Tag 91 – Albanien

Nachtplatz hoch über

🇲🇰 Debar-See, 41.511104,20.526056
🚍 70km, 1h30min
🛃 5 Min und 20 Minuten Stau
☎️ ½h 2.600MT / 40gb
☕️ 1h
🇦🇱 Kreis Kruja, 41.517545,19.802250
🌡16°↑/1°↓ 🌤


Guten Morgen. Nach der so oft beschriebenen Morgenroutine geht es nordwärts nach Albanien. Die Grenze, nur einen (weiten) Steinwurf entfernt, ist schnell erreicht. Auf der Mazedonischen Seite zwei Spuren, in Albanien nur eine. Die Straße im Niemandsland bereitet einen mental gut auf die kommenden Kilometer vor.
Ging ja recht flott, die reine Abfertigung. Waren halt viele Fahrzeuge und ab und zu demonstrieren die Grenzbeamten ihre Macht. Auf der Gegenseite wir einer rechts raus gewunken. Brav fährt er an den Straßenrand und wartet. So lange ich ihn im Auge hatte, hat sich kein Beamter um ihn gekümmert.
Ich erkenne, wo die rücksichtslosen türkischen Autofahrer gelernt haben. Das ist eine echte kalte Dusche. Die Mazedonier so zurückhaltend und hier fast alle mit dem Messer zwischen den Zähnen. Ich versuche dagegen zu halten, aber bei so mancher alten Karre gebe ich auf.
Die fahren dermaßen aggressiv und dabei kostet der Liter Diesel 2,27€. Da denkt man, das eine vorausschauende defensive Fahrweise angebracht wäre.
Da steht 40km/h auf dem Schild ich habe über 60km/h drauf und werde von Fahrzeugen mit minimum 90 überholt. Wir sind hier im Ort.
Der Gegenverkehr überholt, obwohl er mich kommen sieht.
Aber auch wenn sie langsam fahren oder parken haben sie ein Matscho-Gehabe erster Klasse.
Wir fahren nach Maqellara zu Vodafone und kaufen eine Simkarte. Es herrscht absolutes Chaos und Dagmar meint ich solle hier, weit weg vom Laden parken. Nein, ich habe schnell gelernt und parke fast vor dem Laden. Klappe zur Sicherheit den Spiegel weg.
Die Dame bei Vodafone rollt mit den Augen, als sie mich als Ausländer erkennt. Ihr Englisch ist noch schlechter wie meines. Aber sie versteht was ich will und öffnet einen Schrank. Sie entnimmt drei Päckchen mit Simkarten und tippt in ihr Handy. Und tippt in ihr Handy….

Von den drei Produkten die Daten und schiebt mir das Handy mit der Übersetzung hin. Das hätte ich auch vom Päckchen ablesen können. Ich wähle die 40gb Version und möchte mit Visa bezahlen. Kein Problem, tipp, tippt, tippt und ich halte die Karte hin. Dann ging es los. Der Vorgang wurde wiederholt und wiederholt. Sie greift zum Telefon und ruft in der Zentrale an. Wir starten den Vorgang nochmals mit Videokonverenz und Anleitung. Es kommt nach vielem hin und her ein Zettelchen aus dem Gerät. Ich möchte bitte warten, sie prüfen ob das Geld eingegangen ist. Ich warte, warte und endlich bekomme ich, mit einer Entschuldigung für die Umstände, die Simkarte ausgehändigt. Vor dem Laden stecke ich sie in den Router und gebe den Pin ein. Geht nicht, Vorgang neu gestartet und Pin erneut eingegeben…..
Ein drittes mal trauen ich mich nicht und installiere die Sim in meinem Handy. Tut!
Öffne einen Hotspot und richte Dagmars Handy ein. Wir sind wieder online.
Jetzt geht die Frage los, wohin genau. Wetterapp und P4N werden studiert. Nicht so einfach, da viele Plätze für 4×4 sind, aber nicht richtig eingegeben.
Wir suchen einen Frühstücksplatz, was nicht einfach ist. Es gibt keine Parkplatzkultur. Wo man mit einem Auto am Straßenrand anhalten kann, wird Müll abgeladen. Wenn ich abladen schreibe, dann ist das so. Hat nichts mit Müll liegen lassen zu tun. Hier wird der Müll abgekippt.
Das die Mazedonier den Müll in den Crim kippen, der ins Nachbarland, welches man vielleicht nicht leiden kann, fließt, kann man unter Umständen nachvollziehen, aber das die Albaner das auch und noch viel mehr machen ist unverständlich!
Wir frühstücken neben der Straße und ich picke zwei Plätze heraus. Einer oben in den Bergen und einen am Meer.
Die Fahrt ist zäh. Viel Verkehr mit egoistischen Arschlöchern. Nicht alle, aber sehr, sehr viele.
An einem Mautstadion werden wir freundlich begrüßt. Deutsch, Englisch, und italienisch kommt zum Einsatz.
Dann kommt er der Berg.
Es geht durch Kruja. Hier zwei Platzbewertungen:

Die Anfahrt mit einem Van machbar, die Straße ist bis hierhin top asphaltiert.
Für Wohnmobile könnte es in der Stadt krampfig werden.
Platz ist leider nicht ganz ebenerdig, die Aussicht aber Top.
Aufpassen mit Google Maps, weiter unten wurden wir in eine Sackgasse(Treppen) gelotst, war ein Krampf zu drehen.
Würde den Platz weiter oben empfehlen…

Wahnsinnig atemberaubende Aussicht, die Straße dorthin durch Kruja ist sehr eng und kurvig, sind mit unseren 6m gut durchgekommen. Platz für 2-3x Fahrzeuge. Es war zunächst etwas gruselig, weil es nach dem Parkplatz einfach geradeaus runter geht, aber dafür wurden wir mit einer spektakulären Aussicht und sehr viel Ruhe belohnt. 180 Grad Kurven nur nehmen, wenn sie auf der „Hauptstrasse“ liegen.

Der Platz, ein Traum, aber für Prinzessin ein Alptraum. Sie verweigert den Platz und steigt nichtmal aus um ihn zu inspizieren.

Ich sage Street View 41.528988,19.795302

Okay, wir fahren ganz rauf. So hoch wollte ich zwar nicht, aber besser wie unverrichtet abzuziehen.
Oben gefällt es Prinzessin sehr gut und wir bleiben über Nacht.

Der Blog nimmt viel Zeit in Anspruch und hat sicher viel Fehler. Wenn es zu dolle ist, bitte per WhatsApp bescheid geben. Wenn ich Zeit habe, bessere ich nach.

Hier noch ein Klassiker:

Blick aus dem Wohnzimmerfenster

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