E-Sim für „Notfälle“. Wenn wir etwas spezielles suchen, oder Hintergrundmaterial benötigen. Fähre haben wir aufgegeben online zu buchen. Es gibt keine funktionirende Internetseite oder Buchungsportal. Sehenswürdigkeiten haben wir unseren Navigationsgeräten übergeben. Mit denen können wir offline arbeiten. Südzypern ist dann wieder Eurozone.
Was fehlt? Logisch, ein Klassiker!







