Tag 38 – Was für eine Nacht.

Nachtplatz im Hafen von Taşucu


🇹🇷 Gazipaşa, 36.242820,32.293786
🚍 192km/3h30min
🚰 100 Liter
🛒 9,72€ Migros Anamur
🎫 577,82€ (⛴️ ➡️ 28.01. ⬅️ open)
🇹🇷 Taşucu, 36.317579,33.881830
🌡 16°↑ 9°↓ 🌔🌬⛈️❄️ ⛅️🌧🌩


Es waren Stürme angesagt. Keine allzu starken, aber immerhin. Die kamen dann auch nach Einbruch der Dunkelheit und haben am Wagen gerüttelt. Daraufhin hat sich Prinzessin auf ihrem Sitz eingeigelt. Ich bin dann ins Bett, das wackeln macht mir nichts aus. Der Wind hat Verstärkung mitgebracht. Starkregen, Blitz, Donner und Hagel, aber vom Allerfeinsten.
Erst sehr spät, bzw früh, hat sich das beruhigt und es kehrte Ruhe ein. Prinzessin ist dann auch in ihr Bettchen gekrochen und fand noch vier Stunden Schlaf.
Da die Sonne gestern wenig gearbeitet hat, ist der Batteriestand nach Duschwasser aufbereitung und Wagen aufheizen, auf 19% geschrumpft. Ich hoffe auf mehr Sonnenschein und das drei Stunden Fahrt das aufbessern.

Vor dem Abfahren noch schnell Wasser aufnehmen und den Müll entsorgen.

Die Strecke heute von allem etwas. Das Höhenprofil ist in den kurvenreichen Abschnitten interessant. So wie es links rechts geht, geht es Berg auf und ab, 3170 Meter. Aber auch gerade, vierspurige Stücke gibt es auf der D-400. Einige Tunnels sind fertig und freigegeben, an anderen wird noch gearbeitet.

Je nach Lage liegen noch große Häufen mit Hagelkörner und die Gräben sind voll.

In Anamur halten wir an einem MM-Migros und füllen die Vorräte auf. Auch etwas Sprühsahne landet im Einkaufswagen. Der Einkauf ist klein und ich bezahle mit teurem Bargeld.

Wieder auf der Straße, steht irgendwann ein kleines Schild am rechten Fahrbahnrand mit der Aufschrift „Radar“. Die haben mehr Schilder, als Messgeräte. Als Kurt vor einem festen Blitzer warnt, wird die Fahrbahn verengt und eine Kontrollstelle ist aufgebaut. Der führende Reisebus und Michael werden raus gewunken.
Ich halte einige Meter nach der Kontrolle an und warte auf Michael.
Sie haben „nur“ sein Kennzeichen notiert und ihn fahren lassen. Wird erst an der Grenze bei der Ausreise kassiert?
Wir setzen die Fahrt fort und Neuland tut sich vor uns auf. Kurz nach 12 rollen wir auf den Hafenparkplatz und frühstücken erstmal.

Dann gehen die Männer um ein Ticket. Die Mädels bleiben bei den Fahrzeugen. Die 500 Meter sind schnell zurückgelegt. Es gab dann mehrere Überraschungen. Die Erste, der Fährpreis weicht gravierend von der Angabe auf der Internetseite ab. Zum einen erklärt man uns, das online es 10% billiger ist und der angezeigte billige Preis sich an der Kasse, wegen Steuer und Gebühren (deutlich) ändert. Okay, online ging nicht, was man uns nicht glaubte, und so haben wir zugestimmt.

Nächste Überraschung, heute kein Platz für Camping-Car. Dann halt morgen. Michael bezahlt 27980TL. Dann zu mir. Alles gleich, nur das Auto ist kürzer. Egal, gleiche Kategorie Ich ziehe meine Visakarte durch und…
Nichts passiert.
Ist die Hanseatic-Bank bisschen langsam mit ihrer Abbuchung und da ich im letzten Monat den Rahmen voll ausgeschöpft habe, kein Kredit mehr.
Was solls, ich ziehe die normale EC-KARTE und dann ging der Ärger los. Mein Ticket kostet plötzlich 28891TL. Es wird mehrmals nachgerechnet und es kommt immer das gleiche heraus. Ich vermute das es an Gebühren für die EC liegt. Man bittet mich 911TL nachzuzahlen und hält mir das Kartenlesegerät hin. Ich zögere und befürchte das eine weitere Buchung abermals Gebühren verursacht und wir den Vorgang mit immer kleineren Differenzbeträgen ständig wiederholen und zahle den Betrag Cash. Der Spaß kostet mit offenem Rückfährticket rund 590€. Für den Betrag kann man wahrscheinlich 14 Tage all inklusive nach Zypern fliegen.

Wir laufen zurück und bereden das Erlebte auf dem Rückweg. Man kann nicht jetzt wegen 100€ hin oder her die Sache kippen. Mit dem Wohnmobil zu reisen ist nicht billig, aber die Erlebnisse und Eindrücke sind unbezahlbar.
Ein paar Meter neben dem Fährbüro ist eine PTT, Post. Ich teste den Geldautmaten und bin erfreut. PTT nimmt keine Gebühren, was das Bargeld deutlich verbilligt und wieder attraktiv macht.

Zum Nachmittagskaffee gibt es den Rest vom Kuchen und Sprühsahne. Leichte Routenplanung für die kommenden Tage. Will alles etwas geplant sein, den in Nordzypern haben wir keinen Internetzugang. Der Aufwand und die Kosten stehen in keinem guten Verhältnis.
Es geht am ersten Tag an den nordöstlichsten Zipfel der Insel.

Plötzlich parkt neben mir ein türkisches Wohnmobil, das mich wahnsinnig begeistert.

Damit ihr einen guten Eindruck dieser Fahrzeuggröße bekommt, habe ich Michael gebeten sich daneben zu stellen. Falls ihr in auf dem Bild nicht findet, er steht hinten auf der rechten Seite. Na, gesehen?

Die Abmessungen sind schon beeindruckend!

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2 Antworten zu Tag 38 – Was für eine Nacht.

  1. chris sagt:

    all inklusiv 14 Tage für eine 4 köpfige Familie hat 1991 1600,- DM gekostet. Zuzüglich Mietwagen.
    Grüße, chris

    • Peter Trunner sagt:

      So weit bin ich mit meiner Schätzung gar nicht daneben. Wir sind ja nur zu zweit.
      Egal, das letzte Hemd hat keine Taschen.

      Grüße an Euch von uns hier.

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