Tag 21 – Nea Chili an einem Regentag

Unser Nachtplatz von der Hauptstraße gesehen.


🇬🇷 Nea Chili, 40.847874,25.837524
🛒 18€
🌡16°⬆️ 7°⬇️ 🌥 🌧 🌬 ⛈️


Die Wettervorhersage läst uns in den Krisenmodus gehen. Am Abend machen wir Licht, Kühlboxen und Heizung aus und gehen zu Bett.
In den frühen Morgenstunden starte ich die Heizung und nehme die Kühlboxen wieder in Betrieb. Das Duschen liesen wir nicht ausfallen und nun warte ich auf bisschen Sonne.

Den letzten Rest Strom muss ich einteilen. Die zweite Waschmaschine ist gestrichen.

Die zwei Kühlboxen „fressen“ ordentlich Strom, zum Glück sind die Einschaltintervalle recht kurz. Das ist aber nichts im Vergleich zum kochen. Der Wasserkocher zum Beispiel nimmt 110 Ampere. Wir werden nicht erfrieren, verhungern oder müssen kaltes Wasser trinken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Batterien zu „füllen“. Ich will nur wissen, ob es ohne irgendwas geht, autark mit einem gasfreien Wohnmobil über die Runden zu kommen.
Die Reiseleitung war im Waschsalon und hat dort gewaschen. Sie haben unsere Waschtücher getesten und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Andrea hat uns ein Baguette mitgebracht und wir frühstücken gemütlich.
Dann ging es zu Lidl. Diesmal zu Fuß. Alle, außer Andrea und Ella. Letzte Einkäufe in der Eurozone.

Die hilfsbereite Anke hat 9 Berliner aufgenommen. Ja, die haben jetzt in Berlin wieder Strom, trotzdem darf sie die Neun zum Nachmittagskaffee mitbringen. Man hilft ja wo man kann. Nach dem Kaffeetrinken löst sich die Gesellschaft auf und man zieht sich in die eigenen Gemächer zurück.

Morgen geht es in die Türkei.
Dort muss ich als erstes eine türkische Simkarte erwerben. Leider gibt es keinerlei positive Bertungen von grenznahen Shops! Alle schreiben von Abzocke und Betrug. Wenn das in Keşan mit der Simkarte nicht klappt, dauert es bis ich mich wieder melde.

Daher kann es etwas dauern bis wir wieder online sind.

Schon mal die angedachte Reiseroute:
Alexandroupoli, Grenzübergang Kipi (🇬🇷GR/TR🇹🇷), İpsala, Keşan, Kocaçeşme.

Uff, nach dem Abendessen, ohne Vorwarnung, Blitz und Donner. Kräftige, wirklich kräftige Windböen und Hagel. Das Reisemobil wird hin und her geschüttelt. Man selber sitzt oder hält sich fest. Ich beschließe die seitlichen Aufklappteile mit eine Schraube zu sichern. Dazu Tisch auf die Seite, Leiter aufgestellt und links und rechts die Schrauben angezogen. Auf der Leiter ein ein ungutes Gefühl und dann? Telefon klingelt und Michael bietet seine Hilfe, die zum Glück nicht benötigt wird, an. Die Schauben fest und der Spuk ist so schnell wie er gekommen ist, vorbei.
Morgen früh werden wir nach Hagelschäden schauen.

Gute Nacht.

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4 Antworten zu Tag 21 – Nea Chili an einem Regentag

  1. Karsten sagt:

    Grüße, ich nutze inzwischen auf Reisen außerhalb der eu die esim von „Yesim“. Ist zwar etwas teurer, funktioniert aber in etlichen Ländern immer im best verfügbaren Netz.

    Da spare ich mir das Theater mit jedesmal Karte kaufen und aktivieren.

    Beste Grüße

    • Peter Trunner sagt:

      Leider ist mein Handy nicht eSim fähig. Michael seines schon und er hat eine eSim. Ja, etwas teurer und morgen werden wir beide versuchen eine normale türkische Simkarte zu bekommen. Ist bei viel Gebrauch, viel billiger. Macht etwas mehr Arbeit, aber wir haben doch nichts zu tun.
      Wenn ich mein nächstes Handy kaufe, so in 5 bis 7 Jahren werde ich darauf achten das es eSim kann.
      Trotzdem vielen Dank für den Tipp!

  2. Karsten sagt:

    Bei mir steht noch Starlink auf dem Wunschzettel, zieht mir mit 40A/h aber (noch) zuviel Strom. In unserem neuen Vehikel kommt das dann aufs Dach. Abseits der Zivilisation ist das recht nützlich, wie ich letzen Januar in der Sahara festgestellt habe.

    Beste Grüße

    • Peter Trunner sagt:

      Oh ja, die Wunschzettel.
      Mit 40A koche ich das Mittagessen. Internet und Co muss nicht überall sein. Wenn halt mal kein Netz, dann eben nicht. Habe das Handy zwar viel in der Hand, aber zur Not kann ich mich auch so beschäftigen.
      Ich bin jetzt hauptsächlich am ausloten des Stromverbrauchs. Wir sind ja ohne Gas unterwegs und daher ist der Verbrauch enorm. Wenn es klappt, kann der 2,8kw Generator ausgebaut werden und ich bin 27kg leichter.
      Zudem werden die weißen Flecken für uns immer kleiner und ich habe viel Erfahrung was es wo unterwegs gibt. Die Kombination der Erkrankungen macht den Ernährungsplan recht kurz und kompliziert. Das Angebot wächst aber überall und wir müssen nicht mehr soviel mitnehmen.

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