🇹🇷 Çakırlar, 37.437283,28.150009
🚍 118km/2h10min
🚰 100L
🇹🇷 Hisarönü, 36.802561,28.060818
🌡️17°+/ 7°+ ☀️
Die Nacht war kühl. Gegen zwei Uhr habe ich die Heizung angeworfen und mich wieder im Bett verkrochen. So war das Mobil am Morgen nicht komplett ausgekühlt und als die Heizung nach geregelt wurde, stand dem Tagesstart nichts im Wege. Andrea hat gestern ein bisschen geschwächelt, ist aber schon im Aufwärtstrend.
Wir starten vorne drauß und fahren zum ersten Wasserhahn. Der erfordert bei anschließen des Schlauches etwas Feingefühl. Ein dünner, glatter Ausgießer stellt mir die Aufgabe. Der zweite Adapter beim dritten Ansatz wird der Sache gerecht. Die Tanks noch nicht ganz voll ist Michael auch bei der Quelle angekommen. Es schaut wie ich die Waschbürste auspacken und beginne den Duc zu waschen. Das gefällt ihm und er möchte auch, nicht den Duc, sondern seinen Jumper.
Mit sauberen Autos und vollen Wassertanks geht es weiter. In einer langen Gefällstrecke geht mir ein Reisebus auf den Sack. In jeder Rechtskurve geht er auf die Überholspur und bremst sich neben mich. Zum überholen reicht es ihm nicht und wenn die Kurve zu Ende ist, muss er wieder hinter mir einscheren. Wohlgemerkt in jeder Rechtskurve. Die spinnen die Türken!
Wir fahren die D-400 Richtung Datça hinaus auf die langgezogenen Halbinsel und eine Baustelle tut sich vor unsern frisch gewaschenen Autos auf. Die Gegenfahrbahn ist gesperrt und wir müssen die zwei Spuren teilen. Die rechte, unsere Spur hat eine Ansammlung von Löchern und losen Splittsteinen. Trotz das wir die erlaubten 30km/h weit überschreiten, werden wir überholt. Wenn dann Gegenverkehr kommt, wird einfach reingedrängelt. Nicht bei mir! Stell dich wieder hinten an!
Das gelingt nicht immer, den wegen den fliegenden Steinen ist ein gewisser Abstand sinnvoll.
Endlich haben wir das Rüttelstück hinter uns und ich erkenne einiges von der letzten Reise wieder. Bevor wir auf die schlanke Landenge kommen, biegen wir rechts ab und nach wenigen Kilometern ist der neue, alte Nachtplatz erreicht.
Ein Camper aus den USA steht bereits auf dem Platz. Michael kommt ins Gespräch und erfährt das die den Tipp von den Amerikanern erhalten haben, welche wir bei der letzten Türkei-Reise damals hier getroffen haben. Die Welt ist ein Dorf.
Ich parke, leicht bergauf aber exponiert, das Reisemobil und werfe sofort eine Waschmaschine mit Schmutzwäsche an. Während des Waschgangs frühstücken wir und anschließend hängen wir die Wäsche zum trocknen auf. Sofort wird die zweite Maschine gestartet, dieses Mal mit Wäsche der Reiseleitung. Michael stellt seine Wäschespinne für seine Wäsche zum trocknen auf.

Wir kommen ins Gespräch und ich rufe eine Kaffeerunde aus. So trifft man sich bei uns im Wagen. Die Gespräche gehen in Englisch und ich verstehe (nur) die Hälfte. Wenn ich das Thema kenne, kann ich den Gesprächen besser folgen.
Am Nachmittag gesellt sich noch ein französisches Paar mit ihrem Camper dazu. Die haben einen Husky dabei. Mal sehen wie Ella reagiert. Die Wäsche ist trocken und wandert in den Schrank. Dago bringt die Küche in Ordnung und ich schreibe den Blog. Wir würden von den Amerikanern vor den Steckmücken gewarnt. Sie kommen am Abend zu hauf. Daraufhin verrammeln wir das Womo.
Neugierig wie man ist, schauen wir auf die neuen Nachbarn. Flügeltüren auf und ein kurzer Blick ins Innere wird frei. Man schläft quer und das bei seiner Körpergröße. Dann wird ein schwarzes Tuch gespannt und er kricht hinein. Sie hält das Tuch, damit genügend Freiraum bleibt. Er duscht und hängt anschließend das nasse Handtuch glatt am Fahrzeug auf. Ist der Wagen an der Stelle jetzt auch sauber.
Ich kann mich nicht beherschen, sorry.
Dann Rollentausch, sie duscht und er hält das Tuch, nicht. Genug als Paparazzi unterwegs. Ich lehne mich entspannt zurück. Große Autos und nichts drinnen.







