🇹🇷 Dalyan, 39.761082,26.143056
🚍 238km/4h
🇹🇷 Çakmaklı, 38.752960,26.907011
🌡️7°+/ 5°- ☀️
Der Tag beginnt mit -1°, verspricht aber sonnig zu werden. Ein lärmendes Aggregat hat Michael und Andrea in der Nacht vertrieben. Sie stehen 250 Meter weiter, auf der anderen Seite des Hafens.
Wir duschen und richten uns für den Tag. Draußen ist es noch dunkel. Der Sonnenaufgang ist um 8:35 und angeblich soll der Himmel dann wolkenlos sein. Wir werden sehen.
Oh ja, die Sonne kommt heraus und blendet ungemein. Sitzen beide mit den dunklen Sonnenbrille und kämpfen mit dem Gegenlicht. Die Temperatur sinkt auf -5° ab. Das gestern aufgefüllte Scheibenwaschwasser ist, oh Wunder, eingefroren.
Es geht zügig dahin bis, alle Navis, außer Franz, uns bei Sarikiz rechts von der D-550 an der Küste entlang führt. Hat gestern Nachmittag in der Vorschau gut ausgesehen, Live aber nicht. Bisschen Abenteuer muss schon sein. Die Ortsdurchfahrt, eine Straße mit ehemals Knochensteinen gepflastert, ist entweder Baustelle oder eine Katastrophe. Immer im Wechsel.
Aber man sieht mehr (Schlaglöcher) auf solchen Strecken.
Der Himmel ist wolkenlos, hat aber einen Schleier, was die Fernsicht etwas trübt.
Etliche Kilometer später empfiehlt ME eine Strecke 10 Kilometer kürzer. Bin auf den Abzweig sehr gespannt, die letzte Abkürzung steckt mir noch in den Knochen.
Nehme mir vor, wenn kein Wegweiser steht, die Abkürzung zu ignorieren. Die Entscheidung wird mir leicht gemacht. Ein schmaler Schotterweg lässt mich den Kopf schütteln.
ME rechnet neu und die Ankunftszeit ist unverändert. Glück gehabt, aber zu früh gefreut. Im Zielgebiet angekommen müssen wir die D-550 verlassen.
Die Straße, nein das ist keine Straße, der Fahrweg, nein das ist kein Fahrweg, also das wo alle fahren ist unbeschreiblich. Die Sattelzüge fahren auf der linken Seite, bis Gegenverkehr kommt, da dort die Löcher nicht ganz so tief sind. Wenn man etwas zu langsam ist, wird man von den LKWs trotz Gegenverkehr überholt. Einmal kann ich mich erfolgreich dagegen wehren, dann trifft es halt Michael. Links und rechts der Straße türmen sich die Überseecontainer in den Himmel. Wir fragen uns, wo soll der schöne Platz sein? Und wenn es den Platz gibt, wie findet man sowas überhaupt? Wir spekulieren hin und her. Dann tauchen Häuser auf und wir erkennen das Meer im Hintergrund.
Da ist er, und er ist wirklich super.
Wir nehmen das etwas verspätete Frühstück ein und erfreuen uns der tollen Aussicht.
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.






