🇹🇷 Güneyli, 40.508006,26.692067
🛒
🚰 110L/20min
🚍 168km/3h15min
🇹🇷 Kadikalesi, 37.786680 27.266700
🌡️13°+/ 3°+ ☀️
Wir haben viel vor. Duschen, Wasser bunkern, 5M-Migros besuchen und weiter in den Süden fahren. So wurde es gestern beim Nachmittagskaffee besprochen. Wir werden hier weg, den besseren Weg probieren. Bei P4N wurde vor der Anfahrt aus dem Norden gewarnt. Wer nicht lesen tut, der muss fühlen.
Die Abendstimmung war grandios. Ruhiges Meer, orangeroter Himmel und beleuchtete Schiffe.
Dago und ich versuchen den morgigen Tag zu planen. Diese zweite Maschine mit Wäsche steht noch an. Erstes Szenario, waschen vor dem Migros. Die Zeit des Einkaufs reicht theoretisch aus. Wasser gibt einige Kilometer von hier.
Warum nicht gleich in der Früh, nach dem Duschen wenn Prinzessin turnt? Auch da reicht die Zeit. Das ist ein guter Plan, den wir versuchen umzusetzen.
Wer schreit den da draußen so laut durch die Gegend, das kein Mensch schlafen kann? Ach, der Muezzin. Lange nicht mehr gehört. Leider weckt sein schreckliches Singelsangel nicht nur die „Gläubigen“, leider auch die „Ungläubigen“. Wir haben ihn aber ausgetrickst und waren vorher wach. Es ist dunkel und kalt (-1°) da draußen.
Gestern hat die „lange“ Fahrt und die Sonne den LiFePo4 gut getan. Konnte am Nachmittag mit dem Überschuss den Boiler aufheizen. So stand am Abend warmes Wasser zum Abwasch zur Verfügung. Heute in der Früh waren es noch 62% Batteriekapazität, ein Rekordhoch auf dieser Reise und Zeichen das dieses System funktioniert.
Beim spielen mit dem Tablet mich durch das Menü von Rolf gequält und Einstellfunktionen entdeckt. Das neu gefundene Car-Menü hat in kurzrer Zeit zuviele Punkte gesetzt und eine viel zu große Datei erzeugt. Muss mit meinem und dem Datenvolumen meiner Leser sparsam sein. Habe die Datei von Hand, weil die andere Software es nicht tun wollte, abgespeckt.
Heute hat Rolf ein eigenes Profil mit seinem Namen bekommen. Bin neugierig wie das heute Nachmittag aussieht. Kurt mit ME mag ich diese vertrauensvolle Aufgabe nicht mehr übergeben. Er hat uns zu oft enttäuscht. Rolf vergisst nichts und hat die Daten auch nach einem Neustart vom Tablet noch auf dem Zettel. Kurt vergisst bei der kleinsten Ablenkung alles was er getan hat.
Dago hat geduscht und anschließend haben wir die Waschmaschine gestartet. Nach dem aufheizen der Maschine kann Dago sich die Haare föhnen. Das Turnen hat sie heute verweigert. Nachher noch zwei Kannen Tee kochen und den Wagen dann abfahrbereit machen.
Michael ist vor uns reisefertig und holt uns ab. Die Wäsche hängt gewaschen im Wagen und hat Zeit zum trocknen.
Ach ja, die andere Straße ist gut zu fahren. Es geht zur Wasserstelle. Ich hatte gestern große Probleme Kurt die Koordinaten beizubringen. Mehrere Versuche, inklusive eines Neustarts war nötig. Michael biegt an „einer“ Wasserstelle links ab, damit er von der schmalen Straße runter kommt. Ich bleibe am Straßenrand stehen und packe meinen Schlauch aus. Während Michael mit seiner Gießkanne läuft, stelle ich fest das meine Wasserfilter stärker sind als der Wasserdruck. Ich sage zu Michael, das wir auf die zweite Wasserstelle zurückgreifen und machen Treffpunkt Migros aus.
Verwundert schaue ich auf meinen Kurt. Er signalisiert noch 8 Minuten zur Wasserstelle??
Und sie kommt nach 8 Minuten, aber kein Wasser läuft. Weiter zu Migros shoppen, wo wir dann auch die Anderen wiedertreffen.
Da klärt sich auch meine Verwirrung. Michael hat, um den Fahrweg zu bestimmen, einen zusätzlichen Punkt gesetzt. Dieser hat zufällig die unbekannte Wasserstelle getroffen. Bin beruhigt und zweifle nicht mehr an meinem Gefühl für Entfernungen und Kartenbildern in meinem Kopf. Mit einigen Jahren Orientierungsport und weit über sechs Millionen Kilometer auf der Straße hat man einfach ein Gespür für manche Dinge.
Wenn ihr einmal eine hässliche Stadt anschauen möchtet, ich empfehle Izmir. Und ja, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
An der zweiten Wasserstelle läuft das kühle Nass und nach einer starken Viertelstunde sind über hundert Liter gefiltert im Tank.
Michael ist voraus gefahren, aber am Ziel angekommen ist der Platz leer. Nicht ganz, zwei polnische Wohnmobile stehen da, aber kein Michael.
Nur wenige Minuten später kommt er. Michael hat seinem Navi die Koordinaten von P4N gegeben. Die liegen etwas neben dem Platz und OsmAnd hat dadurch eine andere Zufahrt gewählt. Das hat ein kleines Abenteuer nach sich gezogen. Michael kennt jetzt die Siedlung und weiß wie schmal die Straßen und wie nieder die Bäume, sind.
Egal, wir sind hier, genießen die Sonne und beschließen einen Tag zu bleiben.
Oh, Rolf hat sehr große Schritte gemacht. In der Übersicht ausreichend, aber im Detail mangelhaft. Morgen, bzw übermorgen darf er doppelt soviele Schritte machen.








