🇹🇷 Demre, 36.225446,29.946396
🚍 218km/3h45min
⛽ 84L/5000TL
🛒 2.513,45TL Migros Side
🇹🇷 Side, 36.772216,31.395886
🌡 15°↑ 11°↓ 🌧️🌧️❗❗☁️
Oh mein Gott. Ein VW-Bus hat sich am Abend direkt hinter mich gestellt. Soweit egal, ist ein allgemeiner, nicht markierter Parkplatz. Aber ein ewiges auf und zu der Schiebetüre nervt schon ein bisschen.
Nun gut aus den Federn gekommen und sind pünktlich abfahrbereit.
Hier noch schnell ein Foto, damit ihr seht was für Boote uns den Weg auf die Mole versperrt haben.
Abwechslungsreiche Fahrt. An einer der ersten Tankstelle haben wir angehalten und die Pferde trinken lassen. Das erste Stück der Strecke war eine anspruchsvolle Küstenstraße. Sehr gut ausgebaut, was die Kurven nicht weniger macht.
Dann kam sie, bzw wir sind eingetaucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Diese rote Blase, die ich euch schon gezeigt habe. Laut Wetterapp nur 90 Liter auf den m². Dem Gefühl nach, wollte sich das Wetter für die Wassermenge keine 24 Stunden Zeit nehmen. Ist vielleicht ein Halbtagsjob?
Dann haben die Türken komische Angewohnheiten. Die Ängstlichen fahren langsam mit eingeschaltener Warnblinkanlage, die Pseudonormalen mit Nebelschlussleuchte und die Selbstmörder mit „türkischem“ Tagfahrlicht oder ganz ohne.
Irgendwann habe ich Andrea hinter mir aus den Augen verloren. Die Arme „durfte“ heute fahren. Am Ende einer Baustelle, gut sichtbar habe ich angehalten. Musste mal ganz dringend für kleine Königstiger. Dann wurde es hektisch.
Die Anderen sind da und sehen uns. Während ich noch trone geht der Funk:“Was ist los? Habt ihr Probleme? Kann ich helfen? Warum antwortest du nicht?“
Egal, jetzt wir erst fertig gepinkelt. Dann das Handy piept und kündigt den Empfang einer WhatsApp an. Egal, eins nach dem anderen. Dann noch ein Sprachanruf.
„Nein, ihr könnt nicht helfen. Wir haben es im Griff“ abgewürgt den:
Dagmar hat in der Zeit einen Wassereinbruch gemeldet. Ein Teil der riesigen Wassermassen hat den Weg ins Innere gefunden. War dieses Problem lange Zeit verschwunden, ist es nun mit aller Macht wieder da. Wir legen Tücher und stopfen die Löcher so gut es geht.
Michael und Andrea nutzen die Pause für einen Fahrerwechsel.
Andrea war dann ein bisschen enttäuscht, da sowohl das Wetter, als auch die Straßenverhältnisse sich deutlich verbessern.
Es geht durch Antalya immer auf der D-400 und weiter Richtung Manavgat.
Südwestlich davon liegt Side, unser Tagesziel. Am Ortseingang ein MMM-Migros in dem wir uns mit allem Eindecken. Von dort bis zum Stadion sind es keine 10 Minuten.
Wir fahren auf den Parkplatz. Die automatische Kennzeichenerkennung hat Schwierigkeiten das Kennzeichen zu erfassen. Auf dem Display steht 08PT1955. Wie ich das am Kassenautomaten hin kriege und ob die Kamera beim verlassen das deutsche Kennzeichen gleich falsch erkennt? Morgen, nicht heute.
Wir sind spät dran, mit dem Frühstück. Aber das muss sein, bevor wir das „antke“ Side zu Fuß erkunden. Laut App eine Regenpause von 2 Stunden.
Wohl gestärkt und mit Regenschutz ausgerüstet, machen wir uns auf den Weg.
Selten sieht man ein Haus und kann Vorder- und Rückseite auf einmal fotografieren.
Das regenfreie Zeitfenster schließt sich und wir sind erst am Umkehrpunkt im alten Hafen. Dago klettert in ihr Cape und ich bekomme eiben Regenschirm. Was harmlos anfing, verwandelte sich schnell in einen Starkregen. Alle, bis auf Michael, brechen den Ausflug ab. Wir überlegen, unterstellen oder heimlaufen. Wir, da schon angepisst, laufen zurück zum Parkplatz.
Triefnass kommen wir an. Zuerst versuchen wir Ella abzutrocknen, was nur teilweise gelingt. Also darf der Hund so halb trocken ins Wohnmobil. Erste Handlung von Ella im Wagen? Erstmal kräftig sich schütteln.
Dan retten sich die Menschen. Wir versuchen so wenig Waser wie möglich einzubringen, was aber nicht wirklich klappt. Alles trieft und tropft. Raus aus den nassen Klamotten und schnell den Alkoven aufgestellt. Heizung an und das nasse Zeug im Dachboden auf gehängt.
Trotz der „Umstände“ findet das Nachmittagsritual, Kaffee und Tagesplanung, statt.
Wenn alle Prognosen stimmen, sind wir durch das Wetter durch. Von nun an geht es bergauf.












