🇨🇾 Güzelyurt, 35.204865,32.992685
🚍 51km / 1h
🎫 5 min
🛂 15 min
🚢 121km / 11h
🛂 30 min
🚍 1km 5 min
🇹🇷 Taşucu, 36.317572,33.881960
Auch in dieser Nacht war die Dorfjugend zu unserer Unterhaltung vor Ort. Leider nur ein zweitklassiges Programm das keiner weiteren Erwähnung wert ist.
Ich habe irgendwie schlecht geschlafen. Immer wenn ich aufgewacht bin, war ich total verkrampft. Habe mich dann umgedreht und eine neue Schlafposition eingenommen. War sehr bemüht das ich bequem liege. In der nächsten Wachphase das selbe Delema. Ich liege noch in der Position, bin aber wieder verkrampft. Okay, auf der linken Seite kann ich normalerweise eh nicht schlafen. Also wieder nach rechts gedreht und alles schön hergerichtet. Kopfpolster, Decke alles perfekt, aber das Ergebnis ist genauso schlecht.
Habe in der Früh eine Tilidin eingeworfen und warte auf die Wirkung. Bei richtiger Dosierung sind die Beschwerden zwar nicht weg, aber sie sind einem egal.
Die Mädels gehen auf den Markt. Der findet am anderen Ende des Platzes statt. Wir Männer bereiten die Fahrzeuge vor.
Scheiben geputzt und alles aufgeräumt. Um 9:30 ging es los, Ziel Girne Fährhafen.
Die Bordkarten haben wir schnell bekommen, aber der Hafen ist noch zu. Wir sind 3 und 4. Schnell wächst die Schlange und das Ende ist im Spiegel nicht zu erkennen.
Die Pforten öffnen sich und ich gehe zur Passkontrolle. Sie wollen auch Dagmar sehen. Nächste Station, direkt im Anschluß der Zoll. Kurzer Blick ins Auto und wir können zur Fähre fahren.
Die haben doch bei der Herfahrt an der Rampe geschweißt und was machen sie heute?
Ja, sie schweißen an der selben Stelle!
Man beruhigt uns, die Hydraulik ist in Ordnung, der Rost sei das Problem. Sie schweißen sicherheitshalber!
Dann geht es los. Die zwei Pkws vor mir und ich werde zur Seite gewunken. Oh, das kenne ich. Michael fährt auf die Fähre und nach einiger Zeit darf auch ich aufs Schiff.
Wir stehen super. Vorne mittig mit Aussicht, neben Michael und Andrea. Der brummende Generator ist einige Meter entfernt und stört fast nicht.
Die Sonne hat uns voll im Blick und 15 Ampere fließen in die LiFePo4.
Wir frühstücken im Wagen, während die Verladearbeiten im vollem Gange sind.
Das Meer ist etwas unruhig und Prinzessin wirft ihre Reisetabletten ein. In der Theorie könnten wir pünktlich um 14 Uhr ablegen.
Wir können, im Gegensatz zu den Pkws die Türen vorsichtig öffnen. Vielleicht gibt es auch heute ein Meeting.
Oh, das mit dem Generator war ein Irrtum. Jetzt laufen die vorderen Generatoren auch und machen einen höllenlärm. Die Unterhaltungen werden anstrengend. Ich kann das zarte Stimmchen von Prinzessin fast nicht wahrnehmen.
Ich frage mich bei dem Schiffszustand, laufen die Generatoren jetzt, da das Schiff langsam beladen wird, um die Lenzpumpen zu betreiben?
Wir legen früher wie geplant ab. Das Schiff beginnt zu rollen und der Duc mach wieder klack, klack. Ich klemme den bereitgelegten Klappspaten zwischen Sitz und Bremspedal. Das Klack klack verstummt und ich kann die restlichen Geräusche ungestört genießen.
Ein Arbeiter kommt und legt bei den vor uns, auf einer Schräge stehenden Fahrzeug, zwei Holzkeile um es gegen zurückrollen zu sichern. Danke.
Die See wird rauer und die Gischt duscht den Duc. Es fühlt sich an, als ob die Fähre durch Schlaglöcher fährt. Ich hoffe der Kahn bricht nicht auseinander.
Wir sind da. Rollen von der Fähre und Dagmar muss aussteigen. Sie darf Bus fahren. Ich gehe zur Passkontrolle und anschließend zum Zoll. Dann wird es hektisch. Ich vermisse die grüne Versicherungskarte. Zurück zum Zoll, dort ist sie nicht. Auto auf den Kopf gestellt und da liegt sie einfach auf dem Beifahrersitz. Ich fahre in die Halle beim Zoll. Schnell erledigt, ein Blick und man drückt mir einen Zettel in die Hand. Bekomme auf türkisch erklärt was ich eintragen soll. Nehme ihn und denke das Dagmar mit ihrem Englisch das hin bekommt.
Pustekuchen, bei der Ausfahrt will man den ausgefüllten Zettel.
Ich trage nach Gutdünken Passnummer, Name, Kennzeichen ein und unterschreibe den Wisch. Ich kann fahren, wo ist Dago. Ich frage wo die Passagiere ankommen und man sagt mir, ich soll hier an der Ausfahrt warten. Zum Glück habe ich den Wagen so geparkt, daß Dagmar ihn gesehen hat. Als ich von weitem Licht im Womo angehen sehe, entspannt sich die Lage. Davon abgesehen das Dagmar mir komische Fragen stellt, die kein Mensch beantworten kann.
Michael und Andrea haben Stress wegen Ella. Der Hund ist im Auto und die Papiere bei Andrea, die auch Bus fahren durfte.
Wir stehen im kleinen Hafen von Taşucu, wie vor einigen Tagen und warten auf die Reiseleitung. Bin neugierig wie das ausgeht.
Nun ist die Reisegruppe wieder komplett. Auch Michael hat mit dem neuen Papierchen seine Probleme gehabt. Ich schlage vor, den Sonntag hier zu verbringen und legen uns erschöpft nieder.










