🇬🇷 Nea Chili
🚰 70L/15min
🚍 145km/3h30min
🛃 1h30min
⛽ 113L / 54,91TL
☕ 50min
🇹🇷 Güneyli, 40.508006,26.692067
🌡️6°+/ 2°- 🌦️🌧️🌬️
Die Nacht mäßig gut geschlafen. So gegen 5:30, meine alte Zeit, als ich noch arbeiten ging, bei einem Gang zum Thronsaal die Heizung angeworfen. So war zumindest der Fußboden angenehm warm, wenn auch der Rest zu wünschen lässt. Die Batteriereserven reichten für das Duschwasser und zwei Thermoskannen Tee. Mit 14% Kapazität waren wir reisefertig. Anke umarmen und den Hunden ein Leckerli zu stecken, dann ging es los.
Das kurze Intermezzo am Abend hat in der Stadt deutliche Spuren hinterlassen. Entwurzelte Bäume, oder einfach der Stamm gebrochen, gibt es zuhauf. War wie es aussieht, ein lokales Ereignis und wird nicht in den deutschen Nachrichten kommen. Wenn doch, wir haben überlebt.
Der erste Halt war eine Wasserstelle und wir haben beide unsere Tanks gefüllt.
Nächster Halt, Grenze bei Ipsala. An dem Polizei-Schalter ging es anfangs nur sehr langsam. Zwanzig Minuten für keine zehn Autos. Das Mädel am Zoll-Schalter hat mich nach der Registrierung zum Röntgen geschickt. Röntgen ging schnell, kein Auto vor und Michael hinter mir. Wieder zurück zur Registratur und dem Mädel das Okay vom Röntgen übermittelt. Noch schnell ein paar Tastendrücke und die Zollabfertigung ist erledigt. Hier im großen Shop gibt es einen Laden von Türk-Telekom mit preisgünstigen SIM-Karten für Touristen. Die große Schiebetür ist offen, eine Jacke hängt über dem Stuhl, aber keiner antwortet auf mein rufen. Raus und den Geldautomaten überfallen. Bin raus und dann kam Michael dazu. Zu zweit sind wir nochmals in den Shop. Unveränderte Situation. Michael fragt in der Cafeteria daneben nach dem Personal vom Telekom-Shop. Man erklärt ihm, der Shop ist heute geschlossen. Ohne Sim verlassen wir den Shop und stellen und bei der türkischen Grenzpolizei an. Aussteigen und fotografieren lassen. Dann heißte es, Willkommen in der Türkei.
Es geht weiter nach Kesan, um dort in einem laut Google geöffneten Türk-Telekom Shop das Willkommensangebot zu erwerben. Der Shop und weitere Türk-Telekom Shops sind geschlossen.
Wir gehen in einen offenen Vodafone-Shop, der außen ein ähnliches Angebot anpreist. Ähnliche Konditionen, aber im Gegensatz zu Türk-Telekom mit 550TL rufen sie 3000TL auf. Wir lehnen dankend ab.
Dann halt nicht und der Kartenkauf wird auf Montag verschoben. Wir gehen zurück zu den Autos und da die Uhren hier noch eine Stunde weiter sind, tendiere ich zum Frühstück. Michael und Andrea fahren weiter, da sie um diese Zeit kochen und das hier nicht so optimal ist.
Michael gibt mir die Koordinaten vom Nachtplatz, ich bin ja offline, und fährt schon Mal los. Er legt sicher ein Handtuch für mich aus.
Nach dem Frühstück habe ich wieder einen erfahrenen Tankwart zum grübeln gebracht. Bei 80 Liter hat er die Zapfpistole gegriffen und das Tempo gedrosselt. Bei 90 Liter hat er den Wagen, bei 100 Liter mich angeschaut.
Es würden dann 113 Liter.
Wir nehmen die letzten Kilometer unter die Räder. Es regnet und ist kalt.
Die Ausfahrt ist als solche nicht zu erkennen, aber ich vertraue auf Kurt und verlasse die D-550 über eine Asphaltkante um sofort in zwei tiefe Löcher in dem Schotterstück zu fallen. Es rumpelt und wir sind auf der schmalen Zufahrt von Güneyli. Dago meint das es sicher eine bessere Zufahrt zu dem Ort gibt, aber ich muss sie enttäuschen. Im Hafen steht Michael und ich geselle mich dazu. Mit beiden Auffahrkeilen auf der rechten Seite steht der Duc waagrecht und wir machen Feierabend.
Da kein Internet zur Verfügung steht, schreibe ich diese Zeilen auf dem Tablet als Notiz und kopiere sie wenn wir wieder online sind, in den Browser.
Michael kommt kurz vorbei und wir klären den kommenden Tag. Er sucht einige Türk-Telekom Shops entlang unserer Strecke und findet sogar einen mit guter Bewertung.
Das Wetter ist echt bescheiden. Windig, Regen, kalt und Schneefall in der Nacht ist möglich. 😱
So läuft die Heizung auf großer Stufe und wir Igeln uns ein.





